All posts in Lesealter

Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert

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Alexandra, 12 Jahre

Hüter der Erinnerung

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Anna, 12 Jahre

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen

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Originaltitel: Wonder Woman – Warbringer

Autorin: Leigh Bardugo

Seitenanzahl: 448

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Kurz zum Inhalt: Diana lebt versteckt vor den Menschen gemeinsam mit ihren Amazonen-Schwestern auf der Insel Themiskyra, wo sie Tag für Tag versucht sich als Tochter der Königin zu beweisen. Als sie jedoch eines Tages das Mädchen Alia in der Nähe ihrer Insel aus einem Wrack rettet, stellt sich alles auf den Kopf: Auf Alia lastet der Fluch der Kriegsbringerin und somit ist sie dazu bestimmt, die Welt der Menschen ins Chaos zu stürzen. Jedoch nicht, wenn Diana es verhindern kann. Gemeinsam verlassen die beiden Mädchen die Insel der Amazonen und begeben sich auf eine waghalsige Reise, um den Fluch, der auf Alia lastet, zu brechen und die Welt zu retten, bevor es zu spät ist…

Meine Meinung: Von der ersten Seite an, schafft es die Autorin mit ihrem Schreibstil eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Einem wird sofort klar, dass sie eine ganz andere Richtung einschlägt, als es der Film getan hat und wohl auch anders als die Comic-Bücher, die ich jedoch nicht gelesen habe, von denen ich mir aber sagen habe lassen, dass die ganz anders seien als dieses Buch.
Die Beschreibungen haben zugleich etwas Unkompliziertes, aber auch Mystisches. Es ist simpel genug um unterhaltend und flüssig zu sein, aber auch detailliert und verträumt genug, um eine eigene kleine Welt in der unsrigen zu erschaffen. Zwar spielt der größte Teil des Romans in alles andere als fiktionalen Städten wie New York, aber nie verliert die Erzählung das Magische. Die Elemente der griechischen Mythologie übernehmen aber auch nie die Überhand und sind verhältnismäßig geschickt ausbalanciert.

Auch die Thematiken in diesem Buch, die über die Weltrettung hinausgehen, aber auch die Figuren, sind vielfältig, aber nie plakativ, sondern fließen natürlich in die Erzählung ein: Indische, griechische, brasilianische und afro-amerikanische Charaktere, Selbstfindung, aber auch unschöne Tatsachen wie Rassismus sind in diesem Buch zu finden, aber immer authentisch repräsentiert, ohne groß aufzutragen.

Das wichtigste und prominenteste Thema in „Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ ist aber wohl die Freundschaft, insbesondere die aufrichtige und innige Freundschaft zwischen Mädchen, die in Jugendromanen leider oft nicht über das Geplänkel über Jungs hinausgeht. So aber nicht hier: Man spürt beim Lesen, wie Diana und Alia eine immer vertrauensvollere Bindung zueinander aufbauen, sich zusammen jeder Gefahr stellen. Gleichzeitig wird auch deutlich, wie stark die bereits bestehende Freundschaft zwischen Alia und ihrer besten Freundin Nim ist. Das einzige, was an der Freundschaft zwischen Alia und Nim ein wenig stört, ist, dass Nim die allzu ausgelutschte und bereits zu oft dagewesene „verrückte, laute“ beste Freundin ist. Was bei Diana und Alia unkonventionell ist, ist, was die Charaktereigenschaften betrifft, bei Nim und Alia umso konventioneller.

Neben den freundschaftlichen Verhältnissen sind die romantischen Verhältnisse zugebenermaßen aber auch nicht außer Acht zu lassen, auch wenn sie nur einen recht kleinen Teil der Geschichte einnehmen. Während die Romanze zwischen den Kindheitsfreunden Theo und Alia zwar einpaar süße Momente hat, aber sonst nicht sonderlich hervorsticht, war die Spannung zwischen Alias Bruder Jason und Diana doch sehr aufregend. Einerseits sind sie oft verschiedener Meinung, andererseits ist die Chemie zwischen ihnen beiden einfach sehr unterhaltend. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich die Szenen zwischen ihnen nicht verschlungen hätte.

Nachdem ganzen Gerede über die Charaktere, darf man aber natürlich auch nicht den Plot vergessen. Spannung, die durch zahlreiche Wonder Woman-typische Actionszenen, Mystik, aber auch durch eine große Wendung hervorgerufen wird, kommt keinesfalls zu kurz.
An Humor fehlt es auch nicht, denn dieses Buch bringt einen nur allzu häufig zum Lachen. Absurde Situationen, die sich daraus ergeben, wenn Diana in die vollkommen fremde, technik-dominierte Großstadt New York reist oder schlicht dem anderen Geschlecht begegnet, welches sie nun zum ersten Mal in ihrem Leben antrifft, sind einfach zu komisch. Aber auch die Dialoge zwischen den Charakteren sprühen nur so vor Witz und Sprüchen, die einem unwillkürlich ein Grinsen auf das Gesicht zaubern.

Fazit: „Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ ist ein humorvolles Actionabenteuer voller Frauen-Power und Freundschaft und unterhält einen von der ersten bis zu letzten Seite. Ob man Superhelden nun mag oder nicht: „Wonder Woman“ ist eine gelungene Mischung aus heroischem Epos und modernen Elementen, die für jeden Geschmack etwas bereithält.

Selin, 16 Jahre alt

Hüter der Erinnerung

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Felix, 12 Jahre

Sami und der Wunsch nach Freiheit

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Autor: Rafik Schami

Seitenanzahl: 326

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Kurz zum Inhalt: Scharif und Sami sind die besten Freunde seit Kindheitstagen. Nun erzählt Scharif von den Abenteuern seines Freundes in ihrer Heimatstadt Damaskus und wie sich Sami die vielen Narben zugezogen hat, die ihn in seiner Nachbarschaft berühmt gemacht haben.

Meine Meinung: Es ist schwierig in Worte zu fassen, was dieses Buch so unheimlich besonders macht, aber ich werde mein Bestes geben es zu versuchen.

Beginne wir damit, dass Rafik Schami schlicht ein begnadeter Erzähler ist. Seine Romane haben stets etwas Märchenhaftes an sich, einen Hauch von „1001 Nacht“, der in jedem Wort mitschwingt. Schami macht in seinen Romanen stets seine Liebe zur Erzählkunst deutlich und so auch in diesem Buch. Generell bin ich ein großer Fan von einer Geschichte in einer Geschichte und Schami ist schlicht ein Meister auf diesem Gebiet. Auch schafft er es komplexe Umstände und Wahrheiten in einem simplen Satz geschickt festzuhalten, sodass man nur den Hut vor diesem Talent ziehen kann.

Und auch seine Charaktere haben immer etwas ganz Besonderes an sich. Sami, mit seinem lebendigen, rebellischen Geist, Scharif mit seinem ruhigen, aber aufmerksamen Wesen und sämtliche Nebencharaktere vom Postboten Elias bis zum Apotheker: Die Figuren scheinen tatsächlich zu existieren, keiner ist wie der andere. Man baut in diesen knapp über 300 Seiten eine Bindung zu ihnen auf, als wären sie alte Freunde.

Das macht, unter anderem, dieses Buch auch so unheimlich bewegend. Die Geschichten, die Scharif über Sami erzählt, sind erst schlicht bezaubernd in ihrem Charme und Witz, werden aber immer inspirierender und ergreifender. Die beiden Freunde rebellieren auf ihre ganz eigene Art und Weise gegen die Unterdrückung durch das syrische Regime, die Geheimpolizei und Propaganda in der Schule. Der Leser versteht, wieso sie ihre Heimat und deren Menschen so sehr lieben, aber auch, dass die Repression ein Teil des alltäglichen Lebens ist und ausweglos scheint. Umso ergreifender ist es also, als der Arabische Frühling auch in Syrien einkehrt und Sami und Scharif begeistert und beharrlich mitwirken, auch wenn es sie ihre Freiheit kosten könnte. So tragisch das Schicksal auch ist, das Syrien seither verfolgt, ist es doch ohne Zweifel inspirierend zu sehen wie diese beiden jungen Männer auch in den dunkelsten Stunden nicht daran denken aufzugeben und die Hoffnung nicht verlieren.

Fazit: „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ von Rafik Schami, ist ein kleiner Schatz der zeitgenössischen Jugendliteratur. Es inspiriert einen ohne belehrend zu sein, und regt Verstand und Seele an, sodass einen diese märchenhaft-schön erzählte, aber genauso rücksichtlos ehrliche Geschichte einen nur schwer wieder loslässt.

Selin, 16 Jahre alt

“City of Thieves”

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Autorin: Natalie C. Anderson

Originaltitel: City of Saints and Thieves

Seitenanzahl: 400

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Kurz zum Inhalt: Kenia – Hier lebt die gewitzte junge Diebin Tina in Sangui City. Als Mitglied einer gefürchteten Gang treibt sie in der Stadt ihr Unwesen. Doch ihr eigentliches Ziel ist klar: Sie möchte den Mörder ihrer Mutter, den reichen Mr Greyhill, fassen und für seine Tat bezahlen lassen. Kurz bevor sie ihm jedoch wichtige Daten stehlen und veröffentlichen kann, um seinem Geschäft ein für allemal ein Ende zu bereiten, wird sie von Michael Greyhill, Mr Greyhills Sohn und Tinas ehemaliger beste Freund, daran gehindert. Sie schließen einen Pakt: Er, der nicht glaubt, dass sein Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich ist, möchte ihr helfen den wahren Mörder zu finden, jedoch muss sie ihm im Gegenzug versprechen, die vernichtenden Daten nicht publik zu machen. Gemeinsam mit dem Hacker Boyboy beginnen sie eine gefährliche Ermittlung und decken dabei lang gehütete Geheimnisse auf, die Tinas Leben für immer verändern werden…

Meine Meinung: Am Anfang ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist recht jugendlich und einfach gehalten, was dann ein Problem wird, wenn man bei manchen Sätzen ein wenig über das Ziel hinausschießt und es mit dem jugendlichen „Slang“ ein wenig übertreibt. Jedoch ist die Geschichte so auch schnell und einfach in einem Rutsch lesbar.

Die Geschichte selbst wird nicht getrieben von dauerhafter Spannung – die gibt es zwar auch stellenweise, aber sie entsteht nicht durch besonders ausgetüftelte Verfolgungsjagden, sondern, meiner Meinung nach, durch das Setting. Denn dieses Buch ist im Vergleich zu anderen Schauplätzen in anderen Jugendromanen sehr unkonventionell.
Wie oft liest man in Jugendromanen schon etwas aus dem Kongo oder Kenia? Beim Lesen dieses Buchs, wird einem klar, wieviel ungenutztes Potenzial für Geschichten es noch gibt, wie viele Themen noch nicht ansatzweise genug beleuchtet sind. Das macht diesen Roman aber auch so unglaublich interessant. Korruption, Diskriminierung, enorme soziale Ungerechtigkeit, Milizen, Waffenschmuggel, Kriegsflüchtlinge, Propaganda, Vorurteile – All diese Themen machen „City of Thieves“ zu einem einzigartigen Leseerlebnis.  Man merkt wieviel Arbeit in die Recherche gesteckt worden ist: Die Autorin schafft es einem einen Eindruck zu geben, welche komplexe, undurchsichtige Politik den Alltag von diesen Teilen Ostafrikas beherrscht. Man wird mit neuen Perspektiven und Schicksalen vertraut, die vielleicht unschön sind, aber dafür auch echt und wert, wahrgenommen zu werden. Es wird deutlich, wie sehr unsere unmittelbare Umwelt uns und unsere Wahrnehmung prägt und, dass man in ausweglosen Situationen oft Dinge tut, die von außen hin unverständlich wirken, aber einen selbst am Leben und Sicherheit erhalten.

Der tatsächliche Plot dagegen war dann doch eher vorhersehbar und klassisch für einen Jugendthriller.  Auch wenn der Räuberbund ein wenig Abwechslung bringt, sind hier auch die größten Plotholes zu finden: Es gibt einige Logikfehler, die ignoriert werden, um den Plot voranzubringen, dementsprechend wird sich von Tinas Seite her sehr auf die Unachtsam- und Gedankenlosigkeit ihrer Gegner verlassen. Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem unterhaltend ist; ein zwei Wendungen lassen einen dann doch ein wenig sprachlos zurück.

Auch die vielschichtigen Charaktere wiegen die stellenweise Vorhersehbarkeit auf: Nicht nur Michael, mit seiner verzehrten aber auch verständlich eingeschränkten Wahrnehmung regt einen zum Nachdenken an. Sondern auch Mr Greyhill, der mit Abstand wohl der interessanteste Charakter ist: Er ist nicht einfach der undurchschaubare Antagonist, der bloß da ist, um der Protagonistin Ärger zu machen. Wir erhalten einen Einblick in seine Denkweise und seine Gefühlswelt, seine Motive, warum er die Dinge tut, die er tut und sehen auch, dass er mehr ist, als bloß der skrupellose „Bösewicht“. Zwar sind seine Ansichten ohne Zweifel verzehrt und moralisch alles andere als vertretbar, aber man kann ihn und sein Handeln nachvollziehen.
Ganz generell muss man noch loben wie vielfältig die Charaktere sind: Dunkel- und hellhäutige Figuren, aus allen möglichen Schichten und Hintergründen.

Auch das Glossar am Ende ist ein netter Zusatz, der die frische Atmosphäre des Romans nur noch unterstreicht und einen gleichzeitig auch ein bisschen etwas dazulernen lässt.

Fazit: „City of Thieves“ von Natalie C. Anderson ist ein unkonventioneller, aufregender Jugendroman, der die Tür in die Welt Afrikas öffnet und den Leser mit neuen und komplexen Perspektiven bereichert. Wer etwas wirklich Neues sucht und seinen Horizont erweitern will, sollte unbedingt nach diesem Buch greifen und sich in den bunten, aber auch harten Alltag Kenias entführen lassen.

Was von mir bleibt

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Der Jugendroman „was von mir bleibt“ stammt von Lara Avery, einer amerikanischen Schriftstellerin. Er hat rund 400 Seiten und wird ab 14 Jahren empfohlen.

Das Buch hat einen sehr interessanten Aufbau, da es sich um eine Sammlung kurzer Geschichten, kleiner Auszüge aus dem Leben der Protagonistin Samantha (Sammie) McCoy handelt, die sie selbst mal am Laptop, mal am Handy für ihr sogenanntes ‚Erinnerungsbuch‘ verfasst. Dieses schreibt sie an sich selbst, an die ‚Zukünftige Sammie‘, da Sammie an einer unheilbaren Krankheit leidet, die mit der Zeit auch ihr Gedächtnis verschlechtern wird. Um dennoch weiterhin sie selbst zu sein, um bis zum Schluss sie selbst gewesen zu sein, schreibt sie alles auf, was passiert.

In Form dieser Einträge liest man von Sammies Leben, seit sie erfahren hat, dass sie nicht wie alle anderen werden wird, dass sie nicht wie geplant nach New York ziehen und dort als erfolgreiche Anwältin tätig werden kann. Was zuerst nicht sehr auffällt, nach Beenden des Buches aber kaum zu Übersehen ist, ist die Veränderung, die Sammie durchläuft, wie sich ihre Aufzeichnungen verändern. Die starke, selbstbewusste, ehrgeizige Samantha McCoy ergründet sich selbst und findet zurück zu ihren wahren Träumen, ihren wahren Gefühlen und lebt sie aus. Sie verliebt sich. Sie streitet mit ihrer besten Freundin. Sie kostet ihr Leben aus.

Es sind zunächst alltägliche Geschichten, die an sich nicht besonders spannend sind, aber den Leser durch ihre Kürze und unterschiedliche Schreib- und Druckweise nicht langweilen. Es gibt kaum vollständig bedruckte Seiten, manchmal ist alles klein geschrieben, dann fehlen Beistriche, Rechtschreibfehler etc. Aber das ist alles gewollt und gestaltet Sammies Einträge sehr realistisch. Sammie selbst ist sehr klug und fasst die Dinge kurz und präzise zusammen, sieht aber auch die Schönheit in der Welt. Sie hat beides in sich, die kühle, berechnende Seite ebenso wie die kindliche, verträumte.

Am Ende wird das Buch sehr emotional und absolut fesselnd. Selbst wenn man von dem Rest des Buches nicht besonders viele Gefühle zu spüren bekommt, machen das die letzten zwanzig Seiten wieder wett. Diese letzten Kapitel haben mich wirklich bewegt und fasziniert. Deshalb bin ich sehr froh, diesen Roman gelesen zu haben. Ich kann das Buch jenen empfehlen, die etwas suchen, das nicht allzu schwer geschrieben ist, aber dennoch eine große Tiefe aufweisen kann. Auch ein wenig Romantik ist zu finden.

~ Karin, 16

Emilys Geheimnis

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Eden Park – Der neunte Würfel

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Ich fand das Buch anfangs ein bisschen langweilig, aber später wurde es richtig so spannend und lustig, dass ich es nicht mehr weglegen konnte.

Im Buch geht es um einen Jungen namens Vincent. Er hat eine sehr merkwürdige und interessante Allergie. Wenn er 30 Minuten lang auf einem Bildschirm schaut, fällt er in Ohnmacht. Zu seinem Unglück gewinnt er bei dem Kreuzwortwetträtselbewerb den Hauptpreis, eine Wohnung in der modernsten Stadt der Welt, in Eden Park, wo es überall  Bildschirme gibt!

Eines Tages bringt ihm der Postbote einen Schachtel mit 9 magischen Würfeln, womit er die Welt retten soll. Unser Planet ist nämlich in der Riesengefahr! Seine Freunde helfen ihm bei dieser schweren Aufgabe und inzwischen entdecken sie gemeinsam viele interessante Dinge, worüber sie bis dahin gar nicht wussten.

Ich empfehle dieses Buch an allen, die abenteuerliche und phantastische Geschichte mögen. Das war echt Hammer!

Dorka, 12 Jahre

Böse Schatten

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Autor: Christian von Ditfurth

Inhalt

In dem Kriminalroman geht es darum, dass eine Leiche gefunden wurde, die vor 25 Jahren gefoltert wurde. Da die Polizei mit dem Fall nicht vorankommt, ist Herr Josef Maria Stachelmann ihre letzte Hoffnung. Er ist ein Uni-Professor und hat sich schon früher mit Kriminalfällen beschäftigt. Doch als er zum Chef gewählt wurde, kam es zu ein paar Komplikationen, denn er war der Chef seiner Freundin.

Das Team (die Polizisten und er) finden vieles heraus, wie z.B., dass der Mann, der getötet wurde, eine Affäre mit seiner Nachbarin hatte. Da es die Ehefrau wusste, dachten sie, dass es sie war…

Es passieren viele Zwischenfälle, als ob jemand hindern wollen würde, dass ermittelt wird.

Meinung

Ich finde das Buch sehr gut. Es ist sehr spannend und man will erfahren, was passiert ist. Das Buch ist für mich nicht sehr verständlich, da es ein wenig kompliziert ist. Man muss sich bis zur letzten Seite durchkämpfen und es lohnt sich auch. Aber der Grund dafür könnte sein, dass das Buch für Erwachsene ist. Aber trotzdem ist es auch für mein Alter lesbar.

Anna, 14

Das Herz der Quelle (2). Sternenfinsternis

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von Alana Falk

mit 440 Seiten

Achtung! Diese Rezension enthält gezwungenermaßen Spoiler über den ersten Teil dieser Reihe.

Hintergrundinformationen:

Adara ist eine Magierin. In ihrer Welt sind Magier dazu da, die Menschen vor Naturkatastrophen zu schützen. Alle Magier gehören zu einer Gemeinschaft. In dieser gibt es einen Rat, der Gesetze und dergleichen bestimmt. Abgesehen von den obersten Politikern wissen die meisten Menschen nicht davon. Um zaubern zu können, braucht ein/e Magier/in allerdings noch eine Quelle, die ihr/ihm die Magie gibt, indem sie sich an den Händen halten. Die Quellen sind Menschen, die genau wie Magier mit ihrer Gabe geboren werden.

Inhalt:

Adara muss mit ihrer neuen Quelle Seth dubiose Aufträge erledigen, die ihnen der Rat gibt. Das Ziel all dieser Aufgaben ist es, Politiker unter Druck zu setzen. Es fällt ihr immer schwerer so zu tun, als ob sie damit einverstanden wäre. Am meisten stört es sie und Seth, wie die Quellen behandelt werden und, dass die Geschichte der Magier falsch erzählt wird.

Beide sind sich sicher, sie müssen etwas dagegen unternehmen. Allerdings ist es schwer, sich immer an Seths Plan zu halten, da er große Opfer mit sich bringt. Außerdem ist sie sich nie sicher, ob sie Seth vertrauen kann. Sie haben sich zwar eigentlich gegen den gemeinsamen Feind verbündet, weil es niemand alleine schaffen kann, aber manchmal bringen seine Aktionen sie zum Zweifeln. Werden sie es gemeinsam schaffen, die Gemeinschaft zu dem zu machen, was sie eigentlich sein sollte?

Meine Meinung:

Es gab in diesem Buch einige sehr unerwartete Wendungen, die mir gut gefallen haben. Vor allem haben sich manche Charaktere in eine ganz andere Richtung entwickelt, als ich vermutet hatte.

Ich dachte im Vorhinein eigentlich, dass die Geschichte sich dann viel zu schnell entwickeln würde, als ich erfahren habe, dass das der letzte Teil ist. Ich war dann eigentlich positiv überrascht, da es mir vom Erzähltempo her auch sehr gut gefallen hat.

Allerdings fand ich, dass kurz vor dem Ende dann etwas zu übertrieben wurde. Manche Personen haben Sachen gemacht, die irgendwie nicht so ganz zu ihnen gepasst haben und einfach von der Autorin ein bisschen zu viel des Guten waren.

Fazit:

Ich gebe diesem Buch 8/10 Sternen, da mich die Entwicklungen kurz vor dem  Ende einfach gestört haben. Ansonsten ist ein gutes Buch und ich würde es weiterempfehlen.

Isabel (13)

JEMAND ist in deinem Haus

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Der Thriller „Jemand ist in deinem Haus“ von Stephanie Parkins, welcher am 3. April 2018 erschienen ist, handelt von einer mysteriösen Mordserie an einer Schule in Osborne, Nebraska.

Nach und nach werden die Schüler von einem unbekannten Täter ermordet. Die Hauptfigur namens Makani ist erst vor kurzem mit ihrer Großmutter von Hawaii weg nach Osborne gezogen, wo Makani nun mit ihren Freunden Alex und Darby über die Mordserie rätselt. Makani fürchtet, dass sie das nächste Opfer werden könnte, da sie selbst ein dunkles Geheimnis bewahrt, welches ihr allerdings nun zum Verhängnis werden könnte.

Meiner Meinung nach ist das Buch gut geschrieben, ich fand den Schreibstil sehr gut und es war an keiner Stelle langatmig, oder zu leicht vorhersehbar. Die Charaktere wirkten sympathisch und waren nicht klischeehaft.  Mir persönlich fehlte nur eine ausführlichere Erklärung des Motivs des Mörders, um besser nachvollziehen zu können, was den Mörder zu den schrecklichen Taten getrieben hat. Trotzdem ist es definitiv empfehlenswert für alle Leser über 14, die gerne Thriller lesen, mit den Hauptcharakteren mitfiebern wollen und auch selbst probieren wollen, den Täter zu entlarven.

Marie-Claire, 14

Das tiefe Blau der Worte

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Autorin: Cath Crowley

Verlag: Carlsen

Seitenanzahl: 394

Inhalt:

Bevor Rachel vor ein paar Jahren aus der Stadt zog, hat sie Henry, ihrem besten Freund und heimlichen Schwarm, einen Liebesbrief hinterlassen. Doch Henry hatte nur Augen für Amy und kam nicht einmal, um sich von Rachel zu verabschieden.

Während der nächsten paar Jahre hören die beiden kaum voneinander. Henry führt eine Hop on hop off Beziehung mit Amy (er wartet meistens einfach darauf, dass sie zu ihm zurückkommt – was sie auch tut) und arbeitet weiterhin in dem geliebten Buchladen seiner Familie.

Währenddessen hat Rachel vor, Henry nie wiederzusehen. Doch die Dinge kommen ganz anders als erwartet: Rachels Bruder ertrinkt und ihre Familie hält es für das Beste, sie zu ihrer Tante in ihre Heimatstadt zurückzuschicken, um dort zu arbeiten und ihre Trauer zu überwinden.

Rachel fängt an, in Henrys Buchladen zu arbeiten (gegen ihren Willen) und langsam, zwischen Büchern und der Frage nach der Zukunft, nähern sich die beiden wieder an.

Meine Meinung:

Die Kapitel sind aus Rachels, aber auch aus Henrys Sicht geschrieben und außerdem gibt es Briefausschnitte zu lesen.  Das Buch ist gut geschrieben – sehr flüssig, aber auch philosophisch bzw. poetisch.

Was ich wirklich an dem Buch mochte, ist, dass auch die Geschichte der “Nebenfiguren” ausführlich behandelt wird. So geht einem auch die Geschichte von beispielsweise Henrys Schwester George zu Herzen oder die von Lola und Hiroko, Freunde von Rachel und Henry, die eine Band haben.

Außerdem ist es ein Buch, in dem die Literatur eine große Rolle spielt. Die Liebe zu Büchern ist hier genauso wichtig wie Freundschaft.

Zum Cover:

Ich finde es zwar sehr schön, aber meiner Meinung nach ein bisschen zu dramatisch für das Buch. Besser gefällt mir das Hardcover (unter dem eigentlichen, abnehmbaren Cover), vor allem, weil es selten aufwändig gestaltet ist. Außerdem finde ich persönlich, dass es das Buch besser repräsentiert.

Abschließend muss noch gesagt werden, dass das Buch weder kitschig, noch klischeehaft ist, obwohl das Augenmerk auf oft behandelten Themen wie Liebe und Freundschaft liegt.

Ines, 15

Irgendwas von dir

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Gayle Forman

Cody hat ein normales Leben, sie hat eine beste Freundin, mit der sie immer alles teilen kann, doch eines Tages erfährt sie, dass diese Suizid begangen hat. Die Nachricht erschüttert sie und jetzt muss sie auch noch von Megs altem College alle Sachen holen. Doch dort entdeckt sie vieles, was sie über ihre beste Freundin nicht wusste. Dazu findet sie noch eine Datei auf ihrem Laptop, welche sie nicht öffnen kann. Dadurch macht sie sich auf die Suche nach der wahren Meg und lernt Menschen kennen, von denen Cody nie wusste, dass Meg sie kannte. Gleichzeitig muss sie auch noch mit der Liebe und natürlich dem Verlust ihrer besten Freundin kämpfen.

Ich fand das Buch sehr spannend. Man konnte sich in so viele Momente hineinversetzen und es war besonders interessant zu erfahren, wie viel Meg erlebt hat, von dem Cody nie wusste. Besonders das Ende sehe ich als sehr gelungen, da es so ziemlich alles nochmal verändert und die Datei am Ende sehr emotional ist. Manchmal war, aufgrund der Emotionen, es nicht wirklich leicht zu lesen, doch ich fand immer wieder schnell zurück. Ich finde das Buch behandelt das Thema Selbstmord und auch Depressionen sehr gut, da dies oft unter den Tisch gekehrt wird und nicht als richtige Krankheit angesehen wird.

Man muss aber anmerken, dass sich das Buch von einem Roman (Handlung: Trauerbewältigung und Cody freundet sich mit jemandem an, der ihr hilft) immer mehr in einen Krimi verwandelt, da es nach und nach spannender wird, was genau der Auslöser für Megs Selbstmord war und was die ganzen Leute damit zu tun haben.

Natürlich weist das Buch auch Ähnlichkeiten zu “Tote Mädchen lügen nicht” auf, allerdings nur sehr gering. Ich würde im Groben sagen, das Buch kann jeder lesen, jedoch finde ich man sollte emotional für diese schwierigen Themen bereit sein. Ich finde, sollte jemand Depressionen haben, sollte man das Buch eher nicht lesen, da es an einigen Stellen wirklich sehr emotional wird und man sich vielleicht dann zu sehr hineinversetzt. Allerdings denke ich nicht, dass das Buch bei Menschen, die suizidgefährdet sind, ein Auslöser für diese Tat ist.

Im Großen und Ganzen kann man definitiv sagen, dass dieses Buch sehr gut geschrieben und umgesetzt wurde.

Alex, 15

Woher kommt der Wind

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Alfred, 9 Jahre

School Survival – Beliebt sein ist auch kein Vergnügen

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von James Patterson

Es war genauso, wie ich es erwartet habe: witzig, cool, mitreißend und alles andere witzige!

Alle Charaktere konnte man verstehen und drei- bis fünfmal musste ich sogar lauf lachen. Rafe ist mein absoluter LIeblingscharakter und ich hoffe, ich werde in der Zukunft noch mehr von dieser Reihe lesen.

Meine Empfehlung steht fest. Es ist mein absolutes Lieblingsbuch und ich empfehle es an jeden von 10-12 Jahren.

Natürlich gebe ich dem Buch drei von drei Sternen!

Mica, 11 Jahre

“Ein Sommer in Sommerby”

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von Kirsten Boie

Eigene Meinung:

Mir gefällt das Buch sehr. Ich würde es weiterempfehlen. Ich glaube, das Buch ist geeignet für Kinder von 11-13 Jahren. Es ist nicht leicht geschrieben, aber auch nicht schwer. Dieses Buch ist witzig und nett, aber als spannend würde ich es nicht bezeichnen.

Dieses Buch wäre gut für die, die seltsame/ungewöhnliche und Bücher, wo eine gute Geschichte über das Leben steht, lesen. Es ist ein sehr außergewöhnliches Buch, woraus man Dinge lernen kann. Ich würde (4,5 von 5 Sternen) geben.

Inhalt:

In diesem Buch geht es um drei Kinder. Sie leben gemeinsam mit ihren Eltern in einem Haus. Die Mutter muss nach Amerika, um dort etwas Bestimmtes zu arbeiten. Dann leben die Kinder gemeinsam mit ihrem Vater in Deutschland zuhause. Doch dann hat die Mutter einen Autounfall in Amerika. Der Vater muss anschließend auch nach Amerika, um nach ihr zu schauen. Er weiß nicht, wo er seine Kinder lassen soll. Nur eines fällt ihm ein: die Oma der Kinder.

Eine der drei Kinder kennt die Oma → sie ist sehr komisch. Als die Kinder bei der Oma ankommen, sind sie enttäuscht, weil sie eben so komisch ist. Doch sie wissen nicht, dass das die besten Ferien aller Zeiten sein werden …

Maryam, 12 Jahre

Pinella Propella

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Anika, 10 Jahre

Die drei ??? und die Zeitreisende

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MAGIC ACADEMY – DAS ERSTE JAHR

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von Rachel E. Carter

Inhalt:

Ryiah möchte gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder unbedingt auf die Akademie. Sie kommen aus einfachen Verhältnissen und möchten beide Magier werden. Leider werden von 122 Bewerbern nur 15 aufgenommen,  da nicht alle magische Kräfte haben und nur die, bei denen die Gabe am stärksten ist, können am Ende Lehrlinge werden.

Sie hat nicht so gute Chancen, da sie bis jetzt weder körperlich noch schulisch eine gute Ausbildung genossen hat. Zwei Drittel der Bewerber sind adelig und ihr weit überlegen. Außerdem scheinen Prinz Darren und Priscilla sie auf dem Kicker zu haben. Glücklicherweise halten wenigstens ihr Bruder und ihre neue Freundin Ella zu ihr. Wird sie es schaffen, das Probejahr durchzuhalten, und wird sie nach der Abschlussprüfung angenommen?

Meine Meinung:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr spannend und es gab einige unerwartete Wendungen. Man hatte einen Lesefluss und ich habe es nicht zur Seite gelegt, bis ich fertig war. Ich bin auch sehr froh, dass der zweite und dritte Band schon bald erscheinen. Ich hoffe die folgenden Teile werden mir genauso gut gefallen.

Fazit:

Ich würde 5/5 Sternen geben, weil ich eigentlich nichts finden kann, das mir nicht gefällt. Ich würde es allen empfehlen, die gerne magische Geschichten mögen (irgendwie logisch). Allerdings würde ich sagen, dass es an manchen Stellen für Kinder unter 11 Jahren eventuell zu grauslich sein könnte.

Isabel, 13