All posts in ab 14 Jahren

Der Prinz der Elfen

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Der Fantasyroman ‚Der Prinz der Elfen‘ stammt aus der Feder der Bestseller-Autorin von ‚Die Spiderwick-Geheimnisse‘ Holly Black. Der Originaltitel lautete eigentlich ‚The Darkest Part of the Forest‘. Das Buch hat 416 Seiten in der gebundenen Ausgabe und erschien am 3. April 2017 beim Verlag cbt.

Die Protagonisten sind die Geschwister Hazel und Benjamin Evans, die in dem Ort Fairfold leben, der an einen Wald angrenzt, in dem es vor magischen Wesen nur so wimmelt. Der Herr über alle Elfen, Trolle, Phookas, Wasserhexen und viele andere ist der Erlkönig, der seinen Untertanen erlaubt, Scherze mit Menschen zu treiben.

In seinem Wald steht ein Glassarg, in dem ein Junge mit Hörnern schläft, ein Junge so schön, dass er nur ein Prinz sein kann. Seit ihrer wilden Kindheit, die Ben und Hazel mehr im Wald als Zuhause verbracht haben, träumen sie davon, dass er aufwacht und wie in Bens Geschichten mit ihnen gemeinsam Fairfold rettet, schließlich hat Hazel schon als Elfjährige Jagd auf Elfen gemacht, die Sterblichen etwas zuleide getan hatten.

Als der Sarg jedoch eines Tages zerstört aufgefunden wird und Hazels Schwert, das sie einst gefunden hat, verschwindet, bricht alle Gewohnheit auseinander. Angriffe auf Menschen werden immer aggressiver und Hazel bekommt rätselhafte Botschaften, die sie immer wieder an einen Handel erinnern, den sie mit dem Erlkönig abgeschlossen hat, einen Handel, der viel grausamer und schwerwiegender ist, als es sich die kleine Hazel damals vorstellen konnte.

Bei dem Roman denkt man auf den ersten Seiten, man hätte einen schrecklichen Fehlgriff begangen. Die Vorstellung der verschiedenen Personen folgt einem zähen Schema der Aufzählung und bestätigt, was das etwas amateurhafte, sehr zusammengestückelte Cover (in meiner Ausgabe) ankündigt. Im Allgemeinen ist der Schreibstil gegen Anfang hin sehr undurchsichtig und verwirrend.

Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen, denn umso weiter man liest, desto mehr Puzzleteilchen fügen sich zu einem Ganzen zusammen, das man nie erwartet hätte. Altbekannte Motive und Typen werden neu zusammengewürfelt und ergeben eine unglaubliche gelungene Geschichte voller Überraschungen. Aber nicht nur die Intelligenz der Autorin wird zur Schau gestellt, auch der Leser muss sein Köpfchen zeitweise etwas anstrengen, um dem Handlungsverlauf folgen zu können, was sich im Zusammenhang mit der Geschichte allerdings sehr positiv auswirkt.

Die Personen waren mir nicht gleich ganz geheuer, aber mittlerweile weiß ich sie alle zu schätzen. Besonders Hazel ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die hinter all ihrer Härte und ihrem Mut so menschlich und verletzlich sein kann, ebenso wie Jack, der Elf, der unter Menschen lebt und nirgends so richtig dazugehört.

Am Ende des Buches fragt man sich plötzlich, was auf den vielen Seiten stand, denn es werden wenige Zeichen auf ellenlangen Beschreibungen oder langatmigen Gefühlsduseleien verschwendet. Dadurch gewinnt der Roman etwas von dem Charakter eines Abenteuerbuches.

Leider gibt es auch nach Beendigung der Lesephase noch einige Stellen – auch nur einzelne Sätze – deren Bedeutung sich bis zum Schluss nicht aufklärt. Geheimnisse, die absichtlich Geheimnisse bleiben, sind Teil eines jeden Buches, allerdings glaube ich, dass es sich bei ebendiesen Stellen um schlichtweg unglückliche Formulierungen handelt. Vielleicht habe ich aber auch nur nicht scharf genug nachgedacht.

Der zweite Kritikpunkt sind die Altersangaben. Vieles des gesamten Romans sind Rückblenden, was ich an sich gut finde, allerdings ist es sehr unrealistisch, von einem elfjährigen Mädchen zu sprechen, das mit dem Schwert Ungeheuer jagt und die Körperkraft aufweist, diese zu töten.

Die Altersbeschränkung liegt bei vierzehn Jahren und ich denke, das passt genau so. Zu empfehlen ist es für Leute, die Fantasy oder Abenteuer lieben und sich gerne in eine starke, zielstrebige und mutige Frau hineinversetzen.

~ Karin, 15

Das tote Mädchen

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Autor: Steven James

Seitenzahl: 378 Seiten

Schreibweise: einfach, kann man schnell lesen

Inhalt: Der 16-jährige Daniel glaubt weder an Geister noch an Verschwörungen… Doch als Emily, eine Schülerin 2 Jahrgänge unter ihm, ertrinkt, obwohl sie eine gute Schwimmerin war, hat er sofort den Verdacht, dass sie ermordet wurde. Während ihrer Beerdigung richtet sie sich in ihrem Sarg plötzlich auf, hält ihn fest und befiehlt ihm, er solle nach ihrem Mörder suchen.

Daniels Leben wendet sich unerwartet.

Er zweifelt sogar, ob nicht er der Mörder gewesen ist…

Cover: Das Cover beschreibt quasi den Tod des Mädchens – die Blumen passen, meiner Meinung nach, nicht sehr gut.

Meinung: Mir hat das Buch super gefallen und kann es Leuten empfehlen, die gerne mysteriöse Romane lesen.

Sara, 14 Jahre

Die Prinzen

Die Prinzen von CS Pacat

Autorin:

C. S. Pacat

Erscheinungsdatum:

März 2017

Handlung:

Der Kriegerprinz Damen ist der rechtmäßige Erbe von Akielos, einem von mehreren Königreichen. Dieses ist stark mit dem Nachbarland Vere verfeindet. Als sein Halbbruder Kastor die Herrschaft an sich reißt, wird er in die Sklaverei verkauft. Dort soll er ausgerechnet das Geschenk eines ganz bestimmten Prinzen werden: dem Prinzen Laurent aus dem Königreich Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, alles, was Damon hasst. Während er Fluchtpläne schmiedet, erfährt er langsam mehr über Laurent. Nun weiß er nicht was er tun soll. Fliehen oder bei Laurent bleiben, in den er sich langsam zu verlieben beginnt …

Beurteilung:

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Wortwahl gut verständlich. Die Autorin hält die Spannung bis zum Ende und man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der Fantasy und Spannung bis zur letzten Buchseite liebt. Jedoch empfehle ich das Buch Jugendlichen ab 15 Jahren, da die Geschichte komplex ist und es neben der Romanze auch über politische Ränkespiele, Gewalt und Verrat, sowie eine homosexuelle Liebesgeschichte geht.

Lisa, 17

Camp 21

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In dem Buch „Camp 21“ von Rainer Wekwerth geht es um Mike und Kayla. Die beiden kommen durch Straftaten in das Erziehungscamp „Black Hill Camp“. Dort gibt es von früh bis spät Sport, Grabarbeiten, Gruppengespräche und elektronische Handfesseln, wodurch sich die zwei nicht weit voneinander entfernen können.

Am Anfang verstehen sich die beiden nicht wirklich, da Mike nur an seinen Bruder Ricky denkt, der woanders hingebracht worden ist. Um ihn zu finden, versucht er alles. Schließlich fängt er sogar eine Prügelei an, um in ein anderes Camp, namens „Camp 21“, verlegt zu werden, wo Ricky angeblich ist. Doch blöderweise wird Kayla in die Sache verwickelt und muss auch mit. Das macht die Lage zwischen den beiden nicht besser, aber dann ändert sich plötzlich etwas und die zwei müssen zusammenhalten.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Allerdings fand ich den Anfang bisschen komisch, da sie wegen Zu-schnell-Fahren oder Sturheit in das Erziehungscamp mussten. Aber ansonsten war das Buch durchgehend spannend und man wollte unbedingt wissen, was hinter dem Ganzen steckt. Ich kann es jedem empfehlen der gerne Abenteuerbücher liest.

Nina, 16

Neonazi

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Autor: Timo F.* (*Name geändert)

Seitenanzahl: 210

Inhalt: ,,Neonazi‘‘ ist eine Autobiografie eines, am Ende des Buches, 17-jährigen Jungen der wegen schlechter Familienverhältnisse, mangelnder Aufmerksamkeit seiner Mutter und falscher Kontakte immer tiefer in die nationalsozialistische Szene hineinrutscht. In dem Buch erzählt er von dem Beginn und dem Austritt aus der Rechten Szene zwischen seinem 14.  und 17. Lebensjahr.

Meine Meinung: Da ich bisher noch nie eine Autobiografie gelesen habe und auch kein Buch aus der Sicht eines (ehemaligen) Nationalsozialisten, fand ich die Geschichte von Timo F.* sehr interessant, da er vor allem am Beginn der ‚,Karriere‘‘ in meinem Alter war.

Schreibstil: Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Nicht zu kompliziert, aber auch nicht langweilig einfach. Man konnte der Geschichte klar folgen, da alles genau erklärt und erzählt wurde.

Cover: Das Cover ist im Hintergrund rot und im Vordergrund sieht man den Hinterkopf und Rücken eines Jungens mit kurzgeschorenen Haaren.

Empfehlung: Das Buch ist meiner Meinung nach für Jugendliche ab 14 geeignet.

Nina, 14

Echt mieser Zufall

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oder

Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging

In dem Buch „Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging“ von Kathy Parks geht es um Denver und Abigail.

Die zwei waren beste Freundinnen, bis ein schlimmes Ereignis sie auseinander brachte. Während Abigail immer beliebter wurde, zog sich Denver sozial zurück. Die zwei wechselten rund ein Jahr lang kein Wort, aber als Croix, ein Junge, den Denver toll findet, sie auf eine Party einlädt, gibt sie sich einen Ruck und geht hin. Die Party verläuft aber anders als geplant, denn ein Erdbeben löst eine riesige Flutwelle aus, die alles flutet. Denver schafft es gerade noch, sich auf das Dach zu retten, gemeinsam mit vier anderen: Abigail, Sienna und Hayley, zwei Schulzicken, und Trevor, einem Drummer. Am Anfang sind die sozialen Schichten noch deutlich merkbar, aber mit der Zeit verstehen sie sich immer besser. Allerdings geht es ihnen auch immer schlechter und manche von ihnen verlieren die Hoffnung.

Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft, von Anfang an Spannung aufzubauen. Gleich am Anfang wird erwähnt, dass Abigail und Denver Ex-Beste Freundinnen sind, und man möchte wissen wieso. Dieses Geheimnis wird allerdings erst ziemlich spät gelüftet. Während die fünf am Dach sind, erinnert sich Denver immer wieder an ihre Freundschaft mit Abigail und daran wie es schiefgegangen ist.

Ich würde das Buch Mädchen ab 14 Jahren empfehlen, die gerne Geschichten über Beste Freundschaften und Abenteuer lesen.

Nina, 16

Eine Woche für die Ewigkeit

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Autoren: Nina Lacour und David Levithan

Verlag: Carlsen

Seitenanzahl: 288

Inhalt:

In dem Buch “Eine Woche für die Ewigkeit” geht es um Mark und Kate, die sich zufällig in einem Club während der Pride Week kennen lernen.

Sie beide haben Probleme mit der Liebe und damit, ihre Gefühle einzuordnen: Mark schwärmt schon lange für seinen besten Freund Ryan, traut sich aber nicht, ihm das zu gestehen, und Kate ist gerade vor dem Treffen mit einem Mädchen weggelaufen, dem sie schon seit Monaten entgegenfiebert.

Sie verstehen sich sofort und beschließen, zusammen dem Chaos der Liebe, Freundschaft, Enttäuschung und Zukunft in die Augen zu sehen, indem sie dem anderen zur Seite stehen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Marks und Kates Sicht erzählt und spielt innerhalb einer sehr turbulenten Woche.

Meine Meinung:

Die Handlung ist einmal etwas Neues und eine nicht allzu klischeehafte Liebesgeschichte, die sehr  leicht zu lesen und auch sehr unterhaltsam ist.

Das Cover passt wirklich unglaublich gut dazu.

Allerdings konnte ich einige Reaktionen der Charaktere nicht nachvollziehen und manche Stellen fand ich zuweilen sehr verwirrend.

Ich würde das Buch Jugendlichen empfehlen, die gerne mehr oder wenig dramatische Liebesgeschichten lesen.

Eine wirklich gelungene Geschichte über Freundschaft, Liebe und der Frage, was man mit der Zukunft machen soll, die mich sehr überrascht hat.

Ines, 14

Diabolic – Vom Zorn geküsst

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Dieses Buch von S. J. Kincaid erschien 2016 in amerikanischer Sprache und wurde im darauf folgenden Jahr ins Deutsche übersetzt. Die gebundene Variante hat 481 Seiten.

„Jedes Teilchen unseres Körpers ist in einem Stern entstanden.“ S. 44

Kincaid beschreibt eine Welt, die in weiter Zukunft liegt, Wissenschaft wurde zur Ketzerei am lebendigen Kosmos erklärt, dem Glauben der neuen Menschheit.

Die Menschen leben im ganzen Universum verstreut, doch das Zentrum der Macht, des Imperiums, ist der Kaiserhof, das Chrysanthemum. Die Gesellschaft ist gespalten in Adelige, die allesamt im All in Raumschiffen – oder Festungen – leben, Überschüssige, die ihr Dasein unter schlechten Bedingungen auf Planeten fristen, und künstlich erschaffene Wesen, die nur für bestimmte Zwecke gebraucht werden.

Ein Beispiel dafür sind die Diabolics, einzige Kampfmaschinen, schneller, stärker, tödlicher als es je ein Mensch sein könnte. In ihrem ganzen Leben können sie nur einen einzigen Menschen lieben, ihren Besitzer, auf den sie durch eine Frontallapenvergrößerung geprägt werden.

In genau diesem Verhältnis steht Nemesis zu Sidonia von Imyprean, der Tochter von Senator Impyrean. Als der Kaiser eine große Ausrottung der Diabolics befielt, weigert sich Sidonia, ihre Freundin zu opfern und ihr Weiterleben wird durch den Tod eines anderen Kunstwesens kaschiert. Da sich der Senator außerdem entgegen aller Mahnungen seiner Frau gerne und mehr oder minder offen für Wissenschaften interessiert, zieht er den Unwillen des Kaisers auf sich. Dieser beordert daraufhin Sidonia an den Kaiserhof, um ihren Vater in den Griff zu kriegen. Aus Angst um ihre Tochter wird aber nicht sie, sondern Nemesis als Donia verkleidet dorthin geschickt.

Nemesis, die kaltblütige Diabolic, sieht sich nunmehr gezwungen, den seltsamen Vergnügungen und Gewohnheiten der Adeligen nachzugehen. Durch die Vorlieben ihres „Vaters“ bringt man ihr von Anfang an besondere Aufmerksamkeit entgegen und durch unbeabsichtigt aufrührerisches Verhalten teilt sie die anderen Erben der Senatoren in zwei Lager.

Schließlich trifft der Kaiser eine gefährliche Entscheidung, die Nemesis dazu bringt, alles zu vergessen und in einem verzweifelten Rachefeldzug, den Kaiser umzubringen beschließt. Durch eine seiner Diabolics wird sie aber aufgehalten und beinahe getötet. Ihre Rettung in letzter Minute hat sie nur einem zu verdanken: Tyrus, dem verrückten Thronfolger, der ihr daraufhin sein größtes Geheimnis anvertraut . . .

Dieser Roman ist eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe, das muss ich zuallererst klarstellen. Jedes einzelne Wort darin ist von Spannung erfüllt, keine Sekunde wird die Handlung auch nur ansatzweise langweilig. Der Ausgang ist bis zu den letzten Seiten ungewiss, denn Nemesis‘ Situation springt von einem Moment auf den anderen ins komplette Gegenteil um und verwandelt mühsam errungenen Triumph in erschreckende Hoffnungslosigkeit. Das überfordert den Leser aber keineswegs, es klingt auch nicht erzwungen oder unrealistisch. Jede einzelne Intrige, jedes Komplott ist so komplex, durchdacht und logisch, dass es den Leser nur mitreißen kann. Es ist eine ausgeklügelte Welt, in der auf ganz natürlichem Wege hundert Dinge gleichzeitig geschehen, und eben das verursacht die unglaubliche Spannung.

Da die Autorin zunächst eigentlich Astronautin werden wollte, ist es ihr möglich, leicht wissenschaftliche Bemerkungen am Rande einfließen zu lassen, die der in der Zukunft spielenden Geschichte noch einen Touch Glaubwürdigkeit verleihen. Trotz seiner Länge las ich das Buch in wenigen Tagen zu Ende, denn selbst um Mitternacht kreisten meine Gedanken nur um Nemesis und ihr Schicksal.

Der Klappentext klingt vielleicht nach einer schlechten Liebesgeschichte, doch davon ist das Buch meilenweit entfernt. Nemesis macht eine einzigartige Entwicklung durch, denn obwohl sie körperlich allen überlegen ist, zweifelt sie stark an sich und den Fähigkeiten, die ihr gegeben wurden. Sie ist fest überzeugt, sie sei weniger als ein Mensch, doch im Chrysanthemum lernt sie, wie falsch sie liegt. Sie lernt, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden, und zu lieben. Es ist ein herzzerreißender Prozess, der mich mehr als einmal zu Tränen rührte.

„Vielleicht konnte nur ein Skorpion einem Skorpion das Leben retten.“ S. 481

~ Karin, 15

Love letters to the dead

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Autorin: Ava Dellaira

Seitenanzahl: 413

Erscheinungsdatum: 23.2.2015

Inhalt:

In „Love letters to the dead“ geht es um die junge fünfzehnjährige Laurel und ihre Geschichte. Sie soll in ihrem Englischunterricht einen Brief an eine berühmte verstorbene Persönlichkeit schreiben, doch aus einem einzigen, werden unzählige mehr. In diesen Briefen an Prominente wie Amy Winehouse, Kurt Cobain oder Janis Joplin, erzählt sie von ihrem tagtäglichen Leben wie ihrer ersten großen Liebe Sky, ihren neuen Freundinnen und ihrem High School-Leben.

Aber sie verarbeitet durch diese Briefe auch den Tod ihrer älteren Schwester May ,die immer schon mit ihrem Charme und Schönheit alles richtig zu machen schien. Laurel verliert sich immer weiter in ihren Erinnerungen an May und will immer mehr wie sie werden. Sie wollte immer schon genauso schön, stark und interessant sein. Immer schon wollte sie wie May Flügel haben, die sie in eine ganz andere Welt zu bringen schienen. Eine Welt, die Laurel immer schon verschlossen blieb. Der einzige Spalt, den May ihr geöffnet hatte, wurde zu ihrem Geheimnis, das sie schon seit Jahren bei sich trug und welches auch der Grund für Mays Tod war.

Ihren letzten Brief widmet sie May und kann dadurch mit der Vergangenheit abschließen und ihren Weg zurück in die Gegenwart finden.

Meine Meinung:

Ich fand sowohl das Buch, als auch den Schreibstil sehr interessant und fesselnd. Es hat mich fasziniert , wie Laurel ihre Probleme, Sorgen und genau genommen ihr ganzes bisheriges (nicht gerade außerordentlich gemütliches) Leben mit diesen Briefen verarbeitet hat. Besonders toll ist es, wenn man ein paar der Berühmtheiten selber kennt und mag. Es ist ein sehr tiefgründiger und emotionaler Roman, bei dem man möglicherweise auch ein paar Tränen vergießen könnte. Das einzige, was man daran auszusetzen könnte,  ist der große Cliffhanger am Ende.

Das Buch dreht sich sehr stark um das Thema Selbstfindung, also würde ich es Jugendlichen ab 14 Jahren empfehlen.

Umus (12)

EIN MEER AUS TINTE UND GOLD

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Das Buch “EIN MEER AUS TINTE UND GOLD” von Traci Chee ist am 25.11.2016 bei Carlsen erschienen, 475 Seiten lang, der erste Teil der Buchreihe und bekommt von mir >10/10<< Punkten.

STORY (10/10)

Sefia ist ein Waisenmädchen und schon seit langer Zeit nur mit ihrer Tante Nin unterwegs. Das ging bis jetzt auch ganz gut so, doch eines Tages wird Nin von einer “Frau in Schwarz” entführt. Sefia merkt, dass diese Frau es auf den mysteriösen viereckigen Gegenstand in ihrem Rucksack abgesehen hat. Sefia trägt ihn schon immer mit sich, ohne zu wissen, was es ist. Nun beginnt Sefia sich jedoch für diesen Gegenstand zu interessieren und gerät in eine Welt hinein, von der sie noch keinen blassen Schimmer hatte….

Die Story ist sehr ausgeklügelt und mitreißend, vertieft sich immer mehr in die Charaktere und beinhaltet so einige Überraschungen. Alles in allem sehr gut gelungen!

CHARAKTERE (10/10)

SEFIA ist ein 16 Jahre altes Mädchen und ihre Eltern sind schon seit langer Zeit tot. Sie ist selbstbewusst und geschickt, und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.

ARCHER ist ein 18 Jahre alter Junge, der das Sprechen verlernt hat und sich mit Sefia anfreundet. Aus Spoilergründen kann ich nicht mehr über Archer erzählen.

Die restlichen wichtigen Charaktere kommen in einem zu späten Stadium des Buches genauer vor, weshalb ich nicht auf sie eingehen kann, ohne zu spoilern.

Die Charaktere haben alle einen gut verständlichen und einzigartigen Charakter, man kann sich jedoch auch sehr gut in sie einfühlen, weshalb sie rundum sehr gut gelungen sind.

WELT (10/10)

Die Welt von Kelenna besteht aus mehreren Königreichen, verteilt auf mehrere Inseln. Die Königreiche stehen miteinander im Krieg und bekämpfen sich. In der Welt von Kelenna kann niemand lesen, was sehr schnell ein essenzieller Bestandteil des Buches wird.

Die Welt von Kelenna ist gut durchdacht und beinhaltet keine Fehler. Es fühlt sich alles authentisch an und ist auch nicht zu komplex, so dass man nicht durcheinander kommt.

Alles in allem eine typische, gut gelungene Fantasywelt.

COVER&TITEL (10/10)

Der Titel ist reißerisch aber verrät auch nichts über die Handlung des Buches, beschreibt diese aber sehr gut. Das Cover sieht gut gemacht aus und passt perfekt zum Buch. Definitiv ein Buch, das im Schrank etwas hermacht.

SCHREIBWEISE (10/10)

Traci Chee schreibt ihr Buch mit einfachen sprachlichen Mitteln, schafft es aber, nicht langweilig zu werden. Der Schreibstil ist nicht zu kindlich, um Erwachsene abzuschrecken, aber auch nicht so komplex, um Verwirrung anzurichten.

Alles in allem sehr gut geschrieben.

DAS BUCH ist ein unglaublich gut gelungenes erstes Buch der Reihe und macht Lust mehr zu lesen. Meiner Meinung nach eines der Vorzeigebeispiele der Fantasyliteratur. Definitiv eine Kaufempfehlung!

Sebstian [14]

Evolution – Die Stadt der Überlebenden

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Lucie und Jem reisen in die USA, als ihr Flugzeug plötzlich am Denver Airport notlanden muss.

Die Welt, wie sie früher war, existiert nicht mehr. Die Menschen scheinen ausgestorben, doch Flora und Fauna entwickelten sich weiter. Gebäude wirken marode und alte Pflanzen wachsen weiterhin.

Schnell wird klar, dass sich Lucie und Jem nicht mehr im selben Jahr befinden. Auf der Suche nach Antworten, zusammen mit den anderen Passagieren, welche alle überlebt haben, wird klar, das auch die Tiere verändert sind, sie sind viel gefährlicher als vorher.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es mich in seinen Bann zog und ich das Buch nach kurzer Zeit durchgelesen hatte. Das Cover gefällt mir sehr gut und zeigt auch, wie die Welt nun aussieht.

Am Anfang hatte man einige Fragen, doch nach und nach wurden diese gelöst. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, weshalb ich umso mehr wissen will, wie es weitergeht.

Die Hauptcharaktere Lucie und Jem waren beide sehr interessant und ich mochte beide sehr schnell.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, welcher lieber Geschichten mag, die nicht realitätstreu sind.

Alex 14

Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde

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Autorin:

Susanna Mewe

Erscheinungsdatum:

13.01.2017

Handlung:

Die Hauptperson Clara Dorn ist eine selbstbewusste, jedoch egoistische alte Dame, die nicht einsieht, dass sie alt ist. Sie lebt ihr glückliches, Ich-bezogenes Leben, bis plötzlich ihre einzige Freundin Marie stirbt. Dieser Schicksalsschlag regt sie zum Denken an. Was wenn niemand auf ihr Begräbnis kommt, wenn sie nun doch einmal stirbt?

Sie fasst einen Entschluss, der dies ziemlich sicher verhindern soll: Sie wird heilig. Doch dafür braucht es einen Plan und sie will sich nicht mit halben Sachen zufriedengeben. Der erste Schritt ist, dass sie sich wieder mit ihrer Tochter versöhnen und bei dieser einziehen will. Außerdem tritt sie dem „Club der heiligen Herzen“ bei. Alles wäre so einfach, wenn nur nicht ihre Erzrivalin Hilde Kühn wäre …

Beurteilung:

Am Anfang war es etwas schwer sich in Clara hineinzuversetzen, doch im Laufe der Geschichte gelingt es doch. Der Schreibstil des Buches ist ansprechend und leicht zu verstehen. Am besten gefällt mir Claras sarkastischer Charakter, mit dem sie in ihren Gedanken, über die verschiedensten Menschen herzieht.

JOYRIDE

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Autorin: Anna Banks
Hauptpersonen: Carly, Arden(Julio, Cletus)

In dem Buch ‘Joyride’ geht es um ein Latino-Mädchen, welches mit ihren Bruder viel Geld auftreiben muss, um ihre Eltern, die vor Jahren abgeschoben wurden, zurück nach Amerika zu holen.
Durch einen Raubüberfall lernt sie einen Jungen kennen, in den sie zuerst nicht sehr viel Vertrauen hat, sich aber dann doch in ihn verliebt.
Sie erleben sehr viele Sachen, die den Plan der Hautprotagonistin und ihres Bruders fast gefährden, doch es geht gut aus.

Die erste Hälfte des Buches hatte nicht sehr viele spannende Stellen, aber langweilig war‘s auch nicht, doch erst nach der Hälfte wurde man in den Bann des Buches gezogen und wollte einfach unbedingt das Ende wissen.

Das Cover passt auch relativ gut zum Buch und besonders zum Buchtitel.

Ich würde dem Buch 3/5 Sternen geben, da es seine Zeit braucht, bis man sich sehr dafür interessiert. Empfehlen würde ich es für 13/14-Jährige die sich für Romane interessieren.

Elena/13

IN EINER SOMMERNACHT WIE DIESER

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In dem Buch „In einer Sommernacht wie dieser“ von Tanja Heitmann geht es um die Geschichte von Leo und Alexei.

Anders als das Cover und der Klappentext glauben lassen, ist dieses Buch keine typische, kitschige Liebesgeschichte. Im Vorfeld geht es um mysteriöse Morde und deren Aufklärung. Allerdings ist es auch nicht „nur“ ein Krimi. Ein bisschen Romantik ist schon auch dabei.

Die Haupt-Charaktere sind Leo und Alexei. Ihr erstes Treffen verläuft mehr als holprig. Leo steigt gerade aus dem Taxi, als ein Mann von dem Gerüst rund um die neu gekaufte Villa ihres Vaters fällt. Der Bauleiter, Horst Bender, weigert sich, einen Krankenwagen zu rufen, woraufhin Leo mit ihm zu diskutieren beginnt. Alexei kommt dazu und unterstützt sie. Bevor es eskaliert hält Leo ihn aber zurück.

Schließlich stößt auch noch Joshi, der beste Freund von Alexei, dazu und die zwei verstehen sich bestens. Alexei ist währenddessen sehr ruhig und probiert, nichts Persönliches von sich preiszugeben, da er es nicht richtig findet, sich mit der Tochter seines Arbeitgebers zu befreunden. Joshi und Alexei arbeiten nämlich beide für ihn, allerdings Joshi auf der Baustelle und Alexei im Garten bei Viktor Kranz, dem Gärtner.

Trotz dessen versucht Leo von da an, Alexei besser kennenzulernen. Es gelingt ihr auch und alles scheint gut, bis Alexei ihr von seiner Vergangenheit erzählt. Dann wird Horst Bender ermordet vorgefunden und alles deutet auf ihn, da er keine Erinnerung an diesen Tag hat. Kann Leo ihm noch trauen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Am Anfang dachte ich, wie bereits oben erwähnt, dass es nur eine Liebesgeschichte ist und war nicht so begeistert, aber nach den ersten Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr gut und es wird abwechselnd aus der Perspektive von Leo und Alexei erzählt. Zwischendurch gibt es auch hin und wieder kurze Kapitel von Alexei aus seiner Vergangenheit oder von seinen Blackouts.

Ich persönlich würde das Buch Mädchen ab 14 Jahren empfehlen, da es Stellen gibt, bei denen ziemlich schreckliche Sachen geschehen. Mit seinen 365 Seiten ist es genau richtig für Bücherwürmer.

Nina, 16 Jahre

Wir beide in Schwarz-Weiß

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Roman

Autorin: Kira Gembri

Seiten: 313

Hauptpersonen:         Kristina (Kris) & Alex

Handlung: Alles beginnt wie eine typische Liebesgeschichte… Alex arbeitet in einem Hipster-Café und trifft dort die hübsche, etwas seltsame Kunststudentin Kris. Zuerst kriegen sich die beiden ziemlich in die Haare, doch nach und nach entwickelt sich eine wunderbare Liebesgeschichte… doch ich möchte nicht zu viel verraten.Trotz klischeehafter Handlung erschuf die Autorin eine berührende und vor allem humorvolle Geschichte voll mit Love, Sex & Drugs.

Meine Meinung:         “Wir beide in Schwarz-Weiß” ist ein ganz besonderes Buch. Einer der beiden Protagonisten ist ein Borderliner (eine Persönlichkeitsstörung) und trotz einiger Komplikationen funktioniert die Beziehung schlussendlich. Kris und Alex sind mir persönlich sehr sympathisch und vor allem in Kris erkenne ich mich selbst an manchen Stellen wieder. Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort einiges über die Borderline-Persönlichkeitsstörung und auch, dass sie bewusst ein Happy End geschrieben hat, obwohl es im echten Leben leider meistens anders aussieht.

Kira Gembri kommt aus Wien, wo auch die Handlung spielt, was das Buch für mich sogar noch ein bisschen besser macht. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr sehr gut und ist leicht und angenehm zu lesen. Außerdem ist die Autorin noch sehr jung und schreibt in jugendlicher Sprache, ab und zu konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen – der Roman ist wirklich humorvoll geschrieben.

Empfehlung:

Da Kira Gembris Roman einiges an Drogen und Liebesszenarien enthält, empfehle ich das Buch eher älteren Lesern/Leserinnen. Ab 14 Jahren ist es sicher gut zu Lesen und dann versteht man auch die Witze und Andeutungen schon. :)

Es kommt doch sehr viel kitschiges Liebeszeugs vor, deshalb würde ich „Wir beide in  Schwarz-Weiß“ eher Mädchen als Jungs empfehlen, aber das ist meine persönliche Meinung. Auf jeden Fall zahlt es sich aus, das Buch zu lesen.

Kathi, 16 Jahre

Aurora

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„Aurora“ ist ein Science-Ficition-Roman von Kim Stanley Robinson, der für seine Mars-Trilogie ausgezeichnet wurde.

Die Handlung beginnt im Jahre 2545, als ein gewaltiges Raumschiff mit Hilfe eines Laserstrahls ins All hinaus beschleunigt wird. Hundertsechzig Jahre lang läuft alles nach Plan, und obwohl das Schiff die Anreise nur aufgrund seiner genialen Ingenieurin Devi durchhält, beginnen die ernsten Probleme, die die gesamte Mission zum Scheitern bringen können, erst, als man das 11,9 Lichtjahre entfernte Sternensystem Tau-Ceti bereits erreicht hat.

Auf dem erdähnlichen Mond von Planet E wollen die Pioniere ein langjähriges Terraforming durchführen, um ihn bewohnbar zu machen. Doch dann infizieren sich alle Gelandeten mit einer unbekannten Lebensform, die starkes Fieber auslöst und schlussendlich zum Tod führt. Um zu verhindern, dass diese Menschen zurück aufs Schiff gelangen, werden sie von einer Gruppe Radikaler ins Vakuum des Weltraums hinausgestoßen.

Bei einer öffentlichen Abstimmung, was nun unternommen werden soll – zur Auswahl stehen das Verbleiben im Tau-Ceti-System und der Versuch, den Mond von Planet F zu terraformen; der Rückflug zur Erde; und die Weiterreise zu einem anderen Sternensystem – gibt es eine knappe Mehrheit für die zweite Möglichkeit. Daraufhin werden Freya, die Tochter der Chefingenieurin Devi, Badim, Freyas Vater, und einige andere Mitglieder des ehemaligen Rates, die sich für eine Rückkehr zur Erde eingesetzt haben, entführt.

Es entbrennt ein brutaler Kampf zunächst zwischen denen, die den zuvor begangenen Massenmord beschlossen sowie durchgeführt haben, und denen, die ihn verpönen, zwischen denen, die bleiben wollen und denen, die zurückkehren wollen, doch irgendwann versucht man einfach nur mehr das eigene Leben zu bewahren. Zu allem Überfluss bricht auf dem Schiff auch noch Feuer aus, das höchst gefährlich für den Fortbestand des Schiffes ist.

Und in diesem Moment größter Not und Gefahr übernimmt die künstliche Intelligenz des Schiffes, die nur durch Devis hervorragende Arbeit so komplex und entscheidungsfähig ist, die Kontrolle über alles, was auf dem Schiff geschieht.

Das Buch ist in sieben Teile gegliedert und besitzt im Ganzen 553 Seiten. Geschrieben wird im ersten und letzten Teil aus der Sicht von Freya, in den fünf dazwischen gelegenen von der künstlichen Intelligenz des Schiffes, der Devi den Auftrag gibt, einen erzählenden Bericht über die Reise zu verfassen. Der Schreibstil ist sehr sachlich und dadurch glaubwürdig zukunftsträchtig, allerdings finden sich vor allem, wenn aus Sicht des Schiffes erzählt wird, so viele Fachbegriffe, dass mitunter der rote Faden zwar verständlich, aber nicht sehr packend ist, fast so als lese man in einer anderen Sprache. Möglicherweise sind die Begriffe gar nicht so ungebräuchlich, wie es mir erscheint, doch dann wäre es angebracht, die Altersbeschränkung hinaufzusetzen, da mir beispielweise nicht klar ist, was ein ‚statistischer Syllogismus‘, eine ‚Bayes’sche Schlussfolgerung‘, ‚Konnotationswolken‘ oder ähnliches darstellen sollen.

Außerdem regen mich seitenlange Beschreibungen des Tag- und Nachtzyklus auf Aurora nicht unbedingt zum Weiterlesen an.

Dennoch gab es inmitten des Buches wiederum ein oder zwei Stellen, die mich durchaus fesseln konnten, denn die Idee und der Inhalt sind doch recht Fantasie anregend. Besonders gefallen hat mir, dass das Schiff, welches zu Anfang noch sehr steif und wissenschaftlich erzählt hat, sich während der jahrhundertelangen Reise durchs All aber fürsorglich und beinahe liebevoll um die Menschen in seinem Inneren kümmert. Den Lernprozess, der dadurch initiiert wird, beschreibt der Autor wunderbar, denn auch wenn der Inhalt mitunter nicht sehr fesselnd ist, merkt man Teil für Teil, Jahr für Jahr, wie die Art zu Erzählen immer menschlicher wird. Das Schiff fängt an, über sich, die Menschen und die Frage, ob es ein Bewusstsein besitze oder nicht, zu philosophieren. Daher muss ich sagen, dass ich das Schiff mit der Zeit fast lieb gewonnen habe.

Zu empfehlen ist das Buch für alle wirklich begeisterten Science-Fiction-Leser (am verständlichsten vermutlich für Erwachsene), die am besten etwas Ahnung von höherer Mathematik und Quantenmechanik haben (*Ironie*). ;)

~ Karin, 15

Dazwischen: ich

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Bei „Dazwischen: Ich“ handelt es sich um das erste Jugendbuch der erfolgreichen Autorin, Simultandolmetscherin und Kolumnistin der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ Julya Rabinowich, welches am 22. August 2016 erschien.

Für Erwachsene ist es beim Schreiben des ersten Jugendbuches wahrscheinlich eine Herausforderung, den richtigen Ton zu treffen. Vielen entfällt mit der Zeit, welche Gefühle und Gedanken sich im Kopf eines Jugendlichen herumtreiben. In diesem Fall erforderte das Schreiben jedoch noch mehr Präzision, da der Roman in Form eines Tagebuches verfasst wurde, was erwachsene und jugendliche Formulierungen noch unterschiedlicher macht. Dazu kann man allerdings nur eines sagen: Julya Rabinowich hat diese Aufgabe genial gemeistert und genau die richtigen Dinge im richtigen Maß angesprochen.

Kurz zum Inhalt:

Ein junges Flüchtlingsmädchen namens Madina wohnt mit ihrem Vater, der Mutter, ihrer Tante und ihrem kleineren Bruder Rami in einer schäbigen Unterkunft für Leute, die auf den Asylbescheid warten. Sie besucht eine deutschsprachige Schule und hat das Glück, dort Laura als Freundin zu haben, die abfällige Kommentare über Madinas Aussehen, das von den vielen unterschiedlichen, gespendeten Kleidungsstücken stark hinuntergezogen wird, mit ihrem frechen Mundwerk sofort erwidert.

Umso mehr sich Madina an die neue Umgebung gewöhnt, desto mehr meint ihr Vater, auf Traditionen ihres Landes bestehen zu müssen, um ihre Kultur nicht zu verlieren. So endet eine harmlose Übernachtung bei ihrer Freundin in einem kompletten Chaos. Madina möchte nichts weiter, als den Krieg endlich vergessen zu können und in der neuen Heimat Fuß zu fassen, doch ihr Vater wehrt sich plötzlich, obgleich er es war, der sie zur Flucht aufgefordert hat, da er, ebenso wie ihre Tante, gesucht wird. Trotz aller Schwierigkeiten scheint das lange Warten endlich vorbei zu sein, bis alles anders kommt und Madinas Vater zurückkehren möchte . . .

Zuerst, muss ich gestehen, war ich verwirrt von den extrem kurzen, simplen Sätzen, doch dann begriff ich: Madina war, als sie dies „geschrieben“ hatte, noch ein Kind. Zudem hatte sie gerade erst Deutsch gelernt, was das Buch noch realistischer erscheinen lässt. Mit zunehmendem Alter und Sprachkenntnissen steigt auch das stilistische Niveau. Diese natürliche Art, sich zu verändern, löste in mir etwas aus: Ich erinnerte mich und lernte, diesen Schreibstil zu lieben. Madinas Geschichte berührte mein Herz, ich erlebte jeden Streit mit ihr, jede Welle der Verzweiflung traf auch mich. Obwohl ich mich nie in Madinas Situation befand, sprach mir dieses Buch in gewissen Aspekten aus der Seele, denn das Verhältnis zwischen jugendlichen Mädchen und Vätern ist scheinbar nie so einfach.

Empfehlen kann man das Buch für alle ab vierzehn Jahren, da es einfach geschrieben ist und doch einzigartige Tiefe enthält. Außerdem besitzt „Dazwischen: Ich“ nur 256 Seiten.

- Karin, 15

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

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Autor: Cecilia Ahern
Genre: Jugendroman
Preis: [D] 18,99€ [A] 19,60€
Seiten: 478
Sprache: flüssig zum Lesen
Cover/Titel: passt sehr gut zum 1. Band

SPOILER-ALARM- 2. Band
Inhalt: Nachdem Celestine zu allen fünf Brandmalen verurteilt wurde und illegalerweise, aus Rache, noch ein sechstes von Richter Crevan erhielt, wird sie verfolgt. Denn es existiert ein Video von Celestine bei der Brandmarkung und dieses würde beweisen, dass Crevan selbst fehlerhaft ist und noch dazu die ganze Gilde in Frage stellen.
Celestine findet Halt und Schutz bei ihrer Familie, die sie unterstützt und ihr heimlich hilft, obwohl sie zu den Fehlerhaften gehört, und auch ihr Freund Carrick gehört dazu.
Mit der Zeit braut sich eine Rebellion zusammen und Celestine ist mitten drinnen und versucht verzweifelt, das wichtige Video zu finden. Wird sie es schaffen?
Kritik:
Pro - Das Buch hat etliche spannende Szenen und keine Durststrecken. Auch die Handlungen sind nachvollziehbar. Interessant fand ich es auch, mehr über Carrick und  Mary May zu erfahren.

Contra- Celestine ist noch immer sehr naiv, obwohl sie schon oft verraten wurde und das finde ich als Leserin etwas nervig. Das Ende war meiner Meinung nach zu abrupt und die Autorin hätte es mehr ausbauen können. Am Ende ist eine kleine Wende, die jedoch sehr vorhersehbar war und mich deswegen nicht überzeugen konnte.
Fazit 4/5 Büchern: Eine tolle Serie zum Lesen mit ein paar Parallelen zu anderen Büchern.
Empfehlung: Ich glaube, dass das Buch auch schon sehr gut ab 12 gelesen werden kann, jedoch würde ich es erst ab 14-16 Jahren empfehlen, weil es doch untergründig zum Nachdenken anregt.

Cassie Ashway, 16 Jahre

DAS DUNKLE HERZ DES WALDES

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Das Buch “DAS DUNKLE HERZ DES WALDES” von Naomi Novik (Autorin der “Die Feuerreiter Seiner Majestät” Buchreihe) ist am 21.11.2016 bei cbj erschienen, 571 Seiten lang und bekommt von mir >9,25/10<< Punkten.

STORY (9/10)

Agnieska ist die Tochter eines Holzfällers und wird von einem Magier (der “Drache”) ausgesucht, um 10 Jahre in seinem Turm zu verbringen. Das hätte keiner vermutet, denn Agnieska ist das hässlichste und tollpatschigste Mädchen in ihrem Dorf. Doch beim “Drachen” angekommen, stellt sie fest, dass es dort anders ist als gedacht…

Die Story ist sehr gut geschrieben und lässt einen das Buch fast verschlingen! Zum Ende hin wirkt die Story leider etwas schnell fertiggestellt, ist etwas unverständlich und offen.

CHARAKTERE (9/10)

!Aus Spoilergründen kann ich die Charaktere nur sehr kurz beschreiben!

AGNIESKA ist die Tochter eines Holzfällers im Dorf und ihr passieren gerne mal Missgeschicke. Als sie zum Drachen geschickt wird, verändert sich ihr Leben und sie wird selbstbewusster.

DER DRACHE ist der Zauberer, der das Dorf beschützt, und ist unter den Bewohnern verhasst. Tatsächlich ist er aber gar nicht so böse, wie alle sagen…

COVER&TITEL (9/10)

Der Titel ist für ein Fantasy-Buch sehr ansprechend, klingt aber echt typisch. Das Cover ist sehr schön und sieht anders aus als die der meisten anderen Fantasy-Bücher.

SCHREIBWEISE (10/10)

Man merkt, dass Naomi Novik sehr gut schreiben kann und das tut sie auch über das gesamte Buch, obwohl sie am Ende etwas nachlässt. Die Geschichte wird gut und flüssig erzählt und es gibt keine Stelle im Buch, an der sie sich zieht und es langweilig wird.

DAS BUCH ist ein sehr gutes Fantasy-Buch und für alle Fantasy-Fans eine Kaufempfehlung!

Sebstian [14]

Maybe Not

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Das Buch “Maybe Not” von Colleen Hoover hat mir sehr gut gefallen !!!! Ich habe es an einem Tag ausgelesen und muss sagen, dass ich beeindruckt bin.

In diesem Buch von Colleen Hoover geht es um einen Jungen Namens Warren der gemeinsam mit zwei Freunden in einer WG wohnt. Er fühlt sich eigentlich sehr wohl in der WG, doch als er plötzlich erfährt, dass ein Mädchen in das freie Zimmer der WG ziehen soll passt ihm das gar nicht. Noch dazu gefällt ihm das Mädchen, doch Brigette ist eiskalt zu ihm und er muss sich nun überlegen wie er es schafft , dass sie etwas mit ihm anfängt, denn er spürt, dass Bridgette auch eine nette Seite hat. Warren, der sich ein Bad mit Bridgette teilt ist drauf und dran sie von sich zu überzeuge, ob das jedoch eine gute Idee ist, weiß er selbst noch nicht genau…..

Ich bin eigentlich durch Zufall auf das Buch gestoßen. Ich habe auch leider erst am Ende bemerkt, dass “Maybe Someday” einen kleinen Zusammenhang mit dem Buch hat. Ich habe mir die ganze Zeit Gedanken gemacht, weil mir alles so bekannt vorgekommen ist und dann habe ich verstanden, dass ich die Charaktere schon kenne …!

Caro 14 Jahre