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Irgendwas von dir

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Gayle Forman

Cody hat ein normales Leben, sie hat eine beste Freundin, mit der sie immer alles teilen kann, doch eines Tages erfährt sie, dass diese Suizid begangen hat. Die Nachricht erschüttert sie und jetzt muss sie auch noch von Megs altem College alle Sachen holen. Doch dort entdeckt sie vieles, was sie über ihre beste Freundin nicht wusste. Dazu findet sie noch eine Datei auf ihrem Laptop, welche sie nicht öffnen kann. Dadurch macht sie sich auf die Suche nach der wahren Meg und lernt Menschen kennen, von denen Cody nie wusste, dass Meg sie kannte. Gleichzeitig muss sie auch noch mit der Liebe und natürlich dem Verlust ihrer besten Freundin kämpfen.

Ich fand das Buch sehr spannend. Man konnte sich in so viele Momente hineinversetzen und es war besonders interessant zu erfahren, wie viel Meg erlebt hat, von dem Cody nie wusste. Besonders das Ende sehe ich als sehr gelungen, da es so ziemlich alles nochmal verändert und die Datei am Ende sehr emotional ist. Manchmal war, aufgrund der Emotionen, es nicht wirklich leicht zu lesen, doch ich fand immer wieder schnell zurück. Ich finde das Buch behandelt das Thema Selbstmord und auch Depressionen sehr gut, da dies oft unter den Tisch gekehrt wird und nicht als richtige Krankheit angesehen wird.

Man muss aber anmerken, dass sich das Buch von einem Roman (Handlung: Trauerbewältigung und Cody freundet sich mit jemandem an, der ihr hilft) immer mehr in einen Krimi verwandelt, da es nach und nach spannender wird, was genau der Auslöser für Megs Selbstmord war und was die ganzen Leute damit zu tun haben.

Natürlich weist das Buch auch Ähnlichkeiten zu “Tote Mädchen lügen nicht” auf, allerdings nur sehr gering. Ich würde im Groben sagen, das Buch kann jeder lesen, jedoch finde ich man sollte emotional für diese schwierigen Themen bereit sein. Ich finde, sollte jemand Depressionen haben, sollte man das Buch eher nicht lesen, da es an einigen Stellen wirklich sehr emotional wird und man sich vielleicht dann zu sehr hineinversetzt. Allerdings denke ich nicht, dass das Buch bei Menschen, die suizidgefährdet sind, ein Auslöser für diese Tat ist.

Im Großen und Ganzen kann man definitiv sagen, dass dieses Buch sehr gut geschrieben und umgesetzt wurde.

Alex, 15

So beschissen schön ist nur das Leben

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Von Shaun David Hutchinson

360 Seiten

Hauptfigur: Andrew („Drew“) aka Ben Fisher, Rusty, Travis, Lexi

Drew hat seine Familie getötet. Seine Mutter, seinen Vater und seine kleine Schwester Cady. Sie sind hier, im Roanoke Krankenhaus, gestorben und seit ihrem Tod lebt er hier. Es ist seine Strafe, seine ganz persönliche Hölle. Jeden Tag, wenn er in seinem baufälligen Zimmer auf dreckiger Wäsche und Stofffetzen liegt, hält der Gedanke an seine Familie ihn wach. Und wenn er nicht wach ist, hat er Albträume.

Jeder im Krankenhaus kennt Drew. Für die meisten ist er einfach der Junge, der in der Cafeteria arbeitet. Niemand weiß, dass er schwarz bezahlt wird. Das Krankenhaus ist sein Zuhause, er kennt jeden Winkel dieses sterilen Labyrinths. Er kommt ungesehen in die Notaufnahme, auf die Intensivstation und in der Pädiatrie hat immer Schwester Merchant Schicht, mit der er gut befreundet ist. Zwei ihrer Patienten sind Drews beste Freunde: Lexi und Trevor.

Beide haben Krebs, Lexi ist bereits auf dem Weg der Besserung, Trevor auf dem Weg in den Tod. Die beiden sind ineinander verliebt, aber sie ist zu sehr auf die Zukunft fixiert, um im Hier und Jetzt zu leben, und er hat zu viel Angst davor, jeden, dem er wichtig ist, durch seinen Tod mit hinunterzuziehen.

Lexi und Trevor sind das einzig Wichtige in Drews Leben – bis ein Junge namens Rusty eingeliefert wird. Er wurde mit Alkohol übergossen und angezündet. Und das, weil er schwul ist. Drew kann sich nicht erklären warum, aber auf eine merkwürdige Art und Weise geht von diesem Jungen eine Anziehungskraft aus, die ihm den Verstand raubt. Als Drew in eine aussichtslose Lage gerät, muss er sich entscheiden: Soll er sein Schicksal annehmen oder ist er bereit, mit Rusty aus dem Krankenhaus zu fliehen und in die Welt außerhalb zurückzukehren?

Das bunte Cover und der Titel lassen ein lustiges, fröhliches Buch vermuten, womit man jedoch falsch liegt. In dem Buch werden unter anderem Krebs, Homosexualität, Religion und Selbstmord thematisiert, und da die gesamte Geschichte in einem Krankenhaus spielt, gibt es nicht viele Lacher. Das Buch würde ich nicht für Jugendliche unter 16 Jahren empfehlen, da die Themen besonders Kinder emotional ziemlich mitnehmen könnten und daher nicht für jüngere Kinder geeignet sind.

Florian, 15

Cloud

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Der Fantasy- /Science-Fiction-Roman „Cloud“ von Claudia Pietschmann, die 1969 in der Mark Brandenburg geboren wurde, in Berlin Betriebswirtschaftslehre studierte und anschließend als Marketingberaterin und Werbetexterin arbeitete, hat 368 Seiten und wird ab zwölf Jahren empfohlen. Er erschien im August 2017 im Arena Verlag.

Die Protagonistin Emma Stone erzählt in der Ich-Perspektive und in der Gegenwart von der Zeit nach dem Tod ihres Bruders. Das tödliche Unglück ihres kleinen Bruders Ethan zerreißt Emma ebenso wie ihre Eltern, die kurz vor der Trennung stehen. Auch von ihren ehemaligen Freunden hat sich das Mädchen abgeschirmt und lebt ihren Schmerz ganz alleine und für sich aus.

Als sie eines Tages auf Facebook die Freundschaftsanfrage eines Jungens namens Paul annimmt, ändert sich alles. Plötzlich hat sie einen Freund, der sie versteht, da auch er seine Mutter verloren hat, ihr zuhört und dem sie vertraut. Sie verliebt sich. Doch nicht alle vertrauen dem unbekannten Jungen aus dem Internet so blind, allen voran Matt, ein Kindheitsfreund. Schließlich sucht Emma nur noch die Antwort auf die Frage: Wer ist Paul?

Der Roman hat einen kompakten, ausgeglichenen Schreibstil. Die Ereignisse werden klar und deutlich geschildert, er enthält keine lang ausschweifenden Beschreibungen, man findet nichtsdestotrotz aber auch tiefgründige Abschnitte im Buch. Emmas Gedankengänge sind logisch und gut nachvollziehbar.

Die Handlung ist gut zu verfolgen und regt einen an, immer weiter zu lesen, da das Ende des Buches bis zu den letzten Seiten nicht klar ist. Es ist ein ständiges Hin und Her. Dinge, die zunächst simpel und alltäglich erscheinen, verwandeln sich in etwas komplett Unerwartetes. Vieles im Buch hat mit futuristischer Technik zu tun. Ich denke, dass die Autorin damit auch auf die Probleme und Schwierigkeiten hinweisen will, die entstehen würden, sollte die Menschheit irgendwann anfangen, wirklich so viel Technik ins persönliche Leben einzubauen. Dies stört die Handlung aber nicht im Geringsten, die Hinweise, die leise Bitte, sich darüber Gedanken zu machen, verleihen der Handlung noch mehr Lebendigkeit.

Ich kann das Buch allen denen empfehlen, die ein einzigartiges Buch suchen, das auf eine Art und über das Thema der digitalen Überwachung geschrieben ist, das so noch nie zu lesen war. Die Idee ist absolut originell.

~ Karin, 16 Jahre

Das Mädchen im blauen Mantel

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Autorin: Monica Hesse
Verlag: cbj
Seitenanzahl: 380

Inhalt:

“Das Mädchen im blauen Mantel” spielt in Amsterdam während der Besatzungszeit:
Hanneke, ein Mädchen, das versucht, mit dem Verlust ihres Freundes fertig zu werden, beschafft heimlich und illegalerweise Luxusgüter, wie Schokolade oder Zigaretten für zahlende Kunden. Sie versucht nicht aufzufallen und den Blicken der Nazis zu entgehen.
Eines Tages jedoch bittet eine ihrer Kundinnen sie, ein verschwundenes, jüdisches Mädchen zu suchen. Hanneke nimmt zögerlich an und gerät auf der Suche nach Mirjam, der gesuchten 15-Jährigen in einem blauen Mantel, in ein kompliziertes Netz aus Fragen und Rätseln. Als der Bruder ihres toten Freundes seine Hilfe anbietet, zieht er Hanneke noch tiefer in die illegalen Aktivitäten, denn er ist Mitglied einer Widerstandsgruppe. Zusammen begeben sie sich auf die gefährliche Suche nach dem untergetauchten Mädchen.

Meine Meinung:

Das Buch ist aus Hannekes Sicht geschrieben und leicht zu lesen. Es ist abwechselnd spannend, dramatisch, emotional und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen.

Das Buch vermittelt den Schrecken des besetzten Amsterdams sehr gut und die Anmerkung der Autorin, am Ende des Buches, bezüglich der historischen Genauigkeit, führt einem das nochmals vor Augen.

Ich finde das Cover sehr passend, es fängt die im Buch vermittelte Stimmung sehr gut ein.

Ich würde das Buch Jugendlichen empfehlen, die gerne spannende, aber auch emotionale, historische Geschichten lesen.

Ines, 14

Was wir dachten, was wir taten

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Vierzehn Jugendliche, ein Lehrer … und ein Amokläufer

Autorin: Lea-Lina Oppermann

Seitenanzahl: 180

Kurz zum Inhalt: Eigentlich wollen die Schüler nur ihren Mathetest hinter sich bringen, als das Unvorstellbare geschieht: Ein Amokläufer befindet sich im Schulgebäude und ist auf dem Weg zu ihnen. Und niemand weiß, welches Spiel genau er treibt. In diesem Spiel bangen die Jugendlichen nicht nur um ihr Leben; sie sehen sich auch unerwartet mit ihren schlimmsten Geheimnissen konfrontiert…

Meine Meinung: Die Autorin fackelt nicht lange und wirft einen von Anfang an mitten ins Geschehen. Der Leser findet sich also ab der ersten Seite unmittelbar mit den Charakteren im Klassenzimmer wieder, nachdem die allesverändernde Lautsprecherdurchsage gemacht worden ist. Und von da an hält die Spannung ausnahmslos an: durch gekonnte Einfälle und Wendungen möchte man als Leser stets wissen, wie es nun weitergeht. Auch die Kürze des Buchs trägt dazu bei, dass man die Geschichte problemlos in einem Rutsch durchlesen kann und will.

Auch der Schreibstil ist geschickt gewählt und hält das Tempo durch seine Einfachheit am Leben. Positiv überraschend ist aber, dass diese eigentlich ernste Erzählung oft mit Humor punkten kann, der aber angemessen ist und im richtigen Moment eingesetzt wird. Was auch auffällt, ist dass die Protagonisten in ihrem Kopf nicht die breite Masse, sondern einen selbst als Leser ansprechen, als würden sie tatsächlich mit einem beisammensitzen und ihre Geschichte erzählen.

Zu diesen Protagonisten zählen neben den zwei Jugendlichen Fiona und Mark, auch der Klassenlehrer Herr Filler. Einerseits ist es eine willkommene Abwechslung auch aus der Sicht eines Lehrers lesen zu können, doch andererseits sind die restlichen Charaktere teilweise doch ein wenig einfallslos. Es ist, als habe man alle Teenager-Stereotypen in ein Klassenzimmer gesteckt: Die Streberin, den Unwiderstehlichen, die Magersüchtige, die „Dicke“, den Vorgestraften und die beliebte Zicke.

Und das Handeln eben dieser Charaktere scheint oft mehr als schleierhaft. Selbstverständlich ist man in einer solchen Extremsituation nicht man selbst, aber das ist nicht das was ich meine. Was ich meine, ist etwas, das nichts mit der Psyche zu tun hat; ich meine recht sinnloses und unlogisches Verhalten, welches fast schon willkürlich scheint, schlichtweg keinen Sinn ergibt und einen ein wenig an der Intelligenz der Charaktere zweifeln lässt, so harsch das jetzt auch klingen mag. Oft runzelt man die Stirn und fragt sich, welchen Zweck die Aktion gerade erfüllen hätte sollen; warum ausgerechnet dieser oder jener, nicht unbedingt naheliegender Schluss gezogen wird. Es gibt einige Beispiele, die aber, um nichts vorwegzunehmen, an dieser Stelle jetzt nicht aufgeführt werden.
Grundsätzlich fallen, unabhängig von den Charakteren, so manche Logikfehler im Plot auf, die wohl übersehen worden sind.

Besonders wichtig ist in dieser speziellen Erzählung die Authentizität: Hat man das Gefühl etwas zu lesen, was tatsächlich so passieren könnte, oder ist es bloß ein überdramatisierter Thriller, der eigentlich ein 0815 Film sein könnte? Die Antwort auf diese Frage lautet, dass dieser Roman in gewisser Hinsicht eine Mischung aus beidem ist.
Es gibt einige Aspekte, die ihn erstmal durchaus authentisch machen:  Etwas absurde Gedanken, die in einer solchen Situation so aber tatsächlich in einem aufkommen könnten; eine echte, nicht übertrieben jugendliche Mundart; Nüchternheit und keine sofortige Panik, die in den Schülern für die ersten Minuten herrscht, bevor sie die Gefahr wirklich realisieren. Aber dann gibt es doch wieder Faktoren, welche die herrschende Glaubwürdigkeit gewaltig mindern: selbst für die gegebenen Umstände überdramatisiertes Verhalten bei den Jugendlichen; übertrieben schurkisches Handeln des Amokläufers, welches mehr an einen einfältigen Bösewicht, als an eine reale Person erinnert.

Denn auch, oder besser gesagt, besonders der Amokläufer muss – insbesondere bei der Thematik, die dieses Buch behandelt – authentisch sein. Es gibt zwar einen Beweggrund seitens des Täters, der am Ende aufgegriffen wird, doch der ist vielmehr ein einfaches, abgeklatschtes Motiv, welches unglücklicherweise nicht fein genug ausgearbeitet ist, um echt und real zu wirken. Die Basis des genannten Motivs ist also grundsätzlich gut, aber man hätte definitiv mehr draus machen können. Man hat es nicht geschafft, die richtige Tiefe zu finden, wenn man so will.

So ist auch das Ende: etwas zu vorhersehbar und einfach.

Es ist ein bisschen, als wisse die Erzählung nicht, was sie sein möchte: Echt, aber dafür nicht ganz so spektakulär, oder filmreif, aber dafür teilweise unglaubwürdig. Denn es sind durchaus Ideen vorhanden, die jeweils Potenzial für eines der beiden Schemata haben, sich aber nicht unbedingt für beides vereinigen lassen.
Schlussendlich genauer betrachtet, tendiert die Erzählung doch eher in die weniger glaubwürdige Schiene.

Fazit: „Was wir dachten, was wir taten“ von der Jungautorin Lea-Lina Oppermann greift eine Thematik auf, welche unerfreulicher Weise immer irgendwie aktuell sein wird. Die Handlung ist zwar nicht zwangsweise authentisch, aber dafür spannend, lässt sich flott lesen und eignet sich somit besonders für Jugendliche, die eine kurze, aber packende Reise in einen Thriller unternehmen wollen.

Selin, 16 Jahre alt

My Life in Circles

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Das Buch „My Life in Circles“ von Brandy Colbert erzählt die Geschichte von Theo. Donovan, Theos bester Freund und Nachbar, verschwand vor vier Jahren spurlos, jetzt ist er zurück und mit ihm die ganzen Erinnerungen.

Als Theo, wie jeden Donnerstag nach dem langen Balletttraining, mit ihren besten Freunden, Phil und Sara-Kate, im Casablanca essen geht, kann sie nicht glauben, was sie sieht. Alle Augen sind auf den Fernseher gerichtet, da der lang vermisste Donovan zurückgekehrt ist. Ein möglicher Verdächtiger wird auch bald gefunden. Das einzige Problem – Donovan spricht kein Wort. Die Einzige, die etwas ändern könnte, ist Theo. Denn sie weiß mehr als alle anderen, da sie eine gemeinsame Vergangenheit mit dem Angeklagten hat. Doch nannte er sich damals nicht Chris, sondern Trent, behauptete jünger zu sein als in Wahrheit und stellte Dinge mit ihr an, die illegal waren. Und dann verschwand er einfach so, kurz bevor es ihm Donovan gleich tat.

Als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, empfindet Theo auch plötzlich mehr für Hosea, dessen Anwesenheit ihr erst richtig bewusst wir, als er beim Balletttraining den Pianisten gibt. Um mit den ganzen Stress fertig zu werden, verbietet sie sich wieder zu essen. Es gibt ihr das Gefühl, wenigstens etwas in ihrem Leben kontrollieren zu können. Dass sie sich damit selbst schädigt, redet sie sich selbst immer wieder aus.

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Man wollte immer wissen wie es weiter geht: Ob sie redet oder nicht, wie es zwischen ihr und Hosea jetzt stand und, und, und. Zwar vermutet man von Anfang an, dass sie das Richtige tun wird, aber es bleibt dennoch bis zum Schluss ein ziemliches Rätsel. Schade finde ich, dass das Buch ein ziemlich offenes Ende hat. Man möchte wissen wie es weiter geht, mit Donovan und Theo, ob sie es schaffen wieder Freunde zu werden, ob der Kontakt vollkommen abbricht, …

Ich persönlich würde das Buch Mädchen ab 14 Jahren empfehlen, da es einige Stellen gibt, die definitiv nicht für Jüngere geeignet sind. Mit seinen 348 Seiten ist es angenehm in der Hand zu halten und ich hatte es (leider) relativ schnell ausgelesen.

Nina, 15

DER RACHE SÜSSER ATEM

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In dem Buch “Der Rache süßer Atem” von Christine Eichel geht es um Maria. Sie wurde immer wieder von Männer betrogen und belogen und als sich schließlich auch Tom, von dem sie dachte, sie hätten eine gemeinsame Zukunft, von ihr trennt und eine andere heiratet, hat sie die Nase voll.

Sie beschließt Rache zu nehmen und diese fällt äußerst brutal aus. Ihr Vater hat ihr mehrere Gewehre von ihrem Großvater vererbt und ihr zu seinen Lebzeiten außerdem das Schießen beigebracht. Maria beginnt mit ihrem ersten Ex und arbeitet sich systematisch immer weiter, bis sie schließlich bei Tom ankommt. Doch schon zu einem früheren Zeitpunkt ist ihr die Polizei auf die Schliche gekommen und sie muss fliehen.

Eine zweite wichtige Rolle spielt der Kommissar Tesoro. Gleich nach dem ersten Mord taucht er bei ihr auf und fühlt ihr mehr auf den Zahn als Maria lieb ist. Aber sein Interesse gilt vor allem Maria selbst und so kommt es zu einem Rendezvous. Doch dann verschwindet Tesoro angeblich nach Italien und Maria fühlt sich erneut hintergangen, als sie dann auch noch ein Geheimnis über ihn herausfindet.

Das Ende des Buches ist meiner Meinung nach eher offen, allerdings gibt es nicht viele realistische Möglichkeiten, die passieren können.

Mir hat das Buch eigentlich recht gut gefallen und es war auch sehr gut geschrieben. Aber es war ein bisschen unrealistisch. Jeder ihrer Exfreunde hatte ihr irgendetwas angetan, aber für mich klangen die Vergehen bei manchen sehr ähnlich. Am Ende kam es mir dann auch so vor, als hätte Maria in manche Beziehungen mehr hineininterpretiert, als überhaupt existiert hat. Sie wirkt auch, meiner Meinung nach, so, als hätte sie psychische Probleme, vor allem da sie am Anfang so locker darüber nachdenkt, sich selbst umzubringen, nur aufgrund der Trennung von Tom. Was mir aber auch sehr gut gefallen hat ist, dass die Geschichte aus der Sicht von Maria, also der Mörderin, erzählt wird. Ich kenne bis jetzt keinen anderen Krimi bei dem das so ist.

Ich würde das Buch allen Jugendlichen ab 16 Jahren empfehlen, die gerne Krimis lesen. Vor allem eher Mädchen, da Männer in diesem Buch nicht so gut da wegkommen.

Nina, 15

Forgotten Love

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Das Buch Forgotten Love von C. Cowan hat mich schon von der ersten Seite an mitgerissen. Ein Buch, das mir wirklich gut gefallen hat. Bei dem Buch ist mir der unterschiedliche Schreibstil der Autoren erst so richtig bewusst geworden. C. Cowan hat etwas in ihren Bücher, das ich bei sonst keiner anderen Autorin gefunden habe, mir aber gut gefällt.

In dem Buch geht es um ein junges Mädchen namens Serenity deren Leben, schon vom College an sehr chaotisch verläuft. Nicht nur, dass sie auf den überaus attraktiven Rys trifft, der genau dann mit ihr Schluss macht, als sie gerade erfährt, dass sie schwanger ist.  Denn auch ihre Eltern stellen sie von heute auf morgen vor die Tür, als sie ihnen erzählt, dass sie ein Baby erwartet. Doch auch davon lässt sie sich nicht einschüchtern, denn Serenity zieht es trotzdem durch. Da sie kein Geld mehr fürs College hat, bricht sie es ab, sucht sich eine kleine Einzimmerwohnung und geht so oft wie möglich arbeiten, damit sie genug Geld zusammen bekommt um ihren Sohn großzuziehen.

Ein paar Jahre später hat sie es tatsächlich geschafft, sich etwas aufzubauen. Sie besitzt nun eine eigene Bar und eine kleine Wohnung, die gerade mal groß genug für sie und ihren Sohn Zane ist. Doch als nach acht Jahren plötzlich Rys wieder in ihrem Leben auftaucht läuft alles aus dem Ruder, denn Serenity ist sich bewusst, dass sie  immer noch etwas für den gutaussehenden Rys empfindet….

Caro, 14 Jahre

Zurück ins Leben geliebt

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Mit diesem Buch hat mir Colleen Hoover mal wieder vor Augen geführt, weshalb sie meine Lieblingsautorin ist. Seit ich erfahren habe, dass bald ein neues Buch von ihr herauskommt, habe ich schon sehnsüchtig daraufhin gefiebert es endlich lesen zu können und ich kann, wie bei jedem ihrer Bücher, sagen, dass es sich gelohnt hat zu warten.

In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Tate und einen Jungen namens Miles. Miles ist jedoch nicht wie andere in seinem Alter. Er ist nun 24 Jahre jung und ist seit 6 Jahren Single bzw. hat in dieser Zeit auch kein Mädchen mehr geküsst. Da Miles nicht dazu bereit ist sich in Tate zu verlieben, belassen sie es dabei eine rein körperliche Beziehung miteinander einzugehen. Die Regeln die Miles jedoch aufstellt sind schwer für die 23-jährige Tate einzuhalten. Denn sie könnte sich durchaus eine Zukunft mit Miles vorstellen und würde auch gerne mehr über seine Vergangenheit erfahren, jedoch genau das würde die Vereinbarung der beiden brechen….

Ich hoffe, dass Colleen Hoover noch viele tolle Bücher schreibt, denn ich kann alle ihre Bücher die ich bisher von ihr gelesen habe nur weiterempfehlen.

Caro, 14 Jahre

How To Be Gay – Alles über Coming Out, Sex, Gender und Liebe

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Dawson, James: How To Be Gay – Alles über Coming Out, Sex, Gender und Liebe. 2015 S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main.

Ich beginne mit dem, was mir gar nicht gefallen hat. Der Autor ist Engländer und hat das Buch natürlich für ein britisches Publikum geschrieben, was man merkt, wenn es um die rechtliche Situation für Schwule oder um Schwulenikonen und ähnlich Lokalspezifisches geht. Danach wurde es von einem Deutschen übersetzt, bearbeitet und an deutsche Verhältnisse angepasst, was besonders stark bei den nützlichen Tipps zu bemerken ist, da werden in Österreich gerade einmal die Trans-Austria und die AIDS-Hilfe erwähnt; man erfährt nicht, welche Gruppen  und Organisationen es gibt, die einem hilfreich sein könnten.

Viel Kraft geben die unterschiedlichen  Tatsachenberichte, die von Betroffenen, Eltern und Freunden zu Themen wie Recht, Adoption und Coming Out verfasst wurden. Dadurch bekommt man das Gefühl vermittelt, in seinen Ansprüchen und Bedürfnissen doch kein Außerirdischer zu sein.

Der Appell für Safer Sex ist gut aufbereitet – die meisten würden als einziges Argument für Safer Sex wohl AIDS nennen, James Dawson öffnet einem aber die Augen über die vielen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, die man sicher nie bekommen möchte.

Im Buch geht´s natürlich hauptsächlich um Schwule, Lesben und Transmenschen, der Autor erinnert jedoch immer wieder daran, dass sexuelle Orientierung nur einen kleinen Teil von uns ausmacht, dass zum Mensch-Sein mehr gehört als die Sexualität.

Die  Kapitel Homosexuelle contra Religion, Mobbing und Diskriminierung am Arbeitsplatz sind  sehr aufschlussreich, hier findet man interessante (und zum Teil lustige) Argumentationshilfen gegen Angriffe von Fanatikern jeglicher Art.

Alles in allem ist es ein  sehr schönes Buch gegen Homophobie und Hass. Klischees und Stereotypen werden auf lustige Weise dargestellt und widerlegt, Probleme werden ernsthaft besprochen.

Jakob, 17 Jahre

Wo ein bisschen Zeit ist

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Ich habe ein tolles Buch gelesen, dass zwar unter dem Begriff “Jugendbuch” läuft, sehr wohl aber auch für Erwachsene sehr interessant ist, weil es sich mit den großen Themen des Lebens beschäftigt.

Das Cover von “Wo ein bisschen Zeit ist” von Emil Ostrovski verrät schon viel von der Geschichte: Ein junger Mann/oder eher noch ein Junge – erfährt, dass er Vater wird und fühlt sich aber so was von nicht bereit für den Vaterjob. Als er aber dann das Baby sieht, das zur Adoption freigegeben werden soll, entführt er es, weil er noch Zeit mit ihm, er nennt es Sokrates, verbringen will. Er führt ständig mit seinen Babysohn Gespräche, die an die berühmten sokratischen Dialoge erinnern. Es sind die großen Fragen des Lebens- der Philosophie.

All dies geschieht auf einer verrüchten Reise, auf der die Protagonisten viele  verrückte Menschen treffen und lustige Situationen erleben. Was aus Sokrates wird…. das weiß nur der/die, der/die liest!

Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne etwas schrägen Humor haben und sich aber auch Gedanken über das Leben machen wollen.

Wer John Greene mag, mag auch dieses Buch!

Viel Spaß beim Lesen!

Markus (18)

Sommer in Ephesos

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Der Roman “Sommer in Ephesos” von Elisabeth Schmidauer, erschienen im Residenz Verlag, hat ein sehr schönes Cover. Die roten Mohnblumen darauf verweisen auf DEN Ort des Geschehens im Buch, auf Ephesos.

Die Ich-Erzählerin blick anlässlich des Todes ihres Vater auf ihre Kindheit und Jugend zurück und beschreibt in Rückblenden, warum sie sich und ihr Vater in den letzten Jahren nichts mehr zu sagen hatten.

Die Sprache des Buches ist sehr atmosphärisch, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten. Interessant ist auch, dass man die Ich-Erzählerin eigentlich nicht so gut leiden kann, weil sie eine harte junge Frau geworden ist, die nichts und niemanden in ihr Leben lässt und dennoch mit ihr fühlt. Der Handlungsstrang ist spannend geschildert und das Ende verrät erst, wie es zu dem Streit zwischen dem Vater, einem angesehenen Prof. für Archeologie  und dessen Tochter gekommen ist. Dieses Buch ist kein Jugendbuch, es ist ein Erwachsenenbuch, aber trotzdem hat es mir auch sehr gut gefallen. Es ist das perfekte Sommerbuch!

Luisa (16)

Wofür die Worte fehlen

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Mir hat das Buch nicht gefallen weil das Buch meiner Meinung nach eher für ältere Kinder ist. Es geht um einen Bub der von seinem Vater missbraucht wird wenn seine Mutter nicht daheim ist. Der Bub wird übrigens von starken Bauchschmerzen gequält. Er hat Angst vor den Zeiten in denen seine Mutter wegfährt.
Wie gesagt finde ich das Buch nicht so toll und kann es daher für 11 jährige wie mich nicht weiter empfehlen.

maria, 11 Jahre

Arm sind die anderen von Pete Smith

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Arm sind die anderen von Pete Smith Als der 16jährige Sylvester kurz vor Heilgabend nach Hause kommt, ist seine Mutter Rosie verschwunden. Auf dem Badezimmerspiegel findet er eine
Nachricht: “Ich kann einfach nicht mehr.” Gemeinsam mit seinen drei jüngeren Geschwistern und seinem senilen Großvater macht er sich auf die Suche nach ihr.
Das Buch ist in einer einfachen aber berührenden Sprache geschrieben. Die Problematik ist sehr aktuell: Erwachsene, die mit ihrem Leben nicht zurecht kommen und ihre Verantwortung, den eigenen Kindern gegenüber, nicht wahrnehmen können. Im Roman werden viele Probleme angesprochen, mit denen die Kinder, ganz auf sich allein gestellt, zu kämpfen haben. Jedes hat seine eigene Strategie um zu überleben aber “gesellschaftsfähig” sind sie nur bedingt.
Ich empfehle “Arm sind die anderen” kritischen Lesern, die Interesse an einem außergewöhnlichen Buch haben, das man nicht so schnell wieder vergisst.
Lg Anna (14 Jahre)

“FOXFIRE – Bekenntnisse einer Mädchengang” von Joyce Carol Oates

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Der Roman „FOXFIRE – Bekenntnisse einer Mädchengang“, verfasst von Joyce Carol Oates, eine der großen amerikanischen Autorinnen der Gegenwartsliteratur, handelt von dem Leben in einer Gang und wie schnell es passieren kann auf die schiefe Bahn zu geraten und die Kontrolle zu verlieren.

Die Geschichte von fünf Teenagerinnen, die ihrem aufdringlichem Lehrer eine Lektion verpassen wollen, nachdem er zwei von ihnen sexuell belästigt hat. Es folgt ein 3 wöchiger Schulverweis, der dazu führt, dass sich die fünf nur noch mehr bestätigt fühlen, indem, dass Männer alle Arschlöcher sind und glauben sich alles erlauben zu können. Sie gründen „Foxfire“ eine Mädchengang, die dafür sorgen soll, dass die Männer bekommen was sie verdienen. So fängt alles an. Es gerät alles ziemlich außer Kontrolle und kommt erst wieder zur Ruhe, als Legs – die Anführerin – in Red Bank, eine Besserungsanstalt für Mädchen, für über eineinhalb Jahre bleibt, weil sie mit den Anderen ein Auto gestohlen und auf der Flucht einen Unfall gebaut hat. Die Aufseherinnen in Red Bank quälen und misshandeln die Mädchen dort, besonders Legs, weil sie sich für die Schwächeren einsetzt und rebelliert. Ihr Widerstand wird gewaltsam gebrochen und nach langer Zeit wird sie entlassen. Doch davor lernt sie noch ein Mädchen bei einem Program in Red Bank kennen, Marianne, die sie besucht und mit der sie auch noch nach Red Bank Kontakt hat. Marianne gehört aber unteranderem zu Legs Plan an Geld zu kommen, da sie sehr reich ist und ihr Vater einer der wichtigsten Unternehmer in der Gegend. Legs entführt ihren Vater und versucht Lösegeld zu erpressen, doch es kommt zu einem Unfall und Mariannes Vater wird unabsichtlich in die Brust geschossen. Die Foxfireschwestern bekommen von Legs den Befehl so schnell wie möglich das, von ihr gemietetes, Haus zu verlassen. Das Ende von Foxfire. Danach ruft sie den Krankenwagen und flieht dann mit 3 ihrer Verbündeten. Bei der folgenden Verfolgungsjagt kommt das Auto ins Schleudern und stürzt eine Brücke hinunter. Das Auto, Legs und eine weitere Foxfireanhängerin werden nie mehr gesehen und die anderen Beiden werden nach kurzer Zeit gefasst.

Man braucht etwas Zeit, bis man sich an den Schreibstyl von Joyce Carol Oates gewöhnt hat, was auch daran liegt, dass die ersten zehn Seiten schrecklich zum Lesen sind, da teilweise ein Satz über mehrere Seiten geht und man sich am Ende dann nicht mehr auskennt bzw. nicht weiß, was genau mit diesem Satz gesagt werden wollte. Aber das  ändert sich schnell und es lohnt sich definitiv, sich durch diese Seiten der Verwirrung zu kämpfen. Ich kenne kaum einen Roman, der so schamlose, berührende Bilder in dem Leser wecken. Man bekommt das Gefühl man ist live dabei und während dem Lesen kommen Emotionen hoch, die trotz der unglaublichen Brutalität von „Foxfire“, ein Solidaritätsgefühl und Nachvollziehbarkeit für ihr Handeln in einem entfachen. Egal, ob sie stehlen, jemanden Zusammenschlagen oder noch schlimmeres, man denkt sich oft: „So hätte ich auch gehandelt!“ und das finde ich ziemlich erschreckend! Joyce Carol Oates Schreibstil ist sicher einzigartig und entweder man liebt oder man hasst ihn. Ich persönlich habe ihn im Laufe des Buches zu lieben gelernt.

Was mich am Meisten fasziniert und gefesselt hat, ist, die unverfrorene, direkte Art Tabuthemen zu behandeln, nicht um den heißen Brei herum zureden sondern knallhart zu erzählen, wie das Leben auf der Straße, ohne Familie, ohne Liebe und in einer Gang vor sich geht.  Man bekommt ein ganz neues Bild von Obdachlosen, Ausreißern oder jugendlichen Kriminellen und geht verändert durchs Leben. Denn, seien wir mal ehrlich, es passiert schneller als man glaubt und wir haben kein Recht über diese Menschen zu urteilen, ohne dass wir die Hintergrundgeschichte nicht kennen.

Alles in allem hab ich eher unbegeistert angefangen und war am Ende beeindruckt! Sehr empfehlenswert, für alle Romanleser/innen, die nicht vor der knallharten Wahrheit zurück schrecken!

Hänsel und Gretel

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Hänsel und Gretel, mit Zeichnungen von Sybille Schenker, ist das mit Abstand schönste Märchenbuch, das ich je gesehen habe! Man begibt sich auf eine fantastisch-schaurige Reise in den tiefen Wald. Die Figuren sind sehr geheimnisvoll gezeichnet, der Text ist gut in die Illustrationen eingebettet.
Das Buch ist wirklich ein Meisterwerk der Kunst, mit wundervollen, verspielten Details.
Ein Märchenbuch für Jugendliche und Erwachsene, würde ich sagen, die nochmals in die Geschichte aus ihrer Kindheit eintauchen können. Für kleinere Kinder ist es aber eher nichts, weil es recht düster ist und es auch schade darum wäre, wenn das Werk zerfleddert würde.
WUNDERSCHÖNE AUSGABE!

Kathi (18 Jahre)

“27″ von Kim Frank

27

In dem von Kim Frank verfasstem Roman „27“ geht es hauptsächlich um die Gefahren, Freuden und Folgen des Berühmt-sein und um die Besessenheit einer Zahl – 27.

Mike ist ein Niemand. Ein Niemand, der von Anfang an überall in seinem Leben die Zahl 27 sieht und sich nur in seinem Wahn bestätigt fühlt, als er Unterlagen von seinem verstorbenen Onkel findet bei denen es sich um berühmte Künstler handelt, die im Alter von 27 gestorben sind. Mike ist ein Niemand, der Angst hat mit 27 zu sterben.

In einer Plattenfirma, in der er anfangs ein Praktikum macht, wird er von einer Band entdeckt und schließt sich ihr an. Sein Leben ändert sich radikal! Die Verwandlung in eins der berühmtesten und erfolgreichsten Gesichter des Rocks erfolgt quasi über Nacht und aus dem unscheinbaren Jungen wird ein Star. Schnell rutscht Mike in den Sumpf der Drogen, des Alkohols, der Frauen und auch immer mehr in seine Besessenheit und Angst vor der Zahl 27 hinein…

Doch man muss auch sagen, dass Kim Frank oft eine sehr derbe (manchmal auch sehr ordinäre), direkte und jugendliche Art hat, die bestimmt nicht jedem liegt. Aber gerade das fand ich besonders anregend, weil es die kalte Realität oft offenbart. Kim Frank beschönigt nichts und nimmt kein Blatt vor den Mund, er schreibt wie es ist und das meistens ohne Kompromisse! Manchen gefällt es, manchen nicht… Mir persönlich hat es auf jeden Fall imponiert, dass er den Mut hatte.

Was ich außerdem noch echt gut finde, ist, dass man einen wahnsinns Einblick in das Leben eines Stars bekommt, mit allen Höhen und Tiefen. Auch was das Berühmt-sein aus einem normalen Menschen machen kann hat Kim Frank sehr treffend dargestellt und fand ich teilweise sehr erschreckend.

Der Leser wird richtig in den Verfolgungswahn von Mike hineingezogen, der die Nummer 27 betrifft. Und genau wie bei dem Werk 23, hat man nach dem Lesen das Gefühl die Zahl überall wieder zu finden. Besonders der Tod von Amy Winehouse, die ja auch mit 27 gestorben ist und somit dem „Klub 27“ beigetreten ist, macht nochmal deutlich, wie viele Musiker in diesem Alter starben. Und da frag ich mich schon manchmal: Was hat es mit dieser Zahl/mit diesem Alter auf sich?

Einziger Kritikpunkt: zu kurz! ;-)

Moana, 16 Jahre