Die ATTENTÄTER

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Von Antonia Michaelis

Hauptfiguren: Cliff, Alain und Margarete

Cliff, Alain und Margarete leben, seit sie denken können, in der Schivelbeiner Straße.

Margarete, die Vernünftige, führt ein normales Leben, ihre Eltern haben einen normalen Job, sie leben in einem normalen Haus.

Und dann gibt es noch ihre beiden besten und einzigen Freunde: Alain, ein sehr verträumter Junge, etwas seltsam vielleicht, lebt mit seinen Eltern unter ihrer Familie. Seine große Leidenschaft ist das Zeichnen.

Dieses Hobby teilt er auch mit Cliff, der mit seinem Vater im Erdgeschoss ihres Hauses lebt. Die Drei verbringen ihre Zeit wie ganz normale Kinder: Sie spielen, sie zeichnen, sie pflanzen Blumen mit Margaretes Eltern.

Doch Cliff ist etwas ganz Besonderes: Wenn er ab und zu Zeit mit seiner Mutter verbringt, wird er ihr schnell zu anstrengend und sie schickt ihn wieder zurück zu seinem Vater. Dabei ist alles was Cliff sich wünscht, dass seine Mutter ihn respektiert und liebt, wie er ist.

Und so nehmen die Dinge ihren Lauf: Zwischen Alain und Cliff entwickelt sich eine merkwürdige Form der Hassliebe. Als Cliff sich schließlich dazu entscheidet, zum Islam zu konvertieren, beginnen seine Freunde, sich Sorgen zu machen, denn Cliff ist, wie Alain sagt, „viel zu intelligent, um an einen Gott zu glauben“. Und tatsächlich: Cliff konvertiert nicht, weil er wirklich glaubt, er hofft nur, Frieden in der Ordnung und dem strengen Regelwerk des Islam zu finden. Doch durch diese Hoffnung wird er immer besessener, geradezu fanatisch. Wer den Regeln nicht gehorcht, wer nicht streng nach dem Koran lebt, gehört bestraft.

Und so lernt er eine Gruppe junger Leute kennen, die ihn in ihre Welt einführen: die Welt des Islamismus, des Dschihad, der nichts mehr mit Religion zu tun hat. Als Cliff ins Kalifat zieht, ändert sich sein Leben drastisch.

Ein Jahr später kehrt er zurück. Hat er dem IS wirklich den Rücken gekehrt, wie er behauptet, oder ist er gar nach Berlin gekommen, um mit der Gesellschaft abzurechnen, die ihn immer ausgeschlossen hat…?

Meine persönliche Meinung zu dem Buch ist gespalten:

Einerseits gibt es viele spannende Passagen über den IS, die Differenzen zum Islam und über die Gefühle und Gedanken der Krieger und Selbstmordattentäter. Andererseits ist das Buch auch oft sehr langweilig oder versteift sich zu sehr auf eine bestimmte Szene, wie zum Beispiel die metaphorische ‘‘Dunkelheit‘‘ in Cliff, die seinen Hass und seine Verzweiflung ausdrückt.

„Die Attentäter“ ist ab 16 Jahren empfohlen, und ich finde, das ist das perfekte Lesealter für dieses Buch. Einige Kapitel waren teilweise sehr verwirrend geschrieben, und ich glaube, dass die meisten Jugendlichen auch erst mit ungefähr 16 Jahren beginnen, sich wirklich aktiv mit solchen Themen auseinanderzusetzen.

Florian, 13

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