Cloud

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Der Fantasy- /Science-Fiction-Roman „Cloud“ von Claudia Pietschmann, die 1969 in der Mark Brandenburg geboren wurde, in Berlin Betriebswirtschaftslehre studierte und anschließend als Marketingberaterin und Werbetexterin arbeitete, hat 368 Seiten und wird ab zwölf Jahren empfohlen. Er erschien im August 2017 im Arena Verlag.

Die Protagonistin Emma Stone erzählt in der Ich-Perspektive und in der Gegenwart von der Zeit nach dem Tod ihres Bruders. Das tödliche Unglück ihres kleinen Bruders Ethan zerreißt Emma ebenso wie ihre Eltern, die kurz vor der Trennung stehen. Auch von ihren ehemaligen Freunden hat sich das Mädchen abgeschirmt und lebt ihren Schmerz ganz alleine und für sich aus.

Als sie eines Tages auf Facebook die Freundschaftsanfrage eines Jungens namens Paul annimmt, ändert sich alles. Plötzlich hat sie einen Freund, der sie versteht, da auch er seine Mutter verloren hat, ihr zuhört und dem sie vertraut. Sie verliebt sich. Doch nicht alle vertrauen dem unbekannten Jungen aus dem Internet so blind, allen voran Matt, ein Kindheitsfreund. Schließlich sucht Emma nur noch die Antwort auf die Frage: Wer ist Paul?

Der Roman hat einen kompakten, ausgeglichenen Schreibstil. Die Ereignisse werden klar und deutlich geschildert, er enthält keine lang ausschweifenden Beschreibungen, man findet nichtsdestotrotz aber auch tiefgründige Abschnitte im Buch. Emmas Gedankengänge sind logisch und gut nachvollziehbar.

Die Handlung ist gut zu verfolgen und regt einen an, immer weiter zu lesen, da das Ende des Buches bis zu den letzten Seiten nicht klar ist. Es ist ein ständiges Hin und Her. Dinge, die zunächst simpel und alltäglich erscheinen, verwandeln sich in etwas komplett Unerwartetes. Vieles im Buch hat mit futuristischer Technik zu tun. Ich denke, dass die Autorin damit auch auf die Probleme und Schwierigkeiten hinweisen will, die entstehen würden, sollte die Menschheit irgendwann anfangen, wirklich so viel Technik ins persönliche Leben einzubauen. Dies stört die Handlung aber nicht im Geringsten, die Hinweise, die leise Bitte, sich darüber Gedanken zu machen, verleihen der Handlung noch mehr Lebendigkeit.

Ich kann das Buch allen denen empfehlen, die ein einzigartiges Buch suchen, das auf eine Art und über das Thema der digitalen Überwachung geschrieben ist, das so noch nie zu lesen war. Die Idee ist absolut originell.

~ Karin, 16 Jahre

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GRG in 1210 Wien

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