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	<title>written4me &#187; Selin</title>
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	<description>Texte und Buchbesprechungen von jungen Leuten</description>
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		<title>Wonder Woman &#8211; Kriegerin der Amazonen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2018 04:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy & Science fiction]]></category>
		<category><![CDATA[ab 13 Jahren]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Originaltitel: Wonder Woman – Warbringer Autorin: Leigh Bardugo Seitenanzahl: 448 Altersempfehlung: ab 12 Jahren Kurz zum Inhalt: Diana lebt versteckt vor den Menschen gemeinsam mit ihren Amazonen-Schwestern auf der Insel ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Originaltitel</strong>: Wonder Woman – Warbringer</p>
<p><strong>Autorin</strong>: Leigh Bardugo</p>
<p><strong>Seitenanzahl</strong>: 448</p>
<p><strong>Altersempfehlung</strong>: ab 12 Jahren</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Diana lebt versteckt vor den Menschen gemeinsam mit ihren Amazonen-Schwestern auf der Insel Themiskyra, wo sie Tag für Tag versucht sich als Tochter der Königin zu beweisen. Als sie jedoch eines Tages das Mädchen Alia in der Nähe ihrer Insel aus einem Wrack rettet, stellt sich alles auf den Kopf: Auf Alia lastet der Fluch der Kriegsbringerin und somit ist sie dazu bestimmt, die Welt der Menschen ins Chaos zu stürzen. Jedoch nicht, wenn Diana es verhindern kann. Gemeinsam verlassen die beiden Mädchen die Insel der Amazonen und begeben sich auf eine waghalsige Reise, um den Fluch, der auf Alia lastet, zu brechen und die Welt zu retten, bevor es zu spät ist…</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Von der ersten Seite an, schafft es die Autorin mit ihrem Schreibstil eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Einem wird sofort klar, dass sie eine ganz andere Richtung einschlägt, als es der Film getan hat und wohl auch anders als die Comic-Bücher, die ich jedoch nicht gelesen habe, von denen ich mir aber sagen habe lassen, dass die ganz anders seien als dieses Buch.<br />
Die Beschreibungen haben zugleich etwas Unkompliziertes, aber auch Mystisches. Es ist simpel genug um unterhaltend und flüssig zu sein, aber auch detailliert und verträumt genug, um eine eigene kleine Welt in der unsrigen zu erschaffen. Zwar spielt der größte Teil des Romans in alles andere als fiktionalen Städten wie New York, aber nie verliert die Erzählung das Magische. Die Elemente der griechischen Mythologie übernehmen aber auch nie die Überhand und sind verhältnismäßig geschickt ausbalanciert.</p>
<p>Auch die Thematiken in diesem Buch, die über die Weltrettung hinausgehen, aber auch die Figuren, sind vielfältig, aber nie plakativ, sondern fließen natürlich in die Erzählung ein: Indische, griechische, brasilianische und afro-amerikanische Charaktere, Selbstfindung, aber auch unschöne Tatsachen wie Rassismus sind in diesem Buch zu finden, aber immer authentisch repräsentiert, ohne groß aufzutragen.</p>
<p>Das wichtigste und prominenteste Thema in „Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ ist aber wohl die Freundschaft, insbesondere die aufrichtige und innige Freundschaft zwischen Mädchen, die in Jugendromanen leider oft nicht über das Geplänkel über Jungs hinausgeht. So aber nicht hier: Man spürt beim Lesen, wie Diana und Alia eine immer vertrauensvollere Bindung zueinander aufbauen, sich zusammen jeder Gefahr stellen. Gleichzeitig wird auch deutlich, wie stark die bereits bestehende Freundschaft zwischen Alia und ihrer besten Freundin Nim ist. Das einzige, was an der Freundschaft zwischen Alia und Nim ein wenig stört, ist, dass Nim die allzu ausgelutschte und bereits zu oft dagewesene „verrückte, laute“ beste Freundin ist. Was bei Diana und Alia unkonventionell ist, ist, was die Charaktereigenschaften betrifft, bei Nim und Alia umso konventioneller.</p>
<p>Neben den freundschaftlichen Verhältnissen sind die romantischen Verhältnisse zugebenermaßen aber auch nicht außer Acht zu lassen, auch wenn sie nur einen recht kleinen Teil der Geschichte einnehmen. Während die Romanze zwischen den Kindheitsfreunden Theo und Alia zwar einpaar süße Momente hat, aber sonst nicht sonderlich hervorsticht, war die Spannung zwischen Alias Bruder Jason und Diana doch sehr aufregend. Einerseits sind sie oft verschiedener Meinung, andererseits ist die Chemie zwischen ihnen beiden einfach sehr unterhaltend. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich die Szenen zwischen ihnen nicht verschlungen hätte.</p>
<p>Nachdem ganzen Gerede über die Charaktere, darf man aber natürlich auch nicht den Plot vergessen. Spannung, die durch zahlreiche Wonder Woman-typische Actionszenen, Mystik, aber auch durch eine große Wendung hervorgerufen wird, kommt keinesfalls zu kurz.<br />
An Humor fehlt es auch nicht, denn dieses Buch bringt einen nur allzu häufig zum Lachen. Absurde Situationen, die sich daraus ergeben, wenn Diana in die vollkommen fremde, technik-dominierte Großstadt New York reist oder schlicht dem anderen Geschlecht begegnet, welches sie nun zum ersten Mal in ihrem Leben antrifft, sind einfach zu komisch. Aber auch die Dialoge zwischen den Charakteren sprühen nur so vor Witz und Sprüchen, die einem unwillkürlich ein Grinsen auf das Gesicht zaubern.</p>
<p><strong>Fazit: </strong>„Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ ist ein humorvolles Actionabenteuer voller Frauen-Power und Freundschaft und unterhält einen von der ersten bis zu letzten Seite. Ob man Superhelden nun mag oder nicht: „Wonder Woman“ ist eine gelungene Mischung aus heroischem Epos und modernen Elementen, die für jeden Geschmack etwas bereithält.</p>
<p>Selin, 16 Jahre alt</p>
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		<title>Sami und der Wunsch nach Freiheit</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jun 2018 14:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Erwachsene]]></category>
		<category><![CDATA[ab 14 Jahren]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Autor: Rafik Schami Seitenanzahl: 326 Altersempfehlung: ab 14 Jahren Kurz zum Inhalt: Scharif und Sami sind die besten Freunde seit Kindheitstagen. Nun erzählt Scharif von den Abenteuern seines Freundes in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autor</strong>: Rafik Schami</p>
<p><strong>Seitenanzahl</strong>: 326</p>
<p><strong>Altersempfehlung</strong>: ab 14 Jahren</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt</strong>: Scharif und Sami sind die besten Freunde seit Kindheitstagen. Nun erzählt Scharif von den Abenteuern seines Freundes in ihrer Heimatstadt Damaskus und wie sich Sami die vielen Narben zugezogen hat, die ihn in seiner Nachbarschaft berühmt gemacht haben.</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Es ist schwierig in Worte zu fassen, was dieses Buch so unheimlich besonders macht, aber ich werde mein Bestes geben es zu versuchen.</p>
<p>Beginne wir damit, dass Rafik Schami schlicht ein begnadeter Erzähler ist. Seine Romane haben stets etwas Märchenhaftes an sich, einen Hauch von „1001 Nacht“, der in jedem Wort mitschwingt. Schami macht in seinen Romanen stets seine Liebe zur Erzählkunst deutlich und so auch in diesem Buch. Generell bin ich ein großer Fan von einer Geschichte in einer Geschichte und Schami ist schlicht ein Meister auf diesem Gebiet. Auch schafft er es komplexe Umstände und Wahrheiten in einem simplen Satz geschickt festzuhalten, sodass man nur den Hut vor diesem Talent ziehen kann.</p>
<p>Und auch seine Charaktere haben immer etwas ganz Besonderes an sich. Sami, mit seinem lebendigen, rebellischen Geist, Scharif mit seinem ruhigen, aber aufmerksamen Wesen und sämtliche Nebencharaktere vom Postboten Elias bis zum Apotheker: Die Figuren scheinen tatsächlich zu existieren, keiner ist wie der andere. Man baut in diesen knapp über 300 Seiten eine Bindung zu ihnen auf, als wären sie alte Freunde.</p>
<p>Das macht, unter anderem, dieses Buch auch so unheimlich bewegend. Die Geschichten, die Scharif über Sami erzählt, sind erst schlicht bezaubernd in ihrem Charme und Witz, werden aber immer inspirierender und ergreifender. Die beiden Freunde rebellieren auf ihre ganz eigene Art und Weise gegen die Unterdrückung durch das syrische Regime, die Geheimpolizei und Propaganda in der Schule. Der Leser versteht, wieso sie ihre Heimat und deren Menschen so sehr lieben, aber auch, dass die Repression ein Teil des alltäglichen Lebens ist und ausweglos scheint. Umso ergreifender ist es also, als der Arabische Frühling auch in Syrien einkehrt und Sami und Scharif begeistert und beharrlich mitwirken, auch wenn es sie ihre Freiheit kosten könnte. So tragisch das Schicksal auch ist, das Syrien seither verfolgt, ist es doch ohne Zweifel inspirierend zu sehen wie diese beiden jungen Männer auch in den dunkelsten Stunden nicht daran denken aufzugeben und die Hoffnung nicht verlieren.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ von Rafik Schami, ist ein kleiner Schatz der zeitgenössischen Jugendliteratur. Es inspiriert einen ohne belehrend zu sein, und regt Verstand und Seele an, sodass einen diese märchenhaft-schön erzählte, aber genauso rücksichtlos ehrliche Geschichte einen nur schwer wieder loslässt.</p>
<p>Selin, 16 Jahre alt</p>
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		<title>&#8220;City of Thieves&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 04:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Erwachsene]]></category>
		<category><![CDATA[Krimis & Detektivgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[ab 14 Jahren]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin: Natalie C. Anderson Originaltitel: City of Saints and Thieves Seitenanzahl: 400 Altersempfehlung: ab 14 Jahren Kurz zum Inhalt: Kenia – Hier lebt die gewitzte junge Diebin Tina in Sangui ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autorin</strong><strong>: </strong>Natalie C. Anderson</p>
<p><strong>Originaltitel</strong><strong>: </strong>City of Saints and Thieves<strong></strong></p>
<p><strong>Seitenanzahl: </strong>400<strong> </strong></p>
<p><strong>Altersempfehlung: </strong>ab 14 Jahren</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Kenia – Hier lebt die gewitzte junge Diebin Tina in Sangui City. Als Mitglied einer gefürchteten Gang treibt sie in der Stadt ihr Unwesen. Doch ihr eigentliches Ziel ist klar: Sie möchte den Mörder ihrer Mutter, den reichen Mr Greyhill, fassen und für seine Tat bezahlen lassen. Kurz bevor sie ihm jedoch wichtige Daten stehlen und veröffentlichen kann, um seinem Geschäft ein für allemal ein Ende zu bereiten, wird sie von Michael Greyhill, Mr Greyhills Sohn und Tinas ehemaliger beste Freund, daran gehindert. Sie schließen einen Pakt: Er, der nicht glaubt, dass sein Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich ist, möchte ihr helfen den wahren Mörder zu finden, jedoch muss sie ihm im Gegenzug versprechen, die vernichtenden Daten nicht publik zu machen. Gemeinsam mit dem Hacker Boyboy beginnen sie eine gefährliche Ermittlung und decken dabei lang gehütete Geheimnisse auf, die Tinas Leben für immer verändern werden…</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Am Anfang ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist recht jugendlich und einfach gehalten, was dann ein Problem wird, wenn man bei manchen Sätzen ein wenig über das Ziel hinausschießt und es mit dem jugendlichen „Slang“ ein wenig übertreibt. Jedoch ist die Geschichte so auch schnell und einfach in einem Rutsch lesbar.</p>
<p>Die Geschichte selbst wird nicht getrieben von dauerhafter Spannung – die gibt es zwar auch stellenweise, aber sie entsteht nicht durch besonders ausgetüftelte Verfolgungsjagden, sondern, meiner Meinung nach, durch das Setting. Denn dieses Buch ist im Vergleich zu anderen Schauplätzen in anderen Jugendromanen sehr unkonventionell.<br />
Wie oft liest man in Jugendromanen schon etwas aus dem Kongo oder Kenia? Beim Lesen dieses Buchs, wird einem klar, wieviel ungenutztes Potenzial für Geschichten es noch gibt, wie viele Themen noch nicht ansatzweise genug beleuchtet sind. Das macht diesen Roman aber auch so unglaublich interessant. Korruption, Diskriminierung, enorme soziale Ungerechtigkeit, Milizen, Waffenschmuggel, Kriegsflüchtlinge, Propaganda, Vorurteile – All diese Themen machen „City of Thieves“ zu einem einzigartigen Leseerlebnis.  Man merkt wieviel Arbeit in die Recherche gesteckt worden ist: Die Autorin schafft es einem einen Eindruck zu geben, welche komplexe, undurchsichtige Politik den Alltag von diesen Teilen Ostafrikas beherrscht. Man wird mit neuen Perspektiven und Schicksalen vertraut, die vielleicht unschön sind, aber dafür auch echt und wert, wahrgenommen zu werden. Es wird deutlich, wie sehr unsere unmittelbare Umwelt uns und unsere Wahrnehmung prägt und, dass man in ausweglosen Situationen oft Dinge tut, die von außen hin unverständlich wirken, aber einen selbst am Leben und Sicherheit erhalten.</p>
<p>Der tatsächliche Plot dagegen war dann doch eher vorhersehbar und klassisch für einen Jugendthriller.  Auch wenn der Räuberbund ein wenig Abwechslung bringt, sind hier auch die größten Plotholes zu finden: Es gibt einige Logikfehler, die ignoriert werden, um den Plot voranzubringen, dementsprechend wird sich von Tinas Seite her sehr auf die Unachtsam- und Gedankenlosigkeit ihrer Gegner verlassen. Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem unterhaltend ist; ein zwei Wendungen lassen einen dann doch ein wenig sprachlos zurück.</p>
<p>Auch die vielschichtigen Charaktere wiegen die stellenweise Vorhersehbarkeit auf: Nicht nur Michael, mit seiner verzehrten aber auch verständlich eingeschränkten Wahrnehmung regt einen zum Nachdenken an. Sondern auch Mr Greyhill, der mit Abstand wohl der interessanteste Charakter ist: Er ist nicht einfach der undurchschaubare Antagonist, der bloß da ist, um der Protagonistin Ärger zu machen. Wir erhalten einen Einblick in seine Denkweise und seine Gefühlswelt, seine Motive, warum er die Dinge tut, die er tut und sehen auch, dass er mehr ist, als bloß der skrupellose „Bösewicht“. Zwar sind seine Ansichten ohne Zweifel verzehrt und moralisch alles andere als vertretbar, aber man kann ihn und sein Handeln nachvollziehen.<br />
Ganz generell muss man noch loben wie vielfältig die Charaktere sind: Dunkel- und hellhäutige Figuren, aus allen möglichen Schichten und Hintergründen.</p>
<p>Auch das Glossar am Ende ist ein netter Zusatz, der die frische Atmosphäre des Romans nur noch unterstreicht und einen gleichzeitig auch ein bisschen etwas dazulernen lässt.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: „City of Thieves“ von Natalie C. Anderson ist ein unkonventioneller, aufregender Jugendroman, der die Tür in die Welt Afrikas öffnet und den Leser mit neuen und komplexen Perspektiven bereichert. Wer etwas wirklich Neues sucht und seinen Horizont erweitern will, sollte unbedingt nach diesem Buch greifen und sich in den bunten, aber auch harten Alltag Kenias entführen lassen.</p>
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		<title>AMANI- Verräterin des Throns</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 04:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchreihen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy & Science fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe, Freundschaft & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[ab 14 Jahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin: Alwyn Hamilton Originaltitel: Traitor to the throne Seitenanzahl: 544 Altersempfehlung: 14 Jahre ACHTUNG: DIE FOLGENDE REZENSION ENTHÄLT SPOILER ZUM ERSTEN BAND Kurz zum Inhalt: Amani gehört nun zu der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autorin: </strong>Alwyn Hamilton</p>
<p><strong>Originaltitel: </strong>Traitor to the throne</p>
<p><strong>Seitenanzahl: </strong>544</p>
<p><strong>Altersempfehlung: </strong>14 Jahre</p>
<p>ACHTUNG: DIE FOLGENDE REZENSION ENTHÄLT SPOILER ZUM ERSTEN BAND</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Amani gehört nun zu der aufstrebenden Rebellenbewegung von Prinz Ahmed. Doch nach einer unglücklichen Fügung des Schicksals wird sie vom Sultan höchstpersönlich gefangengenommen und es scheint keinen Weg zu geben, sie wieder zu befreien. Bestrebt ihren Freunden trotzdem irgendwie zu helfen, nimmt sie das Risiko auf sich und hält als Spionin Augen und Ohren offen, um die Geheimnisse des Feindes an die Rebellen weiterzutragen. Doch nie hätte Amani gedacht, dass sie bei ihren Auskundschaftungen Dinge erfährt, die ihre Meinung zu bereits beschlossenen Freunden und auch Feinden ins Wanken bringen…</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Bevor ich überhaupt beginne ins Detail zu gehen, kann ich schon sagen, dass der zweite Band um <em>Längen</em> besser ist als der erste, den ich zwar auch gemocht habe, der aber doch an so manchen Stellen seine Fehler hat. Diese Fehler werden in der Fortsetzung nicht gemacht, doch dazu gleich mehr.</p>
<p>Auch im zweiten Band ist Frau Hamiltons Schreibstill atmosphärisch und fließend mit unterhaltenden manchmal witzigen, manchmal elektrisierenden Dialogen und bildhaften Szenenbeschreibungen. Mein größter Kritikpunkt am ersten Band ist ja gewesen, dass das Buch einfach zu kurz ist und viele Szenen in ihrem fehlenden Detailreichtum darunter leiden müssen. Doch so nicht hier, denn die Autorin hat sichtlich mehr Arbeit in die Ausarbeitung gesteckt. Die Darstellungen und Beschreibungen der Handlung und der Szenerie sind genauso lang und detailreich wie es sein muss: nicht zu lang, aber auch nicht (wie im Vorgänger) zu knapp, sodass man flott und gerne durchliest.</p>
<p>Ebenso bei den Charakteren hat sich einiges getan: Während diese im ersten Band, außer der Protagonistin, doch ein wenig eintönig und undurchsichtig sind, lernt man sie in „Verräterin des Throns“ besser kennen, was sie für den Leser greifbarer macht. Dadurch kann man jegliche bestehenden Beziehungen unter den Figuren endlich besser nachvollziehen und sie kommen einem nicht mehr so plastisch und aufgesetzt vor. Und nicht nur das: Es kommen einige neue Charaktere dazu und manche von ihnen haben sogar eine überaus interessante Tiefe inne.<br />
Speziell der Sultan ist, meiner Meinung nach, besonders gelungen: er ist nicht einfach „böse“; man lernt ihn als Menschen kennen, in all seinen interessanten Facetten, Zielen und Ängsten, was ihn zu einem glaubwürdigen und höchst faszinierenden Antagonisten macht.<br />
Und zusätzlich zu Amani gibt es nun auch Sam, der ein wenig Humor und Witz in die Erzählung bringt.</p>
<p>Manchmal, muss man aber sagen, sind es dann doch etwas zu viele Charaktere auf einmal, wodurch man den Überblick in manchen Szenen ein wenig verliert, doch das ist nicht allzu gravierend.</p>
<p>Denn die Spannung macht das alles wieder wett. Obwohl der Plot im Mittelteil etwas an Fahrtwind einbüßt, ist dieser Jugendroman ansonsten vollbepackt mit Wendung über Wendung über Wendung. Nichts und niemand ist wie er oder sie scheint; ständig wird der Leser überrascht und ist wie gefesselt von der schlauen und oft auch hinterlistigen Art und Weise wie diese Geschichte erzählt wird. Immer wieder schnappt man nach Luft und kann gar nicht schnell genug weiterlesen, während der nächste Plot-Twist auch schon auf einen wartet. Selbst der wie schon erwähnte etwas ruhigere Mittelteil, ist, obwohl er nicht unbedingt actionbeladen ist, trotzdem nicht langweilig und ein notwendiger Schritt in Richtung Ende.</p>
<p>Und dieses Ende ist schlicht Spannung pur und in seiner Emotionalität einer der besten Handlungsstränge dieser Erzählung; man <em>fliegt</em> praktisch durch den letzten Akt.<br />
Auch die Romanze zwischen Jin und Amani ist schön, herzerwärmend und reizvoll, und genauso reizvoll ist auch die Rebellenbewegung, und das obwohl schon genug Jugendromane in diese Richtung existieren.<br />
Ganz besonders gut gefallen hat mir aber die Einbindung der vielen Mythen und Legenden, die das Leseerlebnis nochmal magischer und einzigartiger machen. Die mystische Atmosphäre, die dadurch aufgebaut wird, ist sogar ein wenig vergleichbar mit „Tausendundeine Nacht“.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Eine ganz wunderbare Fortsetzung, die ihren Vorgänger ohne Weiteres übertreffen kann, mit ihrem orientalischen Charme und der omnipräsenten Spannung, die sich um keinen Schockmoment zu schade ist. Ich kann kaum abwarten bis auch der dritte und letzte Band erscheint: sehr, sehr empfehlenswert und auf jeden Fall mehr als lesenswert!</p>
<p>Selin, 16 Jahre alt</p>
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		<item>
		<title>AMANI &#8211; Rebellin des Sandes</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 10:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchreihen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy & Science fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe, Freundschaft & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[ab 14 Jahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin: Alwyn Hamilton Seitenanzahl: 352 Originaltitel: Rebel of the Sands Altersempfehlung: 14 Jahre Kurz zum Inhalt: Amanis größter Traum ist es Dustwalk zu verlassen und ein neues Leben in Izman ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autorin:</strong> Alwyn Hamilton</p>
<p><strong>Seitenanzahl:</strong> 352</p>
<p><strong>Originaltitel: </strong>Rebel of the Sands</p>
<p><strong>Altersempfehlung: </strong>14 Jahre</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Amanis größter Traum ist es Dustwalk zu verlassen und ein neues Leben in Izman anzufangen und endlich frei und unabhängig zu sein. Unerwartet bietet sich ihr die perfekte Möglichkeit, als der mysteriöse Jin in ihrer Stadt auftaucht: Gemeinsam flüchten sie in Richtung Hauptstadt, doch Amani muss bald feststellen, dass sie ihr Ziel nicht so schnell erreichen wird, wie erhofft: Immer wieder geraten die beiden Jugendlichen in Gefahr, doch das ist nicht die einzige Hürde, die es gilt, bewältigt zu werden. Denn nicht nur von mystischen Wüstenwesen und dem Gefolge des Sultans muss das junge Mädchen auf der Hut sein; auch allesverändernde Geheimnisse sind ihr dicht auf der Spur …</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Mit einem sehr geschickten und atmosphärischen Schreibstil schafft es Alwyn Hamilton von Beginn an, die Erzählung mit einem gewissen Flair zu versehen: Es ist eine interessante, einzigartige Mischung aus Wildem Western und dem Orient, mit Pistolen-Duellen in der einen und Wüstenabenteurern in der nächsten Sekunde. Es ist einmal etwas ganz anderes, durchaus gekonnt gelöst und somit bestimmt auch einer der großen Stärken dieses Romans.<br />
Kurz gesagt, eine wirklich erfrischende und aufregende Abwechslung.</p>
<p>Und<em> aufregend</em> ist dieses Buch allemal: Immer wieder passiert etwas, kaum ist der eine Handlungsstrang abgeschlossen, stürzt auch schon der nächste herbei und lässt keine Langeweile oder Durchhänger zu.<br />
Doch recht oft ist es dann doch etwas überstürzt: Es geschehen so viele Dinge auf einmal, dass es oft eine Schwierigkeit darstellt, die Szene mitzuverfolgen, den Durchblick zu behalten und so ist man immer wieder ein wenig irritiert, weil man sich nicht ganz sicher ist, was genau nun passiert ist. Es wäre also von Vorteil gewesen, wenn man so manche Szenen feiner und detailreicher ausgearbeitet hätte. Die zusätzliche Länge hätte der Erzählung ohne Zweifel gutgetan.</p>
<p>Auch die Liebesgeschichte zwischen Jin und Amani hat ihre Stärken und Schwächen: Es herrscht in vielen Szenen eine ganz elektrisierende Chemie zwischen den beiden Charakteren. Mit schlagfertigen Dialogen und Neckereien ist es eine wahre Freude ihre Gespräche mitzuverfolgen und immer wieder leise zu schmunzeln.<br />
Dann gibt es aber wiederrum auch Momente, in denen vieles &#8211; wieder &#8211; vollkommen überstürzt ist und ihre Gefühl sich in einer nicht ganz nachvollziehbaren Eile entwickeln. Man hat in diesen Augenblicken ein wenig das Gefühl, dass man wohl einpaar Kapitel überlesen haben muss, so innig sind sie von einem Moment auf den anderen.<br />
Und dann verhalten sie sich wieder als wäre nichts gewesen und wieder herrscht die schon erwähnte Chemie. Diese zwei Zustände wechseln immer wieder ab und wühlen ein wenig auf.</p>
<p>Was von Amani selbst zu halten ist, ist auch ein kleines Paradoxon: Mal ist sie cool, witzig und unterhaltsam, und dann wieder auf eine nicht nachvollziehbare Weise selbstbezogen und scheint keine Schwächen zu haben, die sie authentischer und menschlicher für den Leser machen würden.<br />
Doch schafft sie es immer wieder mit ihrer aufmüpfigen Art der Erzählung Schwung zu verleihen, genau wie die ständigen Wendungen, die zwar vorhersehbar, aber nötig sind, um die Spannung weiter aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Die restlichen Charaktere sind nur schwer zu beurteilen, selbst Jin: Das Buch ist so kurz, dass man die Figuren nur oberflächlich kennenlernen kann und weder besonders mit ihnen sympathisiert, noch ihnen gegenüber abgeneigt ist. So sind viele grundlegende Entscheidungen, die Amani wegen den anderen Charakteren trifft, häufig nicht verständlich, zu hastig und scheinen so ein wenig willkürlich.</p>
<p>Nach dem Ende möchte man aber trotz allem mehr wissen: Obwohl der Schluss abgeschlossen und rund ist, möchte ich persönlich auf jeden Fall auch den Folgeband lesen, um zu sehen, was die Autorin mit Amani, Jin und Co. noch vorhat und welche Wendungen im Verborgenen auf den Leser warten.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: „Amani – Rebellin des Sandes“ von Alwyn Hamilton ist vielleicht etwas zu kurz geraten, aber immer unterhaltend und actionreich. Leuten, die nach einem neuen Setting im Jugendbuchbereich suchen, ist dieser Roman besonders zu empfehlen.<br />
Und wie gesagt, bin ich schon sehr gespannt darauf, bald auch in den zweiten Band einzutauchen…</p>
<p>Selin, 16 Jahre alt</p>
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		<item>
		<title>Was wir dachten, was wir taten</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Aug 2017 09:04:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Erwachsene]]></category>

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		<description><![CDATA[Vierzehn Jugendliche, ein Lehrer … und ein Amokläufer Autorin: Lea-Lina Oppermann Seitenanzahl: 180 Kurz zum Inhalt: Eigentlich wollen die Schüler nur ihren Mathetest hinter sich bringen, als das Unvorstellbare geschieht: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vierzehn Jugendliche, ein Lehrer … und ein Amokläufer</p>
<p>Autorin: Lea-Lina Oppermann</p>
<p>Seitenanzahl: 180</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Eigentlich wollen die Schüler nur ihren Mathetest hinter sich bringen, als das Unvorstellbare geschieht: Ein Amokläufer befindet sich im Schulgebäude und ist auf dem Weg zu ihnen. Und niemand weiß, welches Spiel genau er treibt. In diesem Spiel bangen die Jugendlichen nicht nur um ihr Leben; sie sehen sich auch unerwartet mit ihren schlimmsten Geheimnissen konfrontiert…</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Die Autorin fackelt nicht lange und wirft einen von Anfang an mitten ins Geschehen. Der Leser findet sich also ab der ersten Seite unmittelbar mit den Charakteren im Klassenzimmer wieder, nachdem die allesverändernde Lautsprecherdurchsage gemacht worden ist. Und von da an hält die Spannung ausnahmslos an: durch gekonnte Einfälle und Wendungen möchte man als Leser stets wissen, wie es nun weitergeht. Auch die Kürze des Buchs trägt dazu bei, dass man die Geschichte problemlos in einem Rutsch durchlesen kann und will.</p>
<p>Auch der Schreibstil ist geschickt gewählt und hält das Tempo durch seine Einfachheit am Leben. Positiv überraschend ist aber, dass diese eigentlich ernste Erzählung oft mit Humor punkten kann, der aber angemessen ist und im richtigen Moment eingesetzt wird. Was auch auffällt, ist dass die Protagonisten in ihrem Kopf nicht die breite Masse, sondern einen selbst als Leser ansprechen, als würden sie tatsächlich mit einem beisammensitzen und ihre Geschichte erzählen.</p>
<p>Zu diesen Protagonisten zählen neben den zwei Jugendlichen Fiona und Mark, auch der Klassenlehrer Herr Filler. Einerseits ist es eine willkommene Abwechslung auch aus der Sicht eines Lehrers lesen zu können, doch andererseits sind die restlichen Charaktere teilweise doch ein wenig einfallslos. Es ist, als habe man alle Teenager-Stereotypen in ein Klassenzimmer gesteckt: Die Streberin, den Unwiderstehlichen, die Magersüchtige, die „Dicke“, den Vorgestraften und die beliebte Zicke.</p>
<p>Und das Handeln eben dieser Charaktere scheint oft mehr als schleierhaft. Selbstverständlich ist man in einer solchen Extremsituation nicht man selbst, aber das ist nicht das was ich meine. Was ich meine, ist etwas, das nichts mit der Psyche zu tun hat; ich meine recht sinnloses und unlogisches Verhalten, welches fast schon willkürlich scheint, schlichtweg keinen Sinn ergibt und einen ein wenig an der Intelligenz der Charaktere zweifeln lässt, so harsch das jetzt auch klingen mag. Oft runzelt man die Stirn und fragt sich, welchen Zweck die Aktion gerade erfüllen hätte sollen; warum ausgerechnet dieser oder jener, nicht unbedingt naheliegender Schluss gezogen wird. Es gibt einige Beispiele, die aber, um nichts vorwegzunehmen, an dieser Stelle jetzt nicht aufgeführt werden.<br />
Grundsätzlich fallen, unabhängig von den Charakteren, so manche Logikfehler im Plot auf, die wohl übersehen worden sind.</p>
<p>Besonders wichtig ist in dieser speziellen Erzählung die Authentizität: Hat man das Gefühl etwas zu lesen, was tatsächlich so passieren könnte, oder ist es bloß ein überdramatisierter Thriller, der eigentlich ein 0815 Film sein könnte? Die Antwort auf diese Frage lautet, dass dieser Roman in gewisser Hinsicht eine Mischung aus beidem ist.<br />
Es gibt einige Aspekte, die ihn erstmal durchaus authentisch machen:  Etwas absurde Gedanken, die in einer solchen Situation so aber tatsächlich in einem aufkommen könnten; eine echte, nicht übertrieben jugendliche Mundart; Nüchternheit und keine sofortige Panik, die in den Schülern für die ersten Minuten herrscht, bevor sie die Gefahr wirklich realisieren. Aber dann gibt es doch wieder Faktoren, welche die herrschende Glaubwürdigkeit gewaltig mindern: selbst für die gegebenen Umstände überdramatisiertes Verhalten bei den Jugendlichen; übertrieben schurkisches Handeln des Amokläufers, welches mehr an einen einfältigen Bösewicht, als an eine reale Person erinnert.</p>
<p>Denn auch, oder besser gesagt, <em>besonders</em> der Amokläufer muss &#8211; insbesondere bei der Thematik, die dieses Buch behandelt &#8211; authentisch sein. Es gibt zwar einen Beweggrund seitens des Täters, der am Ende aufgegriffen wird, doch der ist vielmehr ein einfaches, abgeklatschtes Motiv, welches unglücklicherweise nicht fein genug ausgearbeitet ist, um echt und real zu wirken. Die Basis des genannten Motivs ist also grundsätzlich gut, aber man hätte definitiv mehr draus machen können. Man hat es nicht geschafft, die richtige Tiefe zu finden, wenn man so will.</p>
<p>So ist auch das Ende: etwas zu vorhersehbar und einfach.</p>
<p>Es ist ein bisschen, als wisse die Erzählung nicht, was sie sein möchte: Echt, aber dafür nicht ganz so spektakulär, oder filmreif, aber dafür teilweise unglaubwürdig. Denn es sind durchaus Ideen vorhanden, die jeweils Potenzial für eines der beiden Schemata haben, sich aber nicht unbedingt für beides vereinigen lassen.<br />
Schlussendlich genauer betrachtet, tendiert die Erzählung doch eher in die weniger glaubwürdige Schiene.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Fazit: </strong>„Was wir dachten, was wir taten“ von der Jungautorin Lea-Lina Oppermann greift eine Thematik auf, welche unerfreulicher Weise immer irgendwie aktuell sein wird. Die Handlung ist zwar nicht zwangsweise authentisch, aber dafür spannend, lässt sich flott lesen und eignet sich somit besonders für Jugendliche, die eine kurze, aber packende Reise in einen Thriller unternehmen wollen.</p>
<p>Selin, 16 Jahre alt</p>
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		<title>Erwachen des Lichts</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 13:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy & Science fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe, Freundschaft & Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[Originaltitel: The Return Autorin: Jennifer L. Armentrout Seitenanzahl: 432 Kurz zum Inhalt: Josie ist Studentin und führt ein Leben wie jeder andere – bis ihr plötzlich der selbstverliebte und rebellische ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Originaltitel</strong>: The Return</p>
<p><strong>Autorin</strong>: Jennifer L. Armentrout</p>
<p><strong>Seitenanzahl</strong>: 432</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Josie ist Studentin und führt ein Leben wie jeder andere – bis ihr plötzlich der selbstverliebte und rebellische Seth begegnet, der ihr erzählt, dass sie eigentlich gar nicht so unscheinbar ist wie sie denkt. Josie ist nämlich eine Halbgöttin, Tochter des Sonnengotts Apollon und schwebt in großer Gefahr: Die Titanen sind auf der Suche nach ihr, mit dem Ziel sie unschädlich zu machen, bevor sie ihnen gefährlich werden kann. Es ist Seths Aufgabe sie in Sicherheit zu bringen und sie zu der Kämpferin zu trainieren, die sie sein muss, um überleben zu können. Denn während ihr in der Universität vermeintlich keine Gefahr droht, warten die Ungeheuer außerhalb der sicheren Absperrungen nur darauf sie endlich zwischen ihre Finger zu bekommen…</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Als ich begonnen habe „Erwachen des Lichts“ zu lesen, habe ich nicht gewusst, dass dieses Buch der erste Teil eines Spin-Offs zur „Covenant“ Reihe ist; eine Jugendbuchreihe, die ich nicht gelesen habe.<br />
Doch das hat mir während dem Lesen grundsätzlich keine Probleme breitet, da die Ereignisse der Covenant-Reihe ausführlich und verständlich geschildert werden. In gewisser Hinsicht sind diese Erzählungen sogar das Aufregendste am ganzen Buch: Zwar kommt man beim Lesen sehr schnell durch die 432 Seiten, aber genauer betrachtet ist nicht wirklich viel Handlung vorhanden, die man verfolgen kann. Zwei bis drei vorhersehbare Kampfsequenzen, eine Autofahrt, einpaar Übernachtungen, sehr viele Liebesszenen und Training in der Universität; der Plot lässt sich grundsätzlich auf diese paar Punkte zusammenfassen. Es ist fraglich, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn die kurze Nacherzählung der Geschehnisse in einer anderen Reihe das Spannendste am ganzen Buch ist.</p>
<p>Doch während dem Lesen stört der mangelnde Plot in erster Linie nicht wirklich, wie gesagt kommt man trotzdem recht gut voran. Was aber sehr wohl stört, ist der Schreibstil der Autorin. Er soll jugendlich wirken, doch versagt in diesem Vorhaben ein wenig, denn Worte wie „chillen“ verwendet heutzutage kein Jugendlicher. Und die ständige Verwendung von „und so“, „zum Beispiel“ und „irgendwie“ wirkt im Zusammenhang ebenfalls oft, wenn nicht gar immer, vollkommen deplatziert.<br />
Ganz generell stellt sich die Autorin etwas ungeschickt mit Worten an: Die Sprüche der Charaktere zünden nicht, die Dialoge sind aufgesetzt und plakativ und oft wird der Leser mit eigenartigen, fadenscheinigen Erklärungen abgespeist.</p>
<p>Besonders was die Schilderung der griechischen Mythologie betrifft, ist vieles sehr undurchsichtig. Man muss wahrlich kein Experte sein, um die Fehler zu sehen: Seit wann sprechen uralte, unsterbliche Götter wie pubertäre Halbwüchsige? Seit wann greifen Götter derart in das Handeln der Menschen ein, um dann in der nächsten Minute vom „kosmischen Gleichgewicht“ zu predigen?  Die Götter treten immerhin mehrmals auf und sind ein fundamentaler Bestandteil der Welt, auf welcher dieses Buch baut; die Ausarbeitung lässt wirklich zu wünschen übrig.</p>
<p>Was dagegen durchaus erfreut, ist der Fakt, dass man aus zwei Perspektiven liest, was es einfacher macht trotz der fehlenden Handlung dranzubleiben. Auch ist es erfrischend eine Protagonistin zu sehen, die nicht eine ganze Bande Kampfmaschinen nach bloß fünf Minuten Training auf einen Schlag besiegen kann und tatsächlich Probleme hat die plötzliche Wendung in ihrem Leben einfach zu akzeptieren, sich überfordert fühlt.<br />
Abgesehen davon ist sie aber ein Charakter, den man nur allzu gut kennt: Das schüchterne Mauerblümchen, das sich für unglaublich unscheinbar hält, obwohl sie „die Eine“ ist, die Einzigartige. Auch mit Seth hat man das Rad nicht neu erfunden: der selbstverliebte, sprücheklopfende und unfreundliche Protagonist, wie er leibt und lebt. Und selbstverständlich ist er unheimlich attraktiv, was auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit erwähnt wird. Das ist aber nicht die einzige Oberflächlichkeit, die auffällt; Männer, als auch Frauen werden in dieser Erzählung darauf reduziert, ob sie „heiß“ sind oder nicht, ob sie geschminkt sind oder nicht. Sollten sie den Ansprüchen eines Modelscouts nicht entsprechen, werden sie sofort als unwürdig und uninteressant deklariert. Keine Botschaft, die man der Zielgruppe von „Erwachen des Lichts“ vermitteln sollte, wenn man mich fragt.</p>
<p>Wobei man sich fragen muss, welche Zielgruppe dieser Roman eigentlich ansprechen möchte. Es wird als Jugendbuch vermarktet, hat aber in den romantischen Szenen, die das Buch dominieren, explizite und auf keinen Fall jugendfreie Beschreibungen, mit denen man bei einem solchen Genre nicht rechnet. Und dieses Motiv wiederholt sich bis zum Ende immer und immer wieder. Wieso man das bei der Vermarktung des Buchs nicht von Anfang an klipp und klar geklärt hat, ist mir ein Rätsel, besonders, da das ohne Zweifel für verständliche Verwirrung bei jüngeren, etwas unreiferen Lesern führen wird.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Fazit: </strong>Erfahrenere Leser, <em>junge</em> Leser werden mit „Erwachen des Lichts“ von Jennifer L. Armentrout wohl eher weniger Freude haben. Aber jungen Erwachsenen dagegen, die noch keine allzu große Leseerfahrung haben und eine lockere, simple und unterhaltende Lektüre suchen, kann ich durchaus eine Empfehlung aussprechen.</p>
<p>Selin, 15 Jahre alt</p>
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		<title>Lesegören Cooler Auftritt, Girls!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2017 04:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchreihen]]></category>
		<category><![CDATA[Comic & Lustiges]]></category>
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		<description><![CDATA[Autorin: Bianka Minte-König Seitenanzahl: 225 Erscheinungsjahr: 2016 Altersempfehlung: 10 Jahre Kurz zum Inhalt Lotte, Stine und Hanna haben ein neues Projekt: Eine eigene GIRLS! Band gründen! Gemeinsam wollen sie beim ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autorin: </strong>Bianka Minte-König</p>
<p><strong>Seitenanzahl: </strong>225</p>
<p><strong>Erscheinungsjahr: </strong>2016</p>
<p><strong>Altersempfehlung: </strong>10 Jahre</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt</strong></p>
<p>Lotte, Stine und Hanna haben ein neues Projekt: Eine eigene GIRLS! Band gründen! Gemeinsam wollen sie beim Schulfest auftreten und alle mit einem eigenen Song von den Socken hauen.  Aber leider ist das nicht ganz so einfach wie der GIRLS! Club es sich gedacht hat: Nicht nur haben die drei kaum Erfahrung mit Instrumenten und dem Auftreten vor einem großen Publikum,  Lottes Eltern sind erst seit kurzem wieder zusammen und schon gibt es Ärger wegen Mikrowellen, Mäusen und alten Bekannten… Wenn das mal gutgeht!</p>
<p><strong>Meine Meinung </strong></p>
<p>Wer nach einem Buch voller Mädchenpower und Freundschaft sucht, liegt hier goldrichtig: Lotte, Stine und Hanna wachsen an ihrem Band-Projekt und zeigen, dass man mit genug Arbeit und Fleiß alles hinkriegen kann was man will, stolz drauf sein kann ein Mädchen und individuell  zu sein. Aber trotz den Unterschieden, die zwischen den Mädels herrschen, sind sie die besten Freundinnen, immer füreinander da und treiben einander dazu an, schlechte Gewohnheiten loszuwerden.</p>
<p>Es gibt viele schlaue Gedanken, die Lotte anspricht und jeden von uns betreffen. Sie lassen uns nachdenken und vielleicht sogar etwas für spätere Probleme mitnehmen.</p>
<p>Was ich mir aber gewünscht hätte, wäre weniger Umgangssprache in dem erzählten Teil. Kürzel, Englische Wörter, ein Haufen Ausrufezeichen und Umgangssprache können ja in der direkten Rede dabei sein, aber beim Erzähler hat das, meiner Meinung nach, nichts verloren. Das hat mich anfangs schon ziemlich gestört, mit der Zeit ist es mir aber immer einfacher gefallen, über den Schreibstil hinwegzusehen und mich auf andere Dinge zu konzentrieren.</p>
<p>Zum Beispiel auf die glaubwürdige Entwicklung der Band: Sie können nicht einfach vom ersten Versuch an drauf losrocken, sondern üben gemeinsam und probieren viel herum, bevor sie schließlich auch Erfolg haben. Das hat mir gut gefallen, denn damit kann man die Fortschritte gut mitverfolgen und freut sich am Schluss, bei dem Auftritt, auf den sie vier Monate lang so hart hingearbeitet haben, um so mehr für die Mädchen. Außerdem weckt die Geschichte in einem  den Wunsch, vielleicht  sogar selbst eine Band mit seinen eigenen Mädels zu gründen. Außerdem wird sich jeder, der ein bisschen etwas für Musik übrig hat, freuen: Diese Buch singt beinahe, so musikalisch ist es.</p>
<p>Auch kann man Lottes Sorgen gut verstehen: Ihre Eltern sind endlich wieder zusammen, aber ständig hat sie Angst, dass irgendwas passiert, was wieder alles kaputt macht. Jeder weiß, wie unschön es ist, wenn sich die eigenen Eltern streiten, und dass man doch eigentlich nur friedlich zusammensitzen und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen möchte. Lotte zeigt aber, wie kompliziert so etwas sein kann und zeigt auch, dass man mit solchen Problemen nicht alleine ist.</p>
<p><strong>Fazit </strong></p>
<p>Ein schnelles, lustiges und abenteuerliches Leseerlebnis: Ein Buch für jeden der nach Musik, Freundschaft und Mädchenpower sucht!</p>
<p>Selin, 15 Jahre alt</p>
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		<title>Throne of Glass 4 &#8211; Königin der Finsternis</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2017 09:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchreihen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy & Science fiction]]></category>
		<category><![CDATA[ab 14 Jahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Originaltitel: Queen of Shadows Autorin: Sarah J. Maas Seitenanzahl: 763 (ausgenommen der Leseprobe und der Danksagung) Altersempfehlung: ab 14 Jahren ACHTUNG: Da dies der vierte Teil der ‚Throne of Glass‘ ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Originaltitel: </strong>Queen of Shadows</p>
<p><strong>Autorin</strong>: Sarah J. Maas</p>
<p><strong>Seitenanzahl</strong>: 763 (ausgenommen der Leseprobe und der Danksagung)</p>
<p><strong>Altersempfehlung</strong>: ab 14 Jahren</p>
<p><strong>ACHTUNG</strong>: Da dies der vierte Teil der ‚Throne of Glass‘ Reihe ist, könnten in dieser Rezension eventuell Spoiler zum 1 – 3. Band enthalten sein.</p>
<p><strong>Kurz zum Inhalt: </strong>Celeana Sardothien<strong> </strong>kehrt als<strong> </strong>Aelin Galathynius nach Rifthold zurück, um dort ein paar offene Rechnungen zu begleichen, bevor sie ihr eigentliches Ziel in Angriff nehmen kann: Mithilfe des verschollenen dritten Wyrdschlüssels will sie den machthungrigen König von Adarlan stürzen und ihren Thron in Terrasen besteigen. Doch davor gilt es noch viele Hürden zu meistern: Ihren Cousin vor seiner Hinrichtung retten, sich ihrem alten Meister stellen und Prinz Dorian vor dem Dämonenfürst in seinem Inneren bewahren. Nicht gerade einfach, da mehr als nur eine Person an ihrem Tod interessiert ist …</p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong>Wieder einmal hat Sarah J. Maas hervorragende Arbeit geleistet und das in mehr als einer Hinsicht.</p>
<p>Die Charaktere sind, unter anderem, die Faktoren, welche diese Reihe unter vielen Lesern rund um den Globus so beliebt machen: Sie sind derart grandios dargestellt, dass man nicht anders kann, als zu jedem einzelnen eine Beziehung aufzubauen, ob von negativer oder positiver Natur sei jetzt dahingestellt. Man kümmert und sorgt sich leidenschaftlich um sie (wie<ins datetime="2016-12-21T16:57" cite="mailto:barbara%20">,</ins> in meinem Fall, um Prinz Dorian) bzw. verabscheut sie (wie z. B. der König von Adarlan). Das allein macht das Leseerlebnis schon zu etwas ganz Besonderem.</p>
<p>Natürlich muss ich die Protagonistin Celeana ganz besonders hervorheben: Auch wenn sie – nicht als einzige &#8211; an so machen Stellen unvorteilhafte Entscheidungen trifft, hat es mich doch immer wieder gefreut zu lesen, wie schlau und vorausdenkend sie ist und durch heimliche Vorsorge viele Katastrophen verhindert. Wer also nach einer schlagfertigen und gewitzten Hauptfigur sucht, liegt hier goldrichtig.</p>
<p>Dann sind da natürlich auch die vielen Perspektivenwechsel eine große Freude, durch die man viele verschiedene, umfangreiche Geschichten, Schicksale und Gedanken für sich gewinnt.</p>
<p>Trotzdem hätte die Erzählung, meiner Meinung nach, davon profitiert, wenn sie um vielleicht 100 Seiten gekürzt worden wäre. Dadurch hätte der ohnehin schon höchstspannende Roman noch ein wenig aufregender sein können, da nicht ganz so große Lücken zwischen weiterbringenden Ereignissen entstanden wären und er in Folge ein paar Längen weniger gehabt hätte.</p>
<p>Die eben schon erwähnte Spannung ist ganz besonders präsent in der letzten Passage der Geschichte: Unfassbar schön und überwältigend erzählt, voller Wendungen und Schockmomente, die zu Tränen der Freude und der Trauer rühren. Die Emotionen kommen hier also keinesfalls zu kurz.</p>
<p>Ganz generell ist die gesamte Erzählweise Sarah J. Maas‘ unheimlich beeindruckend und steckt voller Zitate, die einen innehalten lassen, weshalb man sich, besonders am Schluss, bestimmte Passagen immer wieder durchliest.</p>
<p><strong>Fazit: </strong>Der vierte Band ist eine mehr als gelungene Fortsetzung. Witzig, spannend, regelrecht süchtig machend und bewegend: ‚Throne of Glass 4‘ ist genauso unvergesslich wie man es sich von High-Fantasy Literatur wünscht.</p>
<p>Selin, 15 Jahre alt</p>
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		<title>Secret Fire</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2016 06:23:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe, Freundschaft & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[ab 14 Jahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Jugendliche, durch ihr Schicksal unweigerlich verbunden&#8230; Autorenteam: C. J. Daugherty und Carina Rozenfeld Seitenanzahl: 448 Altersempfehlung: ab 14 Jahren Ich werde ehrlich sein: Ich habe mir „Secret Fire“ überwiegend ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Jugendliche, durch ihr Schicksal unweigerlich verbunden&#8230;</p>
<p>Autorenteam: C. J. Daugherty und Carina Rozenfeld</p>
<p>Seitenanzahl: 448</p>
<p>Altersempfehlung: ab 14 Jahren</p>
<p>Ich werde ehrlich sein: Ich habe mir „Secret Fire“ überwiegend nur deswegen gekauft, weil es unter anderem von C. J. Daugherty geschrieben worden ist, welche eine meiner absoluten Lieblingsjugendbuchreihen „Night School“ verfasst hat. Als ich also gesehen habe, dass sie eine neue, zweiteilige Reihe in Angriff genommen hat, habe ich es mir nicht nehmen lassen können, mich in einer neuen Geschichte Frau Daughertys zu verlieren. Ob meine doch recht hohen Erwartungen auch erfüllt worden sind?</p>
<p>Kurz zum Inhalt:</p>
<p>Der Franzose Sacha und die Britin Taylor könnten unterschiedlicher nicht sein: Er, rebellisch, schwänzt beinahe rekordverdächtig oft die Schule und umgibt sich mit zwielichtigen Gestalten und Gaunern, die alles andere als gut für ihn sind. Sie, eine Musterschülerin, die sich, wenn sie nicht gerade lernt oder ihre Nase in ein Buch steckt, für wohltätige Zwecke engagiert und nichts lieber möchte, als bei ihrem Großvater in Oxford zu studieren. Aufgrund seiner neuerdings negativen schulischen Leistung engagiert Sachas Lehrer jedoch Nachhilfestunden bei Taylor, doch schnell stellt sich heraus, dass viel mehr als bloß Nachhilfe die beiden zusammengeführt hat. Denn Sacha ist verflucht und nur Taylor kann ihn retten und ihn vor seinem Tod bewahren. Nur hat sie noch keine Ahnung, wie sie das anstellen soll&#8230;</p>
<p>Pro:</p>
<p>Grundsätzlich hat die Idee des Buches großes Potenzial und wird mehr oder weniger gelungen umgesetzt. Man möchte unbedingt mehr über die Hintergrundgeschichte von Sachas und Taylors Familien erfahren, brennt darauf zu wissen, was genau die beiden miteinander verbindet und warum ihnen andauernd diese merkwürdigen Dinge zustoßen. Dadurch gewinnt die Handlung besonders im Mittelteil an Spannung, bis man dann irgendwann auch selbst am liebsten in diesen alten Wälzern mit den alchemistischen Symbolen herumstöbern und mehr in den alten Geschichtsbüchern von Taylors Großvater und den Familienartefakten Sachas Vaters eintauchen und forschen möchte. Der Roman wird parallel aus Taylors und Sachas Sicht erzählt und besonders sein Part beschert der Handlung Schwung und Leben: Viele Verfolgungsjagden; lebensbedrohliche, schier ausweglose Sackgassen und das hautnahe Erlebnis seiner besonderen Fähigkeit ist nie langweilig und fesselt einen an das Geschehen. Außerdem kann man sehr gut nachvollziehen, warum er sich im letzten Jahr so sehr in dieser, nach außen hin, pubertären Rebellion festgefahren hat, und warum er es als nötig erachtet, sich nicht um seine Zukunft zu sorgen. Die düsteren und gruseligen Elemente, nehmen wir die Todbringer, hinterlassen ebenfalls durchaus Eindruck. Man fürchtet sich mit den beiden Protagonisten und will nichts lieber als die Beine in die Hände zu nehmen und so schnell wie möglich zu fliehen, sobald diese drei Gestalten auftreten.</p>
<p>Contra:</p>
<p>Auch, wenn man genau deswegen schnell und flüssig durchliest, fehlt einem beim Schreibstil doch das Besondere, was den Stil der beiden Autorinnen einzigartig gemacht hätte. Es ist mir dann doch zu schlicht und einfach gehalten und könnte an so manchen Stellen doch auch ein wenig ausgelassener umschrieben und formuliert sein. Während mir Sachas Sicht (bis auf das Liebesgesülze, aber dazu komme ich noch in einem eigenen Kritikpunkt) beim Lesen doch so einiges an Freude bereitet hat, war ich von Taylor doch ein wenig genervt. Sie ist das typische perfekte Mädchen, ein Klischee, welches einem leider nur allzu oft in Jugendbüchern unter die Nase kommt: Perfekte Noten; kein Interesse an „Mädchensachen“ wie Schminke und Kleider, weil es ja so trivial ist; der beliebteste Typ der Schule zum festen Freund; hübsches blondes Haar im Zusammenspiel mit außergewöhnlichen Augen; die Auserwählte, die nach nur wenigen Tagen mächtiger ist als alle anderen der Geheimgesellschaft, welcher sie erst seit wenigen Wochen angehört. Das alles habe ich schon viel zu oft gelesen, so dass ich ihre Kapitel meist am liebsten einfach übersprungen hätte, um weiter bei Sacha zu bleiben und da bin ich, glaube ich zumindest, nicht die Einzige. Nicht nur Taylor ist ein Klischee: So vieles an diesem Buch bedient sich daran: Die quirlige beste Freundin, die nur an Make-Up und Klamotten denkt; Sacha, der aufsässige Bad-Boy mit dem glänzenden Motorrad, dessen gefährliche und geheimnisvolle Ausstrahlung Taylor von der ersten Sekunde an in den Bann zieht&#8230; Aber am meisten hat mich doch die Liebesgeschichte gestört, die sich der typischen Insta- Love bedient: Die beiden sehen sich und sind sofort unumstößlich fasziniert voneinander und obwohl sie praktisch noch vollkommene Fremde füreinander sind, vertrauen sie sich dem anderen mit all ihren Dramen an. Reisen von Frankreich nach England und umgekehrt nur umeinander zu unterstützen, und das, nachdem sie sich nicht einmal ein paar Wochen kennen, und beim Verlassen des anderen meinen sie unbedingt an der Seite eben desjenigen sein zu müssen und nie wieder loslassen zu wollen, weil sie sich zueinander derart hingezogen fühlen. Manche Passagen sind dann folglich derart kitschig und schnulzig erzählt &#8211; alleine, wie sie einander beschreiben -, dass ich häufig ein Augenrollen unterdrücken musste.</p>
<p>Fazit:</p>
<p>Alle Umstände miteinbeziehend vergebe ich 3 von 5 Sternen an „Secret Fire“ von C. J. Daugherty und Carina Rozenfeld. Auch wenn ich es gerne und schnell gelesen habe und die Idee definitiv Neugierde in einem erwachen lässt, habe ich es nicht geliebt oder mit all seinen Seiten verschlungen, ganz besonders wegen der penetrant präsenten Klischees und der, für mich jedenfalls, nicht nachvollziehbaren Romanze.</p>
<p>Selin, 15 Jahre alt</p>
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