Das Buch “Damals war ich 14″ ist schon sehr alt. Es beinhaltet mehrere Geschichten, die aus dem 2. Weltkrieg stammen. Die Geschichten sind aus dem echten Leben von damals aus der Sicht von Kindern geschrieben. Ob es um Rettungshunde, Eisenbahner, Soldaten oder Bomber geht, die Autoren beschreiben ihre Erlebnisse sehr fesselnd. Die Autoren sind: Winfried Bruckner, Vera Ferra – Mikura, Wolfgang Harrant, Nadine Hauer, Hilde Leiter, Lene Mayer-Skumanz, Willi Meißel, Christine Nöstlinger, Ernst Nöstlinger, Brigitte Peter, Rudolf Pritz, Käthe Recheis und Renate Welsh .
Hier schreibe ich nun über ein paar Geschichten, die mir gut gefallen haben:
Der Nachzipf (von Hilde Leiter):
Hilde ist in Physik durchgefallen und muss nächstes Jahr einen Nachzipf (Prüfung ) machen. Leider wird sie auf einen Bauernhof geschickt und kann nur ihr Physikbuch mitnehmen und hat nicht so viel Zeit zum Lernen. Eines Tages kommen Flüchtlinge. Einer von ihnen ist ein Physikprofessor, der aber nur sehr schlecht deutsch kann. Dank seiner Hilfe besteht Hilde ihre Prüfung !
Als der Bahnhof brannte (von Käthe Recheis ):
Käthe fährt jeden Tag mit ihrem Freund Willi mit dem Zug zur Schule. Jeden Vormittag kommen die Bombengeschwader. Willi und Käthe rennen immer zum Bierbrauer-stollen, da hört man das Zischen der Bomben nicht, in Hausbunkern schon. Eines Tages, als es Willi und Käthe wieder zum Bierbrauerstollen schaffen, ist das Bombardement besonders schlimm. Das ganze Bahnhofsviertel ist zerstört. Der Bahnhof brennt. Ein Mann findet eine Christbaumkugel und weint . Käthe und Willi klettern über einen Schutthügel . Da liegt eine Frau ohne Kopf. Willi muss Käthe wegschleppen, weil sie wegen der Frau wie gelähmt ist. Ab diesem Tag gab es keine Schule mehr.
Der Weihnachts-Karl (von Wilhelm Meißel):
Diese Geschichte spielt um Weihnachten in der Tundra Lapplands. Eine Gruppe von österreichischen und deutschen Soldaten waren dort stationiert. Am Weihnachtsabend organisiert Anton, einer der Soldaten, einen Christbaum. Karl, ein Berliner, hat sehr viel Baumschmuck aufgetrieben und selber gebastelt, sogar Bonbons und Kerzen (im Krieg waren die sehr selten). Deswegen nennen ihn die anderen Weihnachtskarl. Ein paar Tage später gingen Karl und Wilhelm, der Erzähler, auf Streife. Plötzlich fällt Karl zu Boden . Zuerst denkt Wilhelm, Karl würde einen Scherz machen, doch dann sieht er eine Schusswunde. Später stellt sich heraus, dass andere deutsche Soldaten Karl für einen Russen hielten und ihn erschossen, einfach so. Wilhelm war von diesem tragischen Tod tief getroffen.
Ich fand das Buch deshalb so gut, weil es Geschichten aus dem echtem Leben beinhaltet, aus einer Zeit, die man sich heute nur schwer vorstellen kann. Trotzdem kann man sich in die Autoren hineinversetzen. Wenn man einmal zu lesen beginnt, kann man nicht mehr aufhören.
von Emil, 10








































Hallo,
ich hab das alte Buch gelesen und bin dabei auf ein Zitat gestoßen mit den ungefähren Worten das wir alle gleich sind egal wer wir sind, Jetzt finde ich das Zitat aber nirgendswo mehr. Kann mir irgendjemand helfen?
Dankeschön
Philipp
Lieber Emil,
vielen Dank für das Ausleihen des Buches. Ich bin immer berührt, was Menschen in Kriegszeiten ertragen müssen. Besonders beeindruckt hat mich der Vierjährige, der sich nach einem Bombenangriff auf Wien, alleine zu seiner Oma ins Burgenland durchgeschlagen hat.
LG
Claudia