Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa

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Villains are Made – der Fluch der Medusa geschrieben von Julia Holz

Verlag: Arena

Das griechische „Monster“ Medusa wurde nicht, wie in der Mythologie, von Perseus enthauptet. Noch nicht. Sie ist seit 2000 Jahren auf der Flucht, ihr Fluch, jeden zu Stein zu verwandeln den sie ansieht, isoliert sie von der Außenwelt. Und das schon viel zu lange. Medusa, jetzt Isla, muss einen Neuanfang wagen und versucht sich an einem Studienleben. Wird ihr das gelingen? Oder holt sie ihr Schicksal ein?

Ich hatte, als begeisterte Zuseherin des Channels der Autorin auf YouTube, eine gewisse, eher höhere Erwartungshaltung. Jedoch ist der Roman das Debüt der Autorin, und das macht sich bemerkbar. Die Idee, die Figur der Medusa ins 21. Jahrhundert zu schreiben, gefiel mir sehr, weshalb ich auch eine Geschichte erwartet habe, die die griechische Mythologie stark integriert. Und das war auch der Fall, denn für alle Interessierten ist dieses Buch sicher eine abwechslungsreiche Interpretation von den bekannten griechischen Gottheiten in unserer Zeit. Die Geschichte hat mich zu Beginn gefesselt, denn auch die Atmosphäre und vor allem die Freundschaften, die in der ersten Hälfte stark thematisiert wurden, gefielen mir sehr. Dasselbe galt für die Hauptprotagonistin Isla, die lernen muss, sich in die Welt zu wagen und Dinge zu tun, die ihr Angst einjagen. Natürlich wird von uns keiner von Kriegern des Poseidon gejagt, jedoch finde ich, dass die Autorin, ihre teilweise doch sehr offensichtlich geschriebenen Botschaften in dieser Hinsicht sehr inspirierend und bestärkend rüberbringen konnte.

Das hat sich für mich aber ab ca. der Hälfte sehr geändert. Die Plot-Twists und inneren Monologe von Isla haben mich einfach nicht mehr erreicht und kamen mir ziemlich oberflächlich vor. Auch die Beziehung zwischen dem männlichen „Love- Interest“, konnte mich absolut nicht überzeugen. Mir hat er definitiv zu wenig geredet, allgemein schien der einzige Aspekt seines Charakters zu sein, gut auszusehen und hübsche Grübchen zu haben. Die Freundschaften, speziell die zwischen Isla und ihrer besten Freundin Thea, gelangen der Autorin deutlich besser.

Abschließend kann ich sagen, dass die Geschichte sehr einfache Fantasy/ Mythologie – Unterhaltung ist, bei der man allerdings auf kein gutes Liebes – Sub Plot und keine komplexe Handlung setzen darf. Eine Geschichte über Female Empowerment und Freundschaft, aber auch Betrug, Verrat und Hoffnungslosigkeit. Wer also emotional erreichbare Charaktere lesen, möchte, ohne viel nachdenken zu müssen, greift hier zum richtigen Buch.

Schülerin, 16

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