All posts in Buchbesprechungen

Der kleine Murps

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4. Klasse Volksschule

Iskari – Der Sturm naht

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Autor: Kristen Ciccarelli
Genre: Jugendroman/ Fantasy
Seiten: 415
Sprache: spannend, aber manche Sätze sind etwas seltsam übersetzt

Inhalt: Es war einmal ein kleines Mädchen namens Asha, sie war die Tochter des Drachenkönigs. Eines Tages freundete sie sich mit den mächtigsten Drachen, Kozu, an und erzählte ihm die verbotenen Geschichten, für die ihre Mutter gestorben war. Doch als sie sich weigerte sie weiter zu erzählen, nahm er Rache an ihr und verbrannte die Hälfte ihres Körpers und ihre Heimatstadt. Um diese Schuld zu begleichen, versprach sie, die Drachen von nun an zu vernichten und zu jagen. So wurde das unschuldige Mädchen zur gefürchteten Iskari, der Todbringerin.
Doch nicht nur die Drachen sind ihre Feinde, sondern auch der Kommandant des Königs, ihr Verlobter Jarek.
Überraschenderweise findet Asha einen Verbündeten gegen Jarek, aber derjenige darf sie noch nicht mal ansehen, geschweige denn mit ihr reden, denn er ist Jareks Sklave und Sklaven waren schließlich nur niederträchtige Diener, sagte sie sich. So wurde es ihr von Kindheitsbeinen beigebracht.

Kritik:
Mein erster Gedanke war, dass ich mich zu alt fühle für ein Buch, in dem es um Drachen geht. Falsch gedacht. Ich bin äußerst positiv überrascht worden. Im Buch werden immer wieder die verbotenen Geschichten erzählt, was ich spannend fand.
Besonders hat es mir jedoch Ashas Charakter angetan. Sie ist es gewohnt, das Sklaven Untertanen sind und ihr nicht ebenbürtig, aber als sie Jareks Sklaven kennenlernt, beginnt sie sich zu verändern und dies sehr realistisch, denn sie ändert ihre Meinung nicht von einem Tag auf den anderen, sondern Schritt für Schritt. Ich denke es ist schwer, mit so einer Abneigung gegen andere aufzuwachsen und diese zu überwinden, aber nichts ist unmöglich.
Das Ende war etwas vorhersehbar auch wenn es erst der Auftakt einer Trilogie ist! Der Plot twist war jedoch überraschend und gut überlegt.

Fazit 5/5 Büchern:
Ich bin ein großer Fan von diesem ersten Band und freue mich schon auf die Folgenden und bin gespannt was für Veränderungen in den nächsten Teilen auf mich zukommen werden.

Jude, 16 Jahre

Ich bin ein Wolf, sagt der Hase

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beide Buben besuchen die 4. Klasse Volksschule

VIERTEL MAUS UND TIGER

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beide Kinder besuchen die vierte Klasse der Volksschule

NEON LEON

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Schüler der dritten Klasse Volksschule

Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)

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Autor: Victoria Aveyard
Genre: Jugendbuch/ Fantasy
Preis: 23.99€
Seiten: 640
Cover/Titel: Beides sehr passend, die ganze Reihe schaut fabelhaft im Bücherregal aus.

ACHTUNG! DIES IST DER DRITTE BAND EINER SERIE!

Inhalt: Nun hat Maven endlich was er wollte, Mare und die Krone. Gefangen und machtlos kann Mare nur abwarten, bis Maven sie wieder, unfreiwillig, für seine Propagandazwecke einspannt. Doch Mare kann nur daran denken endlich wieder mit Cal vereint zu sein und mit ihm zusammen an der Front zu kämpfen.
Währenddessen kämpft die Scharlachrote Garde unentwegt weiter gegen den König von Norta, dazu vereinen sich Rote, Silberne und Neublüter, doch das Misstrauen untereinander bleibt bestehen.
Lasset den Krieg beginnen.

Kritik: Vorab möchte ich sagen, dass ich ein riesen Fan von der Buchserie bin, aber  das mir die ersten beiden Bände besser gefallen haben. In dem Buch „Goldener Käfig“ geht es in der ersten Hälfte um Mares Gefangenschaft und es kommt mir etwas langezogen vor, das Gute ist jedoch, dass man mehr über Maven erfährt und ich finde, dass er ein äußerst spannender Charakter ist.
Mare war mir im zweiten Band sehr unsympathisch, aber sie verändert sich nun zum Besseren auch wenn sie definitiv nicht zu meinen Lieblingscharakteren zählt.

Fazit 4/5 Büchern: Ich liebe diese Serie, aber ich muss sagen einige Stellen waren sehr langatmig. Alles andere hat mich jedoch wieder in den Bann gezogen.

Empfehlung: Ich empfehle die ganze Serie wirklich weiter und ich warte gespannt auf den vierten und finalen Band. Es wurde sogar ein Song zu dem Buch geschrieben, den ich sehr oft in Kombination mit dem Buch gehört habe (Red von Beth Crowley)

Jude, 16 Jahre

Das Mäuseschloss

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beide Mädchen besuchen die dritte Klasse Volksschule

50 Abenteuer die du erleben solltest, bis du 12 bist

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Ich habe das Buch “50 Abenteuer die du erleben solltest, bis du 12 bist” von Pierdomenico Baccalaria im Sommer gelesen und es ist eher ein Buch zum Durchblättern. Es hat keine Geschichte, sondern viele, viele Tipps, was man so machen kann. Deshalb muss man auch nicht alles in einer Reihenfolge lesen, sondern kann immer mal wieder wo aufschlagen und ein paar Seiten anschauen.

Manche von den Tipps waren super, weil ich wusste nicht, wie man aus ein paar Stöcken ein Fußballtor bauen kann und weil ich gerne Fußball spiele, werde ich das sicher mal machen.

Andere Tipps kannte ich schon: In den Wolken Sachen suchen und sehen ist auch nicht so spannend.

Ich glaube, das Buch ist eher gut für Burschen zwischen 9 und 10 Jahren, vielleicht auch 11. Ich bin schon 12, also ein bisschen zu alt dafür. Steht ja auch im Titel!

Aber wenn einem langweilig ist, dann kann man da schon lesen und dann vielleicht auch was finden, was man machen könnte (wenn das Wetter stimmt und so).

Julius, 12 Jahre

Star Wars™ – Der Weg der Jedi (tiptoi® Buch)

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beide Buben besuchen die 3. Klasse Volksschule

Leos wundersame Reise

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3. Klasse Volksschule

GRUMBUCK!

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Jona und Luisa, 3. Klasse Volksschule

Das verdrehte Leben der Amélie (Band 1): Beste Freundinnen

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Autorin: India Desjardins

Eigene Meinung: Das Buch hat 272 Seiten (keine Bilder, außer paar kleine Kritzeleien an jedem Monatsbeginn). Es ist ein Roman in Tagebuchform. Das Cover hat mir persönlich nicht so gut gefallen aber dafür fand ich den Inhalt und den Schreibstil super.

Hauptfigur: Amélie Laflamme

Inhalt: In diesem Buch geht es um ein 14-jähriges Mädchen namens Amélie. Dieses Buch ist sozusagen ihr Tagebuch, sie schreibt darin über ihre alltäglichen Probleme und Erlebnisse (Schule, Jungs, Pickel, Mütter, erster Zungenkuss,…).

Am Anfang hatte sie Streit mit ihrer besten Freundin Kat (Katryne), weil Amélie aus Versehen Kat’s Geheimnis verraten hat. Kat ist stinksauer geworden und spricht nicht mehr mit Am (Amélie). Amélie weiß nicht mehr mit wem sie über ihr Probleme sprechen soll, sie fragt sich andauernd ob ihre Mutter in den Schuldirektor verliebt ist?! Oder ob ihr Vater ein Außerirdischer ist und er sie eines Tages abholt? Und dann taucht noch plötzlich der süße Nicolas vor Amélie auf…

Luchia, 13 Jahre

Will & Layken – Eine große Liebe

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Autor: Collen Hoover
Titel: Sammelband (Eine große Liebe): Weil ich Layken liebe/ Weil ich Will liebe/ Weil wir uns lieben
Genre: Liebesroman
Preis: 15€
Seiten: 864
Sprache: hervorragend, mitreißend
Cover/Titel: schön, etwas kitschig

Weil ich Layken liebe – Laykens Sicht
Weil ich Will liebe – Wills Sicht
Weil wir uns leben – größenteils der 1. Band aus Wills Sicht nochmal geschildert

KEINE SPOILER BEINHALTET!!!

Inhalt: Laykens Welt ist auf den Kopf gestellt. Zuerst stirbt ihr Vater und dann beschließt ihre Mutter, mit ihr und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Michigan zu ziehen. Layken würde am liebsten in Texas bleiben. Sie hasst die neue Stadt schon, bevor sie überhaupt dort angekommen ist, aber sie hat keine Wahl.
Schon am ersten Tag freundet sich Kel mit dem gleichaltrigen Nachbarsjungen an, der mit seinem großen Bruder Will gegenüber wohnt.
Als sie Will zum ersten Mal trifft, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und Will ergeht es nicht anders. Sie verbringen die drei besten Tage ihres Lebens zusammen. Aber als Layken in ihre neue Schule kommt, erfährt sie etwas über Will, was es ihr unmöglich macht, mit ihm zusammen zu sein. Doch die Anziehungskraft bleibt bestehen.
Layken versucht ihr Leben so gut es geht zu meistern, aber der Tod ihres Vaters ist nicht der einzige Schicksalsschlag, den sie verkraften muss und so verändert sich ihr Leben, wie sie es sich nie vorgestellt hätte.

Kritik: Ich liebe Colleen Hoover und ich denke mir jedes Mal ihre Bücher hören sich sehr langweilig und klischeehaft an, aber ich kaufe mir trotzdem regelmäßig ihre Bücher, weil ich von ihnen hellauf begeistert bin, so auch hier. Es ist sehr spannend geschrieben, sodass ich die ersten beiden Bücher im Sammelband an einem Tag gelesen habe und dann kam ich zum Dritten. Das ist fast das exakt derselbe Inhalt, wie beim 1. Band und ich habe mich echt zusammenreißen müssen, um dieses Buch fertig zu lesen, wobei ich es mehr Überflogen habe. Will ist toll, aber er denkt genau das, was man erwarten würde und die Szenen sind einem schon so bekannt, dass kein Bedarf da ist sie nochmal aus seiner Sicht zu lesen.

Fazit 4/5 Büchern: Ich liebe die zwei ersten Bücher und würde die jedem weiterempfehlen, der zwischen anderen Genren auch gerne einen Liebesroman liest. Ich würde nicht empfehlen den dritten Teil auch zu lesen/kaufen. Ohne dem wäre die Reihe für mich, aber wirklich perfekt gewesen!

Jude, 16 Jahre

In Between – Das Geheimnis der Königreiche

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Autor: Kathrin Wandres
Titel: In Between – Das Geheimnis der Königreiche
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Preis (nur als E-book erhältlich): 3,99€
Seiten: 232
Sprache: original Deutsch, flüssig und mitreißend
Cover/Titel: Schön, magisch/ gut gewählt

Inhalt: Keylah und ihr Vater leben in der Stadt Benoth. Zum Schutz der Bewohner ist ihre Stadt von hohen Mauern umgeben, denn eine drohende Angst herrscht über der Stadt:  die Angst vor der Finsternis und den Gefahren, die darin lauern. Das wichtigste Gesetz lautet sich innerhalb der Stadtmauern aufzuhalten, wenn die Dunkelheit hereinbricht. Denn diejenigen,  die nicht aus eigenem Willen außerhalb wohnen, wurden von der Gemeinde verstoßen, wegen Mordes oder Hochverrat.
Damit alle Welt die Verbrecher von den anständigen Bürgern unterscheiden kann, werden diese auf der Stirn gebrandmarkt. Keylah fürchtet sich nicht in den Wald zu gehen, denn sie besitzt eine außergewöhnliche Gabe, die ihr die Fähigkeit gibt, ernsthafte Gefahren zu spüren.
So riskiert Keylah es trotzdem immer wieder,  bis zur letzten Minute draußen im Wald ihre Freiheit zu genießen und ihre Oma zu besuchen, die sich in einer kleinen Hütte niedergelassen hat. Eines Tages übergibt ihr, ihre Oma ihr ein Erbstück von ihrer verstorbenen Mutter. Um etwas über ihre Vergangenheit zu erfahren, zieht es Keylah in ein anderes Königreich, wo sie Unvorstellbares entdeckt.
Auf ihrem Weg dorthin trifft sie den gebrandmarkten Deven, doch von ihm spürt sie keine ausgehende Gefahr, hat ihre Gabe sie in Stich gelassen?

Kritik: Das Buch hab ich innerhalb weniger Stunden gelesen, weil ich den Schreibstil sehr flüssig und spannend fand. Die Idee ist hervorragend und neu. Was mich gestört hat war das Ende, denn es scheint abgeschlossen zu sein, denkt man jedoch etwas genauer nach bleibt ein wichtiger Teil offen, der auf einen weiteren Band schließen lässt. Leider gibt es dazu noch keine Informationen. Es ist ein tolles Buch für Zwischendurch und eine der wenigen original deutschsprachigen Jugendbücher, die ich sehr gelungen fand. Auch die Geschichte von Devon fand ich spannend, die er im Laufe der Zeit preis gibt.
Positiv fand ich auch, dass dieses Buch mich bei manchen Stellen zum Nachdenken, aber auch zum Lachen gebracht hat.

Fazit 4/5 Büchern: Ein wirklich sehr gelungenes Buch, jedoch kann ich offene Enden nicht leiden. Ich hoffe, dass noch ein weiterer Band folgt.

Empfehlung: Ich empfehle es jedem der gerne Fantasy liest und auch keine allzu dicken Bücher mag ;) eine Alterseingrenzung würde ich hier keine vorgeben. Auf jeden Fall ein Buch für mehrere Altersstufen.

Jude, 16 Jahre

Was wir dachten, was wir taten

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Vierzehn Jugendliche, ein Lehrer … und ein Amokläufer

Autorin: Lea-Lina Oppermann

Seitenanzahl: 180

Kurz zum Inhalt: Eigentlich wollen die Schüler nur ihren Mathetest hinter sich bringen, als das Unvorstellbare geschieht: Ein Amokläufer befindet sich im Schulgebäude und ist auf dem Weg zu ihnen. Und niemand weiß, welches Spiel genau er treibt. In diesem Spiel bangen die Jugendlichen nicht nur um ihr Leben; sie sehen sich auch unerwartet mit ihren schlimmsten Geheimnissen konfrontiert…

Meine Meinung: Die Autorin fackelt nicht lange und wirft einen von Anfang an mitten ins Geschehen. Der Leser findet sich also ab der ersten Seite unmittelbar mit den Charakteren im Klassenzimmer wieder, nachdem die allesverändernde Lautsprecherdurchsage gemacht worden ist. Und von da an hält die Spannung ausnahmslos an: durch gekonnte Einfälle und Wendungen möchte man als Leser stets wissen, wie es nun weitergeht. Auch die Kürze des Buchs trägt dazu bei, dass man die Geschichte problemlos in einem Rutsch durchlesen kann und will.

Auch der Schreibstil ist geschickt gewählt und hält das Tempo durch seine Einfachheit am Leben. Positiv überraschend ist aber, dass diese eigentlich ernste Erzählung oft mit Humor punkten kann, der aber angemessen ist und im richtigen Moment eingesetzt wird. Was auch auffällt, ist dass die Protagonisten in ihrem Kopf nicht die breite Masse, sondern einen selbst als Leser ansprechen, als würden sie tatsächlich mit einem beisammensitzen und ihre Geschichte erzählen.

Zu diesen Protagonisten zählen neben den zwei Jugendlichen Fiona und Mark, auch der Klassenlehrer Herr Filler. Einerseits ist es eine willkommene Abwechslung auch aus der Sicht eines Lehrers lesen zu können, doch andererseits sind die restlichen Charaktere teilweise doch ein wenig einfallslos. Es ist, als habe man alle Teenager-Stereotypen in ein Klassenzimmer gesteckt: Die Streberin, den Unwiderstehlichen, die Magersüchtige, die „Dicke“, den Vorgestraften und die beliebte Zicke.

Und das Handeln eben dieser Charaktere scheint oft mehr als schleierhaft. Selbstverständlich ist man in einer solchen Extremsituation nicht man selbst, aber das ist nicht das was ich meine. Was ich meine, ist etwas, das nichts mit der Psyche zu tun hat; ich meine recht sinnloses und unlogisches Verhalten, welches fast schon willkürlich scheint, schlichtweg keinen Sinn ergibt und einen ein wenig an der Intelligenz der Charaktere zweifeln lässt, so harsch das jetzt auch klingen mag. Oft runzelt man die Stirn und fragt sich, welchen Zweck die Aktion gerade erfüllen hätte sollen; warum ausgerechnet dieser oder jener, nicht unbedingt naheliegender Schluss gezogen wird. Es gibt einige Beispiele, die aber, um nichts vorwegzunehmen, an dieser Stelle jetzt nicht aufgeführt werden.
Grundsätzlich fallen, unabhängig von den Charakteren, so manche Logikfehler im Plot auf, die wohl übersehen worden sind.

Besonders wichtig ist in dieser speziellen Erzählung die Authentizität: Hat man das Gefühl etwas zu lesen, was tatsächlich so passieren könnte, oder ist es bloß ein überdramatisierter Thriller, der eigentlich ein 0815 Film sein könnte? Die Antwort auf diese Frage lautet, dass dieser Roman in gewisser Hinsicht eine Mischung aus beidem ist.
Es gibt einige Aspekte, die ihn erstmal durchaus authentisch machen:  Etwas absurde Gedanken, die in einer solchen Situation so aber tatsächlich in einem aufkommen könnten; eine echte, nicht übertrieben jugendliche Mundart; Nüchternheit und keine sofortige Panik, die in den Schülern für die ersten Minuten herrscht, bevor sie die Gefahr wirklich realisieren. Aber dann gibt es doch wieder Faktoren, welche die herrschende Glaubwürdigkeit gewaltig mindern: selbst für die gegebenen Umstände überdramatisiertes Verhalten bei den Jugendlichen; übertrieben schurkisches Handeln des Amokläufers, welches mehr an einen einfältigen Bösewicht, als an eine reale Person erinnert.

Denn auch, oder besser gesagt, besonders der Amokläufer muss – insbesondere bei der Thematik, die dieses Buch behandelt – authentisch sein. Es gibt zwar einen Beweggrund seitens des Täters, der am Ende aufgegriffen wird, doch der ist vielmehr ein einfaches, abgeklatschtes Motiv, welches unglücklicherweise nicht fein genug ausgearbeitet ist, um echt und real zu wirken. Die Basis des genannten Motivs ist also grundsätzlich gut, aber man hätte definitiv mehr draus machen können. Man hat es nicht geschafft, die richtige Tiefe zu finden, wenn man so will.

So ist auch das Ende: etwas zu vorhersehbar und einfach.

Es ist ein bisschen, als wisse die Erzählung nicht, was sie sein möchte: Echt, aber dafür nicht ganz so spektakulär, oder filmreif, aber dafür teilweise unglaubwürdig. Denn es sind durchaus Ideen vorhanden, die jeweils Potenzial für eines der beiden Schemata haben, sich aber nicht unbedingt für beides vereinigen lassen.
Schlussendlich genauer betrachtet, tendiert die Erzählung doch eher in die weniger glaubwürdige Schiene.

Fazit: „Was wir dachten, was wir taten“ von der Jungautorin Lea-Lina Oppermann greift eine Thematik auf, welche unerfreulicher Weise immer irgendwie aktuell sein wird. Die Handlung ist zwar nicht zwangsweise authentisch, aber dafür spannend, lässt sich flott lesen und eignet sich somit besonders für Jugendliche, die eine kurze, aber packende Reise in einen Thriller unternehmen wollen.

Selin, 16 Jahre alt

Erwachen des Lichts

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Originaltitel: The Return

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Seitenanzahl: 432

Kurz zum Inhalt: Josie ist Studentin und führt ein Leben wie jeder andere – bis ihr plötzlich der selbstverliebte und rebellische Seth begegnet, der ihr erzählt, dass sie eigentlich gar nicht so unscheinbar ist wie sie denkt. Josie ist nämlich eine Halbgöttin, Tochter des Sonnengotts Apollon und schwebt in großer Gefahr: Die Titanen sind auf der Suche nach ihr, mit dem Ziel sie unschädlich zu machen, bevor sie ihnen gefährlich werden kann. Es ist Seths Aufgabe sie in Sicherheit zu bringen und sie zu der Kämpferin zu trainieren, die sie sein muss, um überleben zu können. Denn während ihr in der Universität vermeintlich keine Gefahr droht, warten die Ungeheuer außerhalb der sicheren Absperrungen nur darauf sie endlich zwischen ihre Finger zu bekommen…

Meine Meinung: Als ich begonnen habe „Erwachen des Lichts“ zu lesen, habe ich nicht gewusst, dass dieses Buch der erste Teil eines Spin-Offs zur „Covenant“ Reihe ist; eine Jugendbuchreihe, die ich nicht gelesen habe.
Doch das hat mir während dem Lesen grundsätzlich keine Probleme breitet, da die Ereignisse der Covenant-Reihe ausführlich und verständlich geschildert werden. In gewisser Hinsicht sind diese Erzählungen sogar das Aufregendste am ganzen Buch: Zwar kommt man beim Lesen sehr schnell durch die 432 Seiten, aber genauer betrachtet ist nicht wirklich viel Handlung vorhanden, die man verfolgen kann. Zwei bis drei vorhersehbare Kampfsequenzen, eine Autofahrt, einpaar Übernachtungen, sehr viele Liebesszenen und Training in der Universität; der Plot lässt sich grundsätzlich auf diese paar Punkte zusammenfassen. Es ist fraglich, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn die kurze Nacherzählung der Geschehnisse in einer anderen Reihe das Spannendste am ganzen Buch ist.

Doch während dem Lesen stört der mangelnde Plot in erster Linie nicht wirklich, wie gesagt kommt man trotzdem recht gut voran. Was aber sehr wohl stört, ist der Schreibstil der Autorin. Er soll jugendlich wirken, doch versagt in diesem Vorhaben ein wenig, denn Worte wie „chillen“ verwendet heutzutage kein Jugendlicher. Und die ständige Verwendung von „und so“, „zum Beispiel“ und „irgendwie“ wirkt im Zusammenhang ebenfalls oft, wenn nicht gar immer, vollkommen deplatziert.
Ganz generell stellt sich die Autorin etwas ungeschickt mit Worten an: Die Sprüche der Charaktere zünden nicht, die Dialoge sind aufgesetzt und plakativ und oft wird der Leser mit eigenartigen, fadenscheinigen Erklärungen abgespeist.

Besonders was die Schilderung der griechischen Mythologie betrifft, ist vieles sehr undurchsichtig. Man muss wahrlich kein Experte sein, um die Fehler zu sehen: Seit wann sprechen uralte, unsterbliche Götter wie pubertäre Halbwüchsige? Seit wann greifen Götter derart in das Handeln der Menschen ein, um dann in der nächsten Minute vom „kosmischen Gleichgewicht“ zu predigen?  Die Götter treten immerhin mehrmals auf und sind ein fundamentaler Bestandteil der Welt, auf welcher dieses Buch baut; die Ausarbeitung lässt wirklich zu wünschen übrig.

Was dagegen durchaus erfreut, ist der Fakt, dass man aus zwei Perspektiven liest, was es einfacher macht trotz der fehlenden Handlung dranzubleiben. Auch ist es erfrischend eine Protagonistin zu sehen, die nicht eine ganze Bande Kampfmaschinen nach bloß fünf Minuten Training auf einen Schlag besiegen kann und tatsächlich Probleme hat die plötzliche Wendung in ihrem Leben einfach zu akzeptieren, sich überfordert fühlt.
Abgesehen davon ist sie aber ein Charakter, den man nur allzu gut kennt: Das schüchterne Mauerblümchen, das sich für unglaublich unscheinbar hält, obwohl sie „die Eine“ ist, die Einzigartige. Auch mit Seth hat man das Rad nicht neu erfunden: der selbstverliebte, sprücheklopfende und unfreundliche Protagonist, wie er leibt und lebt. Und selbstverständlich ist er unheimlich attraktiv, was auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit erwähnt wird. Das ist aber nicht die einzige Oberflächlichkeit, die auffällt; Männer, als auch Frauen werden in dieser Erzählung darauf reduziert, ob sie „heiß“ sind oder nicht, ob sie geschminkt sind oder nicht. Sollten sie den Ansprüchen eines Modelscouts nicht entsprechen, werden sie sofort als unwürdig und uninteressant deklariert. Keine Botschaft, die man der Zielgruppe von „Erwachen des Lichts“ vermitteln sollte, wenn man mich fragt.

Wobei man sich fragen muss, welche Zielgruppe dieser Roman eigentlich ansprechen möchte. Es wird als Jugendbuch vermarktet, hat aber in den romantischen Szenen, die das Buch dominieren, explizite und auf keinen Fall jugendfreie Beschreibungen, mit denen man bei einem solchen Genre nicht rechnet. Und dieses Motiv wiederholt sich bis zum Ende immer und immer wieder. Wieso man das bei der Vermarktung des Buchs nicht von Anfang an klipp und klar geklärt hat, ist mir ein Rätsel, besonders, da das ohne Zweifel für verständliche Verwirrung bei jüngeren, etwas unreiferen Lesern führen wird.

Fazit: Erfahrenere Leser, junge Leser werden mit „Erwachen des Lichts“ von Jennifer L. Armentrout wohl eher weniger Freude haben. Aber jungen Erwachsenen dagegen, die noch keine allzu große Leseerfahrung haben und eine lockere, simple und unterhaltende Lektüre suchen, kann ich durchaus eine Empfehlung aussprechen.

Selin, 15 Jahre alt

Tom Gates, Bd. 7: Schwein gehabt (und zwar saumäßig)

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Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

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Autor/in: James Krüss

Das Buch gefällt mir sehr!

Ich wollte es schon immer haben, weil meine Mutter mir erzählte, dass sie den Film, als sie noch klein war, sah und das Buch auch las und sie sagte, dass es ihr sehr gefällt.

Also nahm ich auch das Buch und ich bin sehr zufrieden, dass ich es gefunden habe.

Ich empfehle es euch weiter,weil es sehr spannend ist. Ich glaube, wenn ihr es beginnt zu lesen, wollt ihr nie aufhören,denn ich konnte gar nicht aufhören.

Ich gebe dem Buch 100/100 Sterne!!!!

Viel Spaß beim Lesen!!!

Tamari, 11 Jahre

Tote Mädchen lügen nicht

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Autor: Jay Asher

Hauptprotagonisten: Hannah Baker, Clay Jensen

In dem Buch `Tote Mädchen lügen nicht‘ geht es um ein Mädchen, welches sich ihr Leben genommen hat. Sie hinterlegte 13 Kassetten, auf denen sie 13 Gründe bzw. Personen nennt, weswegen ihr Leben ein Ende nahm.

Das Buch wird aus Clays Sicht erzählt. Er ist mehr oder weniger auch ein Grund, weswegen sie Suizid beging. Seit dem Tag, an dem Hannah sich ihr Leben nahm, war alles anders, doch seitdem die Kassetten an die 13 Personen verschickt wurden, geriet alles drunter und drüber.

Meiner Meinung nach finde ich es interessant, dass ein berühmter Autor ein Buch über dieses Thema schrieb, da so etwas nicht allzu oft vorkommt.                                                                                                       Ich habe auch die Serie gesehen und in der wird mehr über Clay erzählt und wie er damit umgeht, als im Buch. Was ich aber in der Serie nicht so gut fand ist, dass ein paar Gründe, die sinnlos und auch nicht gerade klug waren, schön geredet wurden. Wie gesagt waren manche Gründe echt unnötig und sie hatte auch selbst viel Schuld, doch trotzdem finde ich das Buch ziemlich gut.

Ich würde dem Buch 4/5 Sternen geben und an 13/14- Jährige empfehlen, die sich für solch ein Thema interessieren.

Elena/13

Nach dem Feuer

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Autorin:

Catherine McKenzie

Erscheinungsdatum:

13.02.2017

Handlung:

Gemeinsam mit ihrem Mann führt Elizabeth eine Bilderbuchehe. Doch dann kam die Gewissheit, dass sie keine Kinder bekommen kann. Seitdem entfernt sie sich immer mehr von ihm. Als ein Waldbrand ihre Kleinstadt einkreist, trifft sie ihre ehemalige Freundin Mindy wieder. Mindy selbst ist eine überfürsorgliche Mutter, die sich oft einsam fühlt. Mit Elizabeth hat sie sich vor Jahren zerstritten, doch als sie sich wiedertreffen, merken sie, dass sie ihrer Freundschaft eine zweite Chance geben sollten.

Beurteilung:

Der Schreibstil gefällt mir sehr, da er sehr flüssig ist und die Beziehungen und Empfindungen ausführlich beschrieben werden. Dadurch kann man sich leicht ein Bild von den Charakteren machen, wodurch man sich gut in sie einfühlen kann. Die Handlung hat einen eher ruhigen Hintergrund und die Autorin schafft trotz der verheerenden Situation eine positive Atmosphäre, die jedoch nicht viel Spannung aufkommen lässt.

Lisa, 17