All posts in ab 14 Jahren

Die Tribute von Panem

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Jedes Jahr aufs neue werden tödliche Spiele veranstaltet. Man nennt sie die Hungerspiele. Aus jedem der 12 Distrikte wird ein Mädchen und ein Junge zwischen 12 und 18 Jahren. Das grausame an den Spielen ist, dass nur eine oder einer übrigbleiben darf. Um das zu erreichen werden die Jugendlichen in eine riesige Arena eingesperrt, in der sie sich gegenseitig umbringen müssen.
Als das Los auf Primrose Everdeen fällt, meldet sich ihre Schwester Katniss Everdeen freiwillig…

Ich fand das Buch sehr X sehr spannend. Es war eines der besten Bücher die ich je gelesen habe. Ich konnte mich kaum noch davon losreissen. Ich freue mich schon auf das lesen des 2. und 3. Bandes.

Maria

Der schönste Ort der Welt

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Joy und Kelly sind beste Freundinnen, und mehr noch: sie sind Bluts-Schwestern. Sie teilen alles, bis hin zu den Problemen mit ihren Familien: Joys kleiner Bruder Kevin ist ertrunken, ihre Mutter hat eine Affäre, und Kellys Mutter ist Alkoholikerin. Aber auf ihrer Bank, der vergessenen Bank,  lassen sie die Welt hinter sich.

Trotz allem haben auch sie kleine Streitfälle, zum Beispiel Danny Solares. Wenn es jedoch darum geht, einer alten Frau etwas Geld abzunehmen oder vor der Polizei zu flüchten sind sie ein unschlagbares Team: Kelly und Joy.

“Der schönste Ort der Welt” ist mit knapp 150 Seiten sehr kurz gehalten, was sich auch am Inhalt zeigt, der insgesamt einen einzigen Tag schildert, an dem allerdings sehr viel passiert, dadurch wird es beim Lesen auf jeden Fall nie langweilig, trotzdem kommt das Ende etwas überraschend.

“Ich schließe die Augen und sehe mich dastehen bei Kevins Sandburg, eine Pommes mit Majo und Erdnusssoße in der Hand. Der Strand ist voll mit spielenden Kindern, ausgenommen Kevin. Er ist nirgendwo. Der kleine Wassergraben rund um seine Burg ist leer gelaufen. Ein Fähnchen, das er zu seinem Eis dazu bekommen hatte, weht im Turm. Ungefähr drei Meter weiter sehe ich sein Eimerchen; ein anderes Kind spiel damit.

Ich schaue mich um und suche Kevin. Ich bleibe ruhig, denn vor fünf Minuten, als ich bei der Strandbude stand, sah ich ihn noch. Im Wasser fängt ein Kind zu schreien an. Dann sehe ich Kevin. Ich erkenne ihn an der roten Badehose und seinem schmächtigen Leib, er treibt auf dem Bauch zu mir her wie eine Luftmatratze.

Ich schüttle den Kopf und versuche, das Bild meines ertrunkenen kleinen Bruders wegzuschieben, aber er treibt immer näher zu mir. Er wird blau. Ich hasse mich. Ich stoße den Kopf so fest ich kann gegen den Boden. Ein paar Mal. Kevin treibt langsam von mir weg, er wird kleiner und dümpelt zu einer vergessenen Stelle irgendwo in meinem Kopf. ”

Paulina, 14 Jahre

“Nicht jetzt, niemals” von Ursula Dubosarsky

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Das Werk “Nicht jetzt, niemals”, verfasst von der australischen Autorin Ursula Dubosarsky, handelt von einer elf-köpfigen Mädchenklasse, die bei einem Ausflug ihre Lehrerin verlieren. In dem Roman werden unter anderem Thematiken wie Schweigen (wann sollte man das Schweigen brechen?), der Umgang mit dem Tod und Zusammenhalt angesprochen bzw. behandelt.

Australien – Sydney. Miss Renshaw möchte ihrer Klasse den trockenen Unterricht versüßen und so geht sie, bei schönem Wetter, regelmäßig mit ihnen in die “Ena Thompson Memorial Gadens”. So auch an dem ereignisreichen Tag, der das Leben der elf Mädchen von Grund auf verändert.
Am Morgen hatte die letzte Hinrichtung in der Geschichte Australiens stattgefunden und die Mädchen sollen im Garten über den Tod nachdenken und Gedichte schreiben. Wie schon viele Male davor, treffen sie dort den Gärtner Morgan, der, wie man später erfährt, mit Miss Renshaw zusammen ist. Er schlägt vor runter zur Küste zu gehen, wo er der Klasse eine Höhle mit alten aborigine  Wandmalereien zeigen will. Obwohl die Mädchen lieber im Garten sitzen und seinen Gedichten lauschen würden, beschließt Miss Renshaw mit ihnen zur Höhle zu gehen. Auf dem Weg dorthin treffen sie kaum einen Menschen, nur einen Nacktbader, und nach einiger Zeit stehen sie an der verlassenen Küste am Strand und erblicken die kleine Öffnung der Höhle.
Widerwillig zwängen sie sich in das finstere Loch und drängen sich in der Dunkelheit vor Angst eng aneinander. Doch nach ein paar Minuten bekommen die Mädchen Panik und kriechen so schnell es geht wieder ins Freie an den Strand. Dort warten sie auf Miss Renshaw, um mit ihr zurück zur Schule zu gehen, doch sie kommt nicht und niemand traut sich in die Höhle, um nach ihr zu suchen.
Nach langem Warten beschließen sie alleine zur Schule zurück zu kehren. Dort angekommen fehlt von ihrer Lehrerin weiterhin jede Spur. Die Mädchen erzählen niemandem von der Höhle und behaupten Miss Renshaw im Garten verloren zu haben. Als sie nach zehn Tagen immer noch nicht aufgetaucht ist wird sie offiziell für zunächst vermisst und dann für Tod erklärt.
Morgan, der ebenfalls verschwunden ist, wird des Mordes an Miss Renshaw beschuldigt, nachdem eines der Mädchen dem Schulpsychologen erzählt hat was wirklich passiert ist. Da die Polizei keine Erklärung findet und weder ein Indiz für oder gegen Morgans Unschuld gefunden wird, wird der Fall als “offen” abgelegt.
Die Klasse bekommt eine neue Lehrerin und das Leben geht, soweit das möglich ist, in normalen Bahnen weiter bis Jahre später, nach ihrer Abschlussprüfung vier der elf Mädchen Miss Renshaw unverändert in einem Café treffen. Sie sind zuerst schockiert und erfahren dann von ihr was wirklich an jenem Tag passiert ist…

Wenn ihr wissen wollt was wirklich passiert ist, oder ob sich die Mädchen das nur eingebildet haben, dann müsst ihr das Buch selbst lesen ;-)

Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Es ist einfach und spannend geschrieben und hat die perfekte Länge (143 Seiten) zum Lesen zwischendurch. Da die Kapitel auch relativ kurz sind gab es mir ein positives Lesegefühl. Es ist leicht verdaulich und regt trotzdem zum Nachdenken an, was mir besonders gut gefallen hat. Es ist eigentlich nie langweilig geworden und es wurde eine konstante Spannung aufgebaut.
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es total unerwartet kam und viele Fragen offen gelassen hat. Eigentlich kann man sagen, dass es sich um ein offenes Ende handelt. Ich bin schon gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird!

Moana, 17 Jahre

Nicht jetzt, niemals

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“Nicht jetzt, niemals” von Ursula Dubrosarsky ist 2011 im Ueberreuter-Verlag erschienen und wurde vom (australischen) Englisch von Silvia Schröder ins Deutsche übersetzt. Es hat 143 Seiten.

Was einem gleich ins Auge fällt sind die Zitate von anderen Autoren, die einleitend dem Text vorangestellt sind.

Das Buch ist in den 1960ern in einer australischen Stadt angesiedelt und spielt in einer Mädchensschule, in der die elf kleinen Mädchen aufmerksam den Wörtern ihrer etwas verrückten aber liebenswerten Lehrerin Mrs. Renshaw lauschen. Eines Tages besucht sie gemeinsam mit einem geheimnisvollen Mann namens Morgen eine Höhle. Die Mädchen bekommen in der Höhle Angst und laufen nach draußen. Mrs. Renshaw kommt nicht mehr zurück und die Kinder liefen zur Schule zurück. Da ihre Lehrerin nicht mehr auftaucht, werden die Mädchen natürlich von der Direktorin zu dem Lehrausgang befragt. Mrs. Renshaw hat den Mädchen aber immer eingetrichtert, dass diese nichts über Morgen erzählen dürfen, weshalb diese auch  wie ein Grab schweigen… zunächst!

In diesem Buch geht es um die Themen Freundschaft, Geheinmisse, Sozialkritik, vergangene Zeiten, Übernatürliches (gibt es Geister oder nicht?).

Die Sprache des Buches ist sehr schön, da sie stellenweise sehr poetisch ist. Das Buch ist überdies sehr schön gemacht, dass beispielsweise die Kapitel die Titel von Bildern eines Malers tragen, finde ich sehr interessant.

Man kann sich gut in die Welt dieser kleinen Gemeinschaft  hineinversetzen. Eine zentrale Frage hier ist auch, wie lange man ein Geheimnis wirklich für sich behalten sollte.

Toll war das Ende des absolut lesenswerten Buches, das ich hier aber nicht verraten möchte. Viel Spaß beim Lesen!

Mathilda (16)

“Weine nicht, Prinzessin!” von Caroline Philipps.

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Lara ist süchtig. Süchtig nach Liebe, süchtig nach Zuneigung, süchtig nach Henk. Für ihn würde sie alles tun. Und als Henk sie bittet, ihn von seinen Schulden zu befreien, schreckt Lara nicht davor zurück, ihren Körper zu verkaufen.
Die Geschichte eines trostsuchenden Mädchen nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter, welches in einem Loverboy die große Liebe gefunden zu haben glaubt und zu spät dessen Absichten bemerkt, ist in einer einfachen, aber trotzdem fesselnden und vor allem reizvollen Sprache geschrieben. Durch Rückblenden und Gedanken in Kursivschrift fängt die Handlung an realistisch zu werden und macht es einem beinahe unmöglich, das Buch beiseite zu legen.
Das Thema ist schockierend und dramatisch und ganz sicher keine leichte Lektüre. Eines ist sicher: “Weine nicht, Prinzessin” gibt jedem noch lange zu denken, auch wenn Laras Geschichte längst vorbei ist. …

Anna, 14 Jahre

“Das zweite Leben des Cassiel Roadnight” von Jenny Valentine

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Der Roman “Das zweite Leben des Cassiel Roadnight” veröffentlicht 2011 von Jenny Valentine befasst sich mit einem obdachlosen Jugendlichen, der aufgrund seiner unglaublichen Ähnlichkeit zu einem vermissten Jungen, Cassiel Roadnight, für diesen gehalten wird und nun gezwungener Maßen dessen Leben lebt.

Er hieß solange er sich erinnern kann “Chap”, doch als sein Großvater, bei dem er lebte, verschwindet und er plötzlich obdachlos ist, findet er heraus, dass der Mann, der ihn großgezogen hat gar nicht sein Großvater ist und auch nicht mit ihm verwandt ist. Eine Welt bricht für Chap zusammen, denn plötzlich ist er ganz alleine und weiß nicht wer er ist, wo er her kommt und wo er hin gehört.

Als er eines Tages von der Straße aufgegriffen wird, glauben alle, dass er der schon seit zwei Jahren vermisste Cassiel Roadnight ist und er nimmt mit dem Wunsch und der Hoffnung auf ein ruhiges, normales und geliebtes Leben die Identität des vermissten Jungen an. Aufgrund der unglaublichen Ähnlichkeit bemerkt niemand den Betrug und es scheint zuerst als könne Chap wirklich Cassiels Platz einnehmen. Doch schon bald merkt er, dass es nicht so einfach ist wie gedacht, einen Sohn, Bruder und Freund zu spielen, der er nicht ist. Er versucht unauffällig mehr über Cassiel herauszufinden, doch mag ihm das nicht so recht gelingen ohne Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Eines Nachts beschließt er abzuhauen, weil er glaubt, dass es so einfacher und besser für alle wäre. Doch auf seinem Weg trifft er Floyd, der Cassiel gekannt hat und behauptet, dass Cassiel – sprich er – von seinem Bruder Frank umgebracht worden wäre und es somit unmöglich ist, dass er noch lebe. Chap fragt nach und Floyd erzählt ihm, dass in der Nacht seines Verschwindens er ihm eine Tasche mit Beweisen in die Hand gedrückt hat, die Frank belastet haben und noch in derselben Nacht Frank ihn umgebracht hätte. Chap versucht so zu tun, als wäre er Cassiel doch Floyd bemerkt schnell den Betrug und erzählt ihm alles was er über das Verschwinden von Cassiel weiß.

Cassiel hatte nämlich vor seinem Tod herausgefunden, dass sein älterer Bruder, Frank, einen Millionär umgebracht und dessen Geld geklaut hatte und ihn mit dem Wissen erpresst. Als Cassiel immer mehr Geld verlangte, hat Frank ihn umgebracht und es so aussehen gelassen, als ob Cassiel abgehauen wäre. Mit diesem Wissen versuchen nun Chap und Floyd Frank in eine Falle zu locken um ihm endgültig das Handwerk zu legen. Doch noch bevor es soweit kommt, erfährt Chap, dass Cassiel sein Zwillingsbruder war von dem niemand was gewusst hatte. Dieses Puzzlestück ändert aber nichts an Chaps Entschluss Frank zu überführen, im Gegenteil er möchte seinen Zwillingsbruder, den er nie kennen gelernt hat rächen. Chap erpresst Frank mit seinem Wissen, in der Hoffnung, dass Frank durchdreht und ein Geständnis ablegt, was auch gelingt. Frank wird von der Polizei abgeholt, nachdem Chap ihn niedergeschlagen hat, weil Frank versuchte nun auch Chap umzubringen.

Als Chap vor der Polizei auspacken muss, erfahren auch seine Mutter und seine Schwester, dass er gar nicht Cassiel ist sondern eigentlich Damiel heißt und der Todgeglaubte Zwilling von Cassiel ist.

Das Buch ist eine perfekte Lektüre für zwischendurch! Jenny Valentine benutzt sehr einfaches und aussagekräftiges Vokabular, was dem Leser den Lesefluss erleichtert. Auch die simple und doch abwechslungsreiche Satzstruktur und der Aufbau des Romans sorgen nie für Verwirrung. Man kann das Buch leicht mal weg legen und nach ein paar Tagen wieder weiterlesen und man hat keine Probleme wieder hineinzufinden. Es ist alldem entsprechend, meiner Meinung nach, kein besonders anspruchsvolles Buch, wobei das nicht negativ aufgefasst werden soll.

Der Inhalt ist durchaus komplex, doch nie verwirrend. Es sind viele Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Familie, Wer bin ich eigentlich und was möchte ich? vertreten, die deutlich zeigen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.Und was ich besonders schätze ist, dass es bis zur letzten Seite spannend bleibt.  Ich muss zugeben, ich konnte es am Ende gar nicht mehr beiseitelegen, weil ich so gespannt auf den Ausgang war.

Und auch wenn es nie ein Klassiker werden wird, kann ich es trotzdem jedem empfehlen der eine leichte, spannende Lektüre  zwischen dem Schulleben sucht.

Moana (17 Jahre)

Arm sind die anderen von Pete Smith

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Arm sind die anderen von Pete Smith Als der 16jährige Sylvester kurz vor Heilgabend nach Hause kommt, ist seine Mutter Rosie verschwunden. Auf dem Badezimmerspiegel findet er eine
Nachricht: “Ich kann einfach nicht mehr.” Gemeinsam mit seinen drei jüngeren Geschwistern und seinem senilen Großvater macht er sich auf die Suche nach ihr.
Das Buch ist in einer einfachen aber berührenden Sprache geschrieben. Die Problematik ist sehr aktuell: Erwachsene, die mit ihrem Leben nicht zurecht kommen und ihre Verantwortung, den eigenen Kindern gegenüber, nicht wahrnehmen können. Im Roman werden viele Probleme angesprochen, mit denen die Kinder, ganz auf sich allein gestellt, zu kämpfen haben. Jedes hat seine eigene Strategie um zu überleben aber “gesellschaftsfähig” sind sie nur bedingt.
Ich empfehle “Arm sind die anderen” kritischen Lesern, die Interesse an einem außergewöhnlichen Buch haben, das man nicht so schnell wieder vergisst.
Lg Anna (14 Jahre)

Hänsel und Gretel

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Hänsel und Gretel, mit Zeichnungen von Sybille Schenker, ist das mit Abstand schönste Märchenbuch, das ich je gesehen habe! Man begibt sich auf eine fantastisch-schaurige Reise in den tiefen Wald. Die Figuren sind sehr geheimnisvoll gezeichnet, der Text ist gut in die Illustrationen eingebettet.
Das Buch ist wirklich ein Meisterwerk der Kunst, mit wundervollen, verspielten Details.
Ein Märchenbuch für Jugendliche und Erwachsene, würde ich sagen, die nochmals in die Geschichte aus ihrer Kindheit eintauchen können. Für kleinere Kinder ist es aber eher nichts, weil es recht düster ist und es auch schade darum wäre, wenn das Werk zerfleddert würde.
WUNDERSCHÖNE AUSGABE!

Kathi (18 Jahre)

Love you, Hate you, Miss you

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Julia ist tot. Amy’s beste Freundin ist gestorben, und sie ist daran Schuld! Denn Amy hat dafür gesorgt, dass Julia ihren Freund beim Fremdgehen erwischt, Amy hat sie ins Auto gezogen und sie zum Fahren gebracht. Amy hat überlebt und Julia nicht.

Amy hat schlimme Schuldgefühle, auch wenn alle ihr einreden wollen, dass es nicht ihre Schuld ist. Die Therapeuten im Pinewood, Laurie und sogar ihre Eltern, die zum Ersten mal überhaupt bemerken, dass es sie gibt. Doch Amy will nicht auf sie hören, oder auf Patrick, laut dem sie wütend auf Julia ist, weil sie gestorben ist. Aber sie schreibt ihr Briefe, in denen sie ihre alles sagt, was sie davor nicht konnte.

Bald weiß sie selbst nicht mehr, was sie fühlt und beginnt, über den Unfall nachzudenken, den Unfall, bei dem sie ihre beste Freundin verloren hat…

Love you, Hate you, Miss you ist ein sehr ergreifendes Buch, das das reale Leben sehr gut beschreibt. Die Tragik des Verlustes ist beim Lesen richtig spürbar, auch die Launen der Charaktere. Es gibt kein Happy-end, das Buch ist also für Fans fröhlicher Bücher nicht wirklich geeignet.

“Liebe Julia,

stell dir vor, ich soll ein Tagebuch über “meine Reise” anfangen. Genial, was?

Ich dachte immer, ich hätte dir alles erzählt, aber trotzdem gibt es Dinge, die ich nir hätte sagen müssen, die ich aber nie ausgesprochen habe. Zum Beispiel, als ich deine Sonenbrille verloren hatte, die, auf die du so stolz warst. Und ich hätte mich jedes Mal entschuldigen müssen, wenn ich dir über die Schuhe gekotzt habe. Ich hätte mich für eine ganze Menge entschuldigen müssen.

Es tut mir leid, Julia. Alles tut mir leid.

Weißt du, dass ich vor vierundsiebzig Tagen zum letzten Mal getrunken habe? Es fehlt mir, ehrlich gesagt.  Ich träume sogar davon.  Aber das ist angeblich normal. Ich darf trotzdem nach Hause. Weil es mir “besser” geht, verstehst du, und die Welt auf mich wartet

Ich denke die ganze Zeit an dich, Julia. Ich erzähle allen in der Gruppe wie du hier reinfegen und den laden aufmischen würdest, wie ein Engel mit Kickbock-Flügelnaber in Wahrheit frage ich mich, ob die kalt ist, oder ob du deinen lila Pulli trägst, den du so geliebt hast, und ob deine Mom irgendwo ist und meckert, dass der Ausschnitt zu tief ist.

Jetzt, in diesem Moment, stelle ich mir vor. wie du einen deiner Kitschigen Lovesongs singst, auf die du so wild warst, ein glückliches Lächeln im Gesicht.Lächelst du immer noch so? Ich habe so viele Fragen, Julia. Ob du unsere Autotrips vermisst, zum Beispiel. Weißt du noch, wie du über die Millertown-Brücke gedüst bist und wir abwechseln Eis gegessen haben? Du bist nie aus dem Lden rausgekommen, ohne einen Riesenbecher eis mitgehen zu lassen. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich dich lachen, den Löffel in der Hand. Ich habe seit Monaten kein Eis mehr gegessen.

Eigentlich müsste ich froh sein, dass ich morgen hier rauskomme.  Aber der Haken ist, dass ich immer daran denken muss, wer auf mich wartet, wenn ich nach Hause komme, und wen ich sehen will… und da ist niemand. Du bist nicht da.

Ich vermisse dich, Julia.